Bitte merken!
von Stephanie Beckmann
Diese Designer sind groß in Mode

Die Fashion Weeks in diesem Jahr gaben einen Vorgeschmack auf das, was uns 2012 modisch erwartet. STYLEBOOK stellt vor, welche Köpfe hinter den besten Entwürfen stecken und welche Namen wir uns in Zukunft merken müssen!

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    Vladimir Karaleev

    Offene, nicht vernähte Säume sind sein Markenzeichen, der fließende Lagenlook ersetzt die vorangegangene, strenge Architektur der Entwürfe

Vladimir Karaleev
Der bulgarische Designer Vladimir Karaleev (30) kam mit 19 Jahren nach Deutschland und ist eigentlich schon ein alter Hase – zumindest in der Berliner Fashionszene. Seine Entwürfe: fließende Stoffe in Lagen, deren raue Futter an die Oberfläche gekrempelt sind. Sein Markenzeichen: offene, nicht vernähte Säume, die ausgefranst jedes Kleidungsstück einrahmen. Hier gräbt jemand um und wir prophezeien: der Durchbruch ist nahe.

Iris van Herpen
Mit erst 28 Jahren steht die niederländische Designerin Iris van Herpen im offiziellen Programm der Haute-Couture-Schauen. Ihre Entwürfe: unvergleichbar, absolut beeindruckend und nicht von dieser Welt. Wabenartige 3-D-Skulpturen aus Lamellen und Tentakeln spielen mit der Verbindung von Intelligenz und Natur. Auch wenn sie monströs aussehen, scheinen sie doch federleicht am Körper zu haften. Ihre Inspiration: Der Freie Fall. Tragbarkeit: nebensächlich!

Mary Katrantzou
Mit ihrer Website kommt sie dem plötzlichen Hype nicht hinterher – „coming soon“ steht dort. Die gebürtige Griechin Mary Katrantzou zog für ihr Studium von Athen nach London und erfindet seitdem die Musterpalette zu jeder Saison neu: von barocken Riesen-Ornamenten bis zu impressionistischen Gemälden hält sie immer neue Prints parat – Hauptsache superbunt: Korallenriff trifft auf Autoteile, Hyperrealismus auf Futurismus, Ethno auf Industrie. Heraus kommen colour-clashing Cocktailkleider.

Odeeh
Pariser Schick plus skandinavisch klare Ordnung – so könnte man diese perfekte Mischung beschreiben. Tatsächlich aber stecken hinter dem 2008 gegründeten Label Odeeh die beiden Designer Otto Drögsler aus Österreich und Jörg Ehrlich aus Deutschland. Die aktuelle Kollektion besticht durch schmeichelnde Schnitte und perfekten Farbeinsatz: Neongelb zu Pastellblau, spielerisch leichte Muster und puristische Eleganz. Für Liebhaber von Acne. Konsens-Faktor: extrem hoch!

Hakaan
Der türkische Designer Hakaan Yildrim hatte mit Carine Roitfeld endlich eine Schutzherrin gefunden. Die ehemalige Chefin der französischen „Vogue“ hob ihn 2010 ins Rampenlicht, kurz darauf gewann er den ANDAM Preis. Hakaan machte das Beste aus seinem Gewinn und präsentierte eine supersexy Kollektion: messerscharfe Schnitte, Cut-Outs, Transparenz und Lack – vornehmlich einfarbig in Schwarz oder Weiß, seltener Perlmutt, und Lichtgelb. Beeindruckend exponiert und wirklich nichts für Schüchterne!

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Hien Le
Seit vergangenem Sommer wird der 31-jährige Berliner mit laotischen Wurzeln als neues Talent gefeiert. Mit seinem minimalistischen Understatement tritt Hien Le in die Fußstapfen von Michael Sonntag und Perret Schaad in der Tradition der „Neuen Berliner Sauberkeit“, Understatement in Perfektion: fehlende Kragen und verdeckte Knopfleisten, fließende Seide in reduzierter Mondrian-Farbpalette aus Taubenblau, Sonnengelb, Knallrot und Creme – einfach nur schön.

Jason Wu
Der scheue, 29-jährige Jason Wu kommt ursprünglich aus Taiwan, lebt in Manhattan und macht typisch amerikanisch-feminine Mode: ein bisschen verspielt, super elegant und an der Haute-Couture kratzend. Roben in Leuchtfarben, extravagante Schnitte und sexy Silhouetten brachten ihm nun endlich die verdiente Aufmerksamkeit und den „Future Fashion Award“. Sicher nicht zuletzt dank seiner prominentesten Anhängerin, der amerikanischen First Lady Michelle Obama.

Prabal Gurung
Der nepalesische Designer Prabal Gurung wurde in diesen Jahr zum Liebling der Prominenz auf den roten Teppichen. Da er bisher zu jeder Saison mit völlig neuen, extravaganten Entwürfen überraschte, ist sein Publikum breit – Demi Moore, Diane Kruger und vor allem Sarah Jessica Parker sind begeistert – und sein Widererkennungswert ist subtil: absolut synchrone Prints, in seiner letzten Kollektion aus leuchtenden Violett- und Blautönen, die an Kaleidoskope erinnern.

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