Newcomerin Lianne La Havas
von Björn Wolfram
Die Muse mit der Bluse

Sie singt den Blues – und trägt meist 'ne Bluse: Lianne La Havas (22). Die Presse feiert ihr Debütalbum „Is Your Love Big Enough" und für Fashion-Experten weltweit gilt die Londonerin als neue Mode-Ikone. STYLEBOOK traf den Shooting-Star in Berlin.

  • Foto: JANA DENZLER

    Newcomerin Lianne La Havas

STYLEBOOK: Sie stehen kurz davor, ein Superstar zu werden, werden als Hoffnungsträgerin des Souls gehandelt – was ist das für ein Gefühl?
Lianne La Havas: Ein tolles Gefühl! Ich war natürlich supernervös vor der Veröffentlichung meines Albums. Jetzt bin ich sehr glücklich darüber, wie es aufgenommen wird.

Haben Sie nicht auch etwas Angst vor dem, was da auf Sie zugerollt kommt?
Nein, nicht wirklich. Ich genieße, das, was gerade passiert, in voll Zügen, aber an all die Aufmerksamkeit und die Annehmlichkeiten will ich mich gar nicht erst gewöhnen. Ich bin einfach nur froh, das zu machen, was ich immer machen wollte – und davon leben zu können.

Sie werden häufig mit Amy Winehouse verglichen. Angesichts der Biografie der Sängerin – auch ein seltsames Gefühl?
Ja. Aber so was passiert leider immer wieder: Junge Menschen, die plötzlichen Ruhm erleben, so brillant sind… Wenn man für seine Kunst brennt, kann es einen sehr, sehr traurig machen, wenn man mal nicht so gut sein kann, wie man will.

Sie gelten bereits als Fashion-Ikone. Wie würden sie Ihren Stil beschreiben?
Eine Mischung aus Dianne Keaton in „Der Stadtneurotiker" und Prince. Ich mixe gern Weiblichkeit mit Tomboy-Appeal.

Was für Frauen außer Diane Keaton inspirieren Sie modisch?
Marilyn Monroe hatte natürlich einen wundervollen Stil. Aber auch Karyn Parsons, die „Hilary Bank“ aus „Der Prinz von Bel Air“. Und von mir selbst lasse ich mich inspirieren (lacht).

Sie sind berühmt für Ihren Dutt. Wie lang brauchen Sie dafür?
Ach, das geht total schnell. Kleiner Tipp: Am besten kriegt man ihn hin, wenn die Haare nach dem Waschen noch etwas feucht sind.

Ihr Markenzeichen ist die hoch geschlossene Bluse. Was mögen Sie an diesem Kleidungsstück so sehr?
Ich liebe Blusen einfach, weil sie so etwas Viktorianisches haben – ein Zeitalter, das ich modisch toll fand. Ich trage Blusen gern streng zugeknöpft, das sieht super zu meiner Sanduhr-Figur aus. Wenn ich ein Hungerhaken wäre, käme das sicher nicht so cool (lacht).

Welche Designer mögen Sie?
Vor allem Tom Ford. Von ihm stammt auch mein Lieblings-Kleidungsstück: ein Zebra-Kleid mit Applikationen. Außerdem mag ich Moschino, Armani, Miu Miu, Aqua und Sorapol. Und ich LIEBE Vintage.

Sie erwähnten Ihr Lieblingsstück. Was war denn Ihr schlimmster Fehlkauf?
Oh, Gott – das war eindeutig ein graues Fleece-Top. Ich trug es stääändig – bis ich feststellte, wie schrecklich  es war…

Anzeige

Kommentare


Blogs