Nur Schwarz macht schlank? Falsch!
Die 10 grössten Mode-Lügen

Schwarz macht schlank, Querstreifen dick und Weiß lässt sie blasser aussehen – so der gemeine Mode-Volksmund. Leider alles falsch! Wir verraten Ihnen, welche Styling-Regeln gänzlich aus der Mode sind.

MODE-LÜGE 1: Nur Schwarz macht schlank

Schwarz zaubert tatsächlich ein paar Pfunde weg. Aber: Schwarze Kleidung steht nicht jeder Frau, oft wirkt der düstere Look zu hart und zu wuchtig, macht blass. BESSER: Softe Nude- und Pastelltöne wie Minze, Rosa, Hellblau oder Vanille schmeicheln einer weiblichen Figur viel besser, weil sie die Trägerin zart und feminin erscheinen lassen. Außerdem sehen wir darin frischer aus. Besonders toll wirkt es, wenn verschiedene Pastelltöne kombiniert werden. 

  • Fashion-Bloggerin Kristina Bazan

    Foto: getty images

    Fashion-Bloggerin Kristina Bazan kombiniert gleich zwei schmeichelnde Pastell-Nuancen. Weiß verleiht einen extra-Frischekick

MODE-LÜGE 2: Metallic wirkt billig

Wer das noch glaubt, hat die letzten Modesaisons verschlafen. Metallic-Klamotten und Accessoires sind definitiv eine edle Wahl, nicht nur für eine Cocktailparty wie der Look von Alexa Chung (32) beweist. Verzichten Sie allerdings auf den Komplett-Look, ein Teil pro Outfit reicht. TIPP: Alles, was glänzt, trägt auch leicht auf. Also vorher überlegen, welche Körperpartie Sie gerne betonen möchten.

  • Alexa Chung

    Foto: getty images

    Alexa Chung trägt zum Plissee-Rock (Trend 1) im Metallic-Look (Trend 2) einen kuscheligen Angora-Pulli und Stiefeletten (Trend 3)

MODE-LÜGE 3: Querstreifen machen dick

Hören Sie nie wieder auf andere, die behaupten: Querstreifen würden auftragen. DER TRICK: Die Ringel dürfen nicht zu ausladend sein. Unser Auge empfindet Ringel, die zwischen zwei und vier Zentimeter breit sind am angenehmsten. Wer sich Von-Kopf-bis-Fuß-Streifen wie Bloggerin Sophie Green nicht traut, setzt nur auf ein gestreiftes Ober- oder Unterteil. Mit einem Marine-Shirt, DEM Mode-Klassiker, geht JEDE Frau mit JEDER Figur auf Nummer sicher.

  • Sophie Green

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    Immer der richtigen Linie folgen. Querstreifen können von jeder Frau bei jeder Figur getragen werden – entgegen gängiger Mode-Vorurteile. Es kommt nur auf die breite der Streifen an. Bloggerin Sophie Green trägt Streifen von Kopf bis Fuß – bei ihrer schlanken Figur wunderbar, üppigere Frauen sollten nur Ober- oder Unterteil mit dünneren Streifen setzen für die schmale Linie

MODE-LÜGE 4: Blau nie mit Schwarz kombinieren

Was im Fashion-Knigge einst als größter Farb-Fauxpas geahndet wurde, ist mittlerweile ein beliebter Klassiker geworden. Bestes Ensemble für einen geheimnisvollen, glamourösen Auftritt: Sattes Schwarz trifft auf Marine- oder Nachtblau. BESTER MATERIAL-MIX: Lack, Leder, Samt zu Satin oder (mutig!) Spitze.

  • Miroslava Duma

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    Hat sich durchgesetzt: Die Kombi Blau zu Schwarz extrem gelungen umgesetzt von Miroslava Duma

MODE-LÜGE 5: Oversize ist nur für Schlanke

Der Trick, damit alle Proportionen auch bei ein paar Kilos zu viel im Gleichgewicht bleiben: Maximal ein Oversize-Teil einsetzen. Heißt: Zu einer weiten Hose oder einem weiten Rock (ideal auf Taille geschnitten) bleibt das Oberteil figurnah und endet über der Hüfte. Andersherum tragen Sie zum Boyfriend-Blazer oder -Mantel einen schmalen Rock, Shorts oder eine enge Röhre. WICHTIG: XXL-Look heißt nicht, dass sie im Laden zu XXL greifen. Oversize-Teile sind passgenau auf die jeweilige Größe geschnitten, ansonsten versinken Sie darin und sehen schnell wuchtiger und fülliger aus, als sie sind.

