Die Birkin Bag
Der Star unter den Taschen

Die Birkin Bag ist eines der letzten echten Status-Symbole. Ihr Kauf gilt als Investment. Selbst unter Prominenten gilt die Tasche als Trophäe.

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    Foto: dpa Picture Alliance

    Lady Gaga bemalte ihre weiße Tasche mit Edding – eine Message für ihre Fans! "Ich liebe meine kleinen Monster“ steht da auf Japanisch

Jessica Simpson twitterte kürzlich ein Foto von ihrem schönsten Geburtstagsgeschenk: Eine orangefarbene Birkin-Bag. Die 31-jährige Sängerin war so davon begeistert, dass sie dem Accessoire einen Kuss aufdrückt.
 
Die Hermès Tasche ist weniger ein Must-Have denn ein Mythos. Trotz ihres hohen Anschaffungspreis – je nach Material liegt der Einsteigerpreis bei 4.550 Euro – gab es bis letztes Jahr eine angebliche Warteliste.
 
Der Autor und Ebay-Verkäufer Michael Tonello („Bringing Home the Birkin“) behauptet mit dem Marketing-Tool der künstlichen Verknappung sei der Run auf die Hermès-Taschen absichtlich geschürt worden. Ihm gelang es innerhalb von drei Monaten 130 Birkins zu kaufen.

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Das gute Stück wird trotzdem niemals eine Massenware sein. Es wird komplett von Hand gearbeitet, sei es das Färben des Leders oder das Nähen der Säume.  All das braucht Zeit.

Die amtierende New Yorker Stil-Königin Olivia Palermo schenkte sich eine Birkin Bag zu ihrem 21. Geburtstag. In einem Interview mit der britischen „Vogue“ erinnerte sie sich wie es war, als sie das erste Mal damit auf die Straße ging. „Es war ein Wendepunkt, vor allem wenn man in New York lebt. Früher war man nur Mitläufer einer Fashion-Clique, plötzlich gehört man dazu.“
 
Victoria Beckham soll laut der US-Finanzwebsite thebigmoney.com eine 100 Stück starke Sammlung im Wert von 1,5 Millionen Euro besitzen