Früher waren sie noch nicht so cool!
von Christine Korte
Die Stil-Evolution der Blogger-Stars

Um als Streetstyle-Star berühmt zu werden, muss man einen Stil entwickeln der Wiedererkennungswert hat. Bis Chiara Ferragni (27), Miroslava Duma (30) & Co. ihren Look gefunden haben, hat es auch ein wenig gedauert. STYLEBOOK.de zeigt die interessantesten Entwicklungen.

  • Chiara Ferragni

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    Foto: Getty Images

    1. Chiara Ferragni

    Chiara Ferragni vereint gerne modische Verspieltheit mit Tragbarkeit. 2011 sah das aber noch nicht so gekonnt – und ein bisschen nach Jeanette Biedermann aus

Einen eigenen, coolen Signature-Look zu entwickeln ist gar nicht so einfach. Aber, keine Sorge, nicht einmal Profis wie Fashion-Bloggern ist das von Anfang an leicht gefallen. Wir zeigen euch fünf interessante Stil-Evolutionen – aus denen wir selbst noch etwas lernen können:

1. Chiara Ferragni (27)
Damals:
Chiara Ferragni steht für verspielte, feminine Mode – und das schon zu Anfangszeiten ihres Blogs „The Blonde Salade“, den sie 2009 gründete. Knappe Lederröhre Plateau-Sandaletten, bestickte Clutch und hellblonde Haare: der Girlie-Faktor war auch 2012 noch sehr hoch.

Heute: Chiara Ferragni ist auch 2015 noch verspielt und feminin – den Girlie-Look hat sie allerdings komplett abgelegt. Die Haare sind dunkler, die Kleidung nicht mehr knapp – sie  beweist in weiter Print-Hose und XL-Cardigan sogar, wie weiblich Oversize sein kann. Plateau-Heels tauscht sie heute gegen coole Creepers. Ihr Look katapultierte sie jetzt sogar als als erste Bloggerin auf das Cover der „Vogue” und an die Einkommensspitze der Blogger. Laut dem der Modetageszeitung „WWD“ verdiente sie 2014 sechs Millionen Euro.

2. Miroslava Duma (32)
Damals:
Bevor die ehemalige Moderedakteurin Miroslava Duma ihre Fashion-Website „Buro 24/7“ gründete, musste sie noch einiges lernen. 2010 schockierte sie im schwarzen Baby-Doll-Dress mit Tüllsaum. Dazu: Plateau-Sandaletten und Stirnband, das mehr nach Fußballer als Boho-Queen aussah. 

Heute: Ein cleaner Retro-Chic mit Mut zur Farbe und Statement-Accessoires machen heute den Stil der Russin aus, die damit Frauen auf der ganzen Welt inspiriert. Auf der Pariser Fashion Week lief sie im dezenten Retro-Ensemble aus schlichtem Top im grafischen Print und Culottes auf. Heute mag sie ultra klassische Accessoires – wie diese nudefarbenen Pumps und die navyblaue Kelly Bag.

3. Jessica Weiß
Damals:
Lässig trifft Mädchenhaft – als Jessica Weiß 2012 den Modeblog „Journelles“ gründete, machte sie den typischen Berlin-Stil deutschlandweit bekannt. Lässige Print-Blusen, kombinierte sie zu engen Röhren und Booties mit Keilabsatz – ein süßer Look, der allerdings noch nicht sehr erwachsen war.

Heute: Sophisticated trifft verspieltauch 2015 spielt Jessica Weiß mit modischen Gegensätzen. Heute kombiniert sie aber lieber einen edlen schwarzen Rolli zu Culottes, dazu lässige Bomberjacke mit Blumenprint und Leo-Flats.

4. Leandra Medine (26)
Damals: Boyisch, XL und funky Accesoires – alles, was Männer an Mode abschreckt, liebt die Amerikanerin und gründete deshalb  2010 ihren Blog „The Man Repeller“ (zu dt. „der Männerschreck”). 2011 lief sie im weiten T-Shirt und XL-Rock auf – modisch war das vielleicht ein Männerschreck, aber nicht so richtig mutig.

Heute: Auch heute kann die Männerwelt mit Leandras Lieblings-Trends wohl nicht viel anfangen – die Damenwelt dafür umso mehr. Medine trägt mutige Kombis und nicht gerade ultrafeminine Looks. Aber genau die waren noch nie so angesagt wie 2015: Rollkragenpullis, ihr Statement-Piece, Creepers und XL-Teile.

5. Elin Kling (32)
Damals: Mit ihrem Blog „The Wall“ wollte Elin Kling 2009 den typisch nordischen  Minimalismus in die Welt tragen. In den Anfangsjahren gab's Röhre, Blazer und Booties – stylisch, aber noch genug Spielraum um ihre ganz eigene Interpretation von Clean-Chic zu entwickeln.

Heute: Weißes, ärmeloses Top, Slingback-Pumps, Mom-Jeans – Elin Kling war maßgeblich daran beteiligt, dass letztere zurück aufs Modeparkett kam. Elins Looks ist immer schlicht – und trotzdem neu und aufregend. Die Bloggerin ist der Beweis dafür, wie aufregend Minimalimus sein kann.


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