  • Theodora Flipper

    Foto: www.theodora-flipper.com

    Plus-Size-Bloggerin Cécile Sauer aka Theodora Flipper zeigt: Oversize steht fülligen Frauen hervorragend. Wichtig: Unterm Oversize-Mantel von Marina Rinaldi körpernah stylen

MODE-LÜGE 6: Muster niemals mixen

Trägt man ein Musterteil muss der Rest des Outfits clean sein. Blödsinn! Muster werden jetzt flächig und von Kopf bis Fuß getragen und mutig gemixt: Blumen zu Paisley, Karos und Punkte zu Streifen, Animal-Print zu Zickzack usw. Zugegeben: Prints mit Prints kombinieren, erfordert Übung und eine geschicktes Modehändchen. SO KLAPPT'S: 1. Je greller der Look, desto schlichter bleiben Schnitte und Silhouette. 2. In einer Farbfamilie bleiben: Kühle Töne zu kühlen Tönen kombinieren, warme Töne passen zu warmen Tönen. Eine Farbe sollte sich dabei im ganzen Outfit wiederholen.

  • Dries van Noten Spring 2016

    Foto: getty images

    Ein Meister des Muster-Mixes ist der belgische Designer Dries van Noten. Hier Looks aus seiner Kollektion für kommendes Frühjahr und Sommer

MODE-LÜGE 7: Turnschuhe nie im Büro tragen

Falsch! Die bequemen Treter haben längst ihren Weg vom Gym ins Straßenbild geschafft. Und nach dem Stan-Smith-Hype vor ca. zwei Jahren sind weiße Sneaker mittlerweile omnipräsent – auch in den Büroetagen. Eine aktuelle Studie der Harvard-Universität hat sogar aufgedeckt, dass uns Turnschuhe im Job souveräner wirken lassen. ACHTUNG: Damit Sneaker zum heißen Büro-Flitzer werden, unbedingt mit edlen Teilen kombinieren. Es versteht sich von selbst, dass die Modelle immer frisch geputzt und natürlich nicht ausgelatscht daherkommen.

  • Linda Tol

    Foto: getty images

    Mode-Bloggerin Linda Tol zeigt: In Sneakers geht's viel leichter im Büro

MODE-LÜGE 8: Enge Kleider dürfen nur schlanke Frauen tragen

Dass diese Moderegel so was von faul ist, beweist Kim Kardashian beinahe täglich. Wenn das Starlett in seinen ultraengen Lycra- und Jersey-Outfits erscheint, flippt die Herrenwelt aus. Lernen Sie von Kim und betonen Sie ihre Weiblichkeit, statt sie zu verstecken. Außerdem wirken Barockfrauen in weiten Teilen oft noch wuchtiger. Noch misstrauisch? Kombinieren Sie für erste über Ihrem engen Teil eine Long-Bluse, einen weit geschnittenen Blazer oder die jetzt angesagten Gilets (Mantel-Blazer ohne Ärmel). WICHTIG: Unschöne Polster werden mit Shapewear weggemogelt (auch Kim Kardashian ist ein Fan der Zauberteile). Und ebenfalls von Kim gelernt: High Heels strecken die Silhouette zusätzlich.

  • Kim Kardashian

    Foto: Splash News

    Kim Kardashian zeigt was sie hat in hautengen Teilen

MODE-LÜGE 9: Rosa wirkt kindlich

Nein! Längst ist die Zuckerwattefarbe erwachsen geworden. Jetzt erst recht: Rosa ist die offizielle Trendfarbe 2016. Bereits auf den Laufstegen für die Winterkollektion sah man die weichgespülte Kleine-Mädchenfarbe zuhauf. SO FUNKTIONIERT'S: Die liebliche Farbe wirkt vor allem bei groben Materialien wie Strick, dicker Wolle und Leder extrem erwachsen. Auch maskuline Schnitte funktionieren super. Cooler Rosa-Partner: Schwarz (sah man beispielsweise in der kommenden Sommerkollektion von Louis Vuitton).

  • Blake Lively

    Foto: splash news

    Gut bei Blake Lively (28) zu sehen: Von Kopf bis Fuß funktioniert Rosa mit einer cleanen Silhouette. Maskuline Schnitte nehmen der Farbe ihre Lieblichkeit

MODE-LÜGE 10: Weiß passt nicht bei blasser Haut

Im Sommer tragen wir Weiß, im Winter Schwarz – dieses ungeschriebene Modegesetz gilt schon lange nicht mehr. Aber weiße Kleidung zum käsigen Winterteint? Klar! Weiß ist nämlich nicht gleich Weiß. Die Farbe ist variantenreicher als gedacht. Eierschale, Elfenbein, Champagner, Wollweiß oder das berühmte Perlweiß (das in Wahrheit nämlich gelbstichig ist) wirken warm und schmeicheln einem blassen Winter-Teint. TIPP: Weiße Materialien aus Wolle, Wildleder und Seide haben von Natur aus bereits einen warmen Weißton. Setzen Sie jetzt darauf. Dafür bleibt Kleidung mit einem blaustichigen Weiß bis zum Sommer im Kleiderschrank.

  • Anya Ziourova

    Foto: getty images

    Treffen Sie den richtigen Weißton. Stylistin Anya Ziourova weiß: Im Winter ist Wollweiß perfekt zum blassen Teint

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