Mailänder Modewoche: Die Zusammenfassung
Düstere Zeiten und ein Lichtblick

Mailand war die dritte Station der internationalen Fashion Weeks. Bis zum 28. Februar zeigten um die 50 Designer in der italienischen Trendmetropole ihre Visionen für die Saison Herbst/Winter 2012/2013 – bis auf einen Lichtblick waren die aber eher dunkler Natur ...

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    Foto: Getty Images

    GUCCI wählte vorrangig dunkle Farben für die Herbst/Winter Kollektion 2012/2013; BOTTEGA VENETA legte Wert auf zeitlose Eleganz; Glamouröser ging es bei VERSACE zu

Es überrascht nicht, dass man auf den Mailänder Laufstegen hauptsächlich dunkle Nuancen erspähen konnte. Schließlich wurden hier die Trends der kühleren Saison 2012/2013 gezeigt. Da lassen sich die Designer gern einmal zu düsteren Schattierungen hinreißen.
 
Bei Gucci ging es dramatisch zu. Chefdesignerin Frida Giannini entschied sich für viel Schwarz, viel Glamour, viel Verführung und einen Hauch Romantik. Kleider, Mäntel und Hosen bekamen unaufdringliche barocke Blumenmuster verpasst. Durch transparente Blusen sah man hier und da etwas nackte Haut hervorblitzen. Materialien wie Samt und Leder gaben der Kollektion winterliche Ruhe, die durch wenige Blau- und Grüntöne oder aufregende Chiffonroben gebrochen wurde.

Auch Prada setzte auf viel Schwarz. Neben grafischen All-Over-Prints sah man wadenlange, ärmellose Wollwesten in der mystischen Nichtfarbe. Fendi streute ein paar Lowlights in Flaschengrün in seine kastigen Kreationen ein, Bottega Veneta unterstrich mit tief dunklem Noir sein zeitloses Image und Etro hangelte sich zwar (fast durchweg) erfolgreich an Schwarz vorbei, mischte aber vorrangig kühle Schlamm- und Braun-Töne unter die Label-typischen Ethno-Prints.

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DAS Highlight der Mailänder Fashion Week aber war  die Show von Jil Sander – die letzte unter Chefdesigner Raf Simons! Das Label wollte sich so gar nicht an den vorherrschenden, saisonbedingten dunklen Tenor halten. Stattdessen bot Simons eine beinahe frühlingshafte Kollektion – von pudrigen Pastellen und durchscheinenden Stoffen dominiert. Am schönsten: die an den zarten Körpern der Models zerschmelzenden Texturen und Cape-artigen Mäntel ohne Verschluss. Perfektion!

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