Erykah Badu wirbt für Givenchy - als Zeichen gegen Rassismus?

Erykah Badu wirbt für Givenchy
von Laura Pomer
Ein Zeichen gegen Rassismus in der Mode?

Sängerin Erykah Badu (42) ist das Gesicht der neuen Givenchy-Kampagne. Ihr Engagement könnte als Maßnahme gegen die Diskriminierungs-Vorwürfe in der Mode-Industrie gewertet werden.

Das französische Modehaus Givenchy verpflichtete jetzt die schwarze R&B-Queen Erykah Badu, um für die Frühjahrskollektion 2014 zu werben. Ein strategischer Schachzug des Luxus-Labels, um Rassismus-Verdächtigungen zuvorzukommen?

  • Erykah Badu wirbt für Givenchy: Ein Zeichen gegen Rassismus in der Mode

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    Foto: Getty Images

    „Erykah ist eine der stylishsten Frauen, denen ich je begegnet bin“, erklärt Riccardo Tisci gegenüber Style.com. Ihr Gespür für Kombinationen und Farben hätten die Queen des Neo-Soul zu seiner Muse gemacht, nicht ihre Hautfarbe





Das Thema Diskriminierung wird in der Fashion-Industrie wieder heiß diskutiert. Losgetreten hat das Ganze Supermodel Iman (58). Rassistische Tendenzen haben sich in der Branche in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt, erklärte sie im August gegenüber Vogue.uk. Gemeinsam mit Kollegin Naomi Campbell (43) und Modelagentin Bethann Hardison gründete sie nun die „Diversity Coalition“, um auf die Benachteiligung schwarzer Mannequins aufmerksam zu machen.

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Dass Givenchy sein Kampagnengesicht aus taktischen Gründen gewählt haben könnte – für Kreativ-Chef Riccardo Tisci (39) eine absurde Unterstellung. „Erykah ist eine Ikone“, erklärte er gegenüber dem Fashion-Portal Style.com. Sie habe als Inspiration für die Kollektion gedient. Mit ihrer Hautfarbe hat die Zusammenarbeit nichts zu tun, so der Italiener.

Es sei „traurig“, dass ausgerechnet er sich nun rechtfertigen müsse. „Ich selbst habe viele schwarze Mädchen entdeckt und stets unterstützt“, so Tisci, darunter Victoria‘s Secret-Engel Joan Smalls (25) und Newcomerin Maria Borges (21).

Dem Designer, so meinte er, sei von Kindheit an beigebracht worden, dass alle Menschen gleich sind. Da könnten sich die Leute noch so avantgarde und fortschrittlich geben: „Am Ende sind doch sie es, die Unterschiede zwischen Hautfarben machen.“






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