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Mode-Experten warnen
von Maximiliane Schaeffer
Deshalb sollten Sie niemals Ihre Jeans waschen

Jahrelang haben wir es falsch gemacht – jetzt sind wir endlich schlauer! Ab sofort wird die Jeans, unser allerliebster Alltagsbegleiter, nicht mehr in die Waschmaschine gesteckt. Hier kommen die besten alternativen Frischhaltetipps!

Dass wir unsere Jeans bei maximal 30 Grad waschen sollen und Weichspüler ein absolutes Denim-No-Go ist, wussten wir bereits. Was uns allerdings völlig neu war: Wenn es nach den Jeansexperten der Modebranche geht, dürfen wir unseren robusten Lieblingsbegleiter ab heute gar nicht mehr in die Trommel stecken.

So erklärte Levi’s Chef Chip Bergh auf einer Konferenz des „Fortune Magazine“, dass man seine Jeans nicht waschen sollte – beim französischen Denim-Enthusiast A.P.C. soll es sogar eine „No-Wash-Policy“ im Mitarbeiterhandbuch geben.

  • Jeans

    Foto: Getty Images

    Na, wann diese Madame ihre Jeans wohl zuletzt gewaschen hat?

Die Gründe fürs Nicht-Waschen sind natürlich einleuchtend: Zum einen verbraucht das ständige Waschen viel Wasser (auch bei neuen Waschmaschinen ca. 49 Liter pro Wäsche) und zum anderen büßt die Hose mit jedem Waschgang an Farbe und Passform ein.

So bestätigt uns auch Levi’s Germany PR-Manager Christian Meister, dass man länger Freude an seiner Jeans hat, wenn man sie nicht ständig wäscht: „Wenn man eine Jeans lange selbst eingetragen hat, entsteht eine vollkommen individuelle, einzigartige Farbe – ein Waschmaschinendurchlauf kann da viel kaputt machen.“

So weit so gut – aber wie halten wir unsere Lieblingsjeans dann frisch, wenn wir sie nicht mehr waschen? Hier kommen fünf No-Wash-Tipps:

1. Schockfrosten
„Wenn ich das Gefühl habe, meine Jeans könnten ein Refreshment gebrauchen, dann lege ich sie über Nacht in die Tiefkühltruhe. Das funktioniert sehr gut, die Jeans riechen dann wieder frisch und das Einfrieren lässt Keime und Bakterien absterben“, so der Experte Christian Meister. 

So macht es übrigens auch sein Levi’s Chef Chip Bergh höchstpersönlich ­– dessen Lieblingsjeans hat, wie er hier erklärt, übrigens seit bereits einem Jahr keine Waschmaschine von innen gesehen. 

2. Lüften
Christian Meister zufolge hilft es außerdem, die Jeans über Nacht nach draußen zu hängen, z. B. auf den Balkon. Das befreit die Jeans von Gerüchen, wie z. B. Zigaretten-Qualm. Richtige Profis besprühen die Jeans vorher noch mit Salzwasser.

3. Der Trockner-Trick
Schenkt man den in der Netzwelt kursierenden Haushalts-Tipps Glauben, kann man seine Jeans auch einfach zusammen mit einem Erfrischungstuch in den Trockner stecken und diesen auf „Lüften“ schalten – im Handumdrehen hat man eine frisch duftende Hose! 

4. Dampfbad
Ein alter Hausfrauen-Tipp, der wirklich funktioniert: Die Jeans während des Duschens ins Bad hängen – der heiße Wasserdampf entfernt Gerüche aus dem Stoff!

5. Die Zahnbürste schwingen 
Bei richtigen Flecken, so Chip Berghs Ratschlag, sollte man zum feuchten Schwamm oder einer Zahnbürste und ein bisschen Spüli greifen. Fraglich ist hierbei jedoch, ob der Denim-Stoff das ständige Herumrubbeln auf Dauer so gut verträgt...

Aber ist das alles nicht ekelig und total unhygienisch?

Nö. In einem Uni-Experiment hat der kanadische Student Josh Le den Test gemacht – und seine Jeans 15 Monate lang nicht gewaschen, sie aber dafür regelmäßig über Nacht in die Kühltruhe gesteckt oder an der frischen Luft gelüftet. Flecken hat er mit einem feuchten Tuch entfernt.

Das Ergebnis: Nach 15 Monaten enthielt der Jeansstoff nicht mehr Bakterien, als nach einem 13-tägigen Dauertragen. Also, tut der Umwelt etwas Gutes und räumt die Tiefkühlpizzen aus dem Gefrierfach und eure Lieblings-Denim hinein!

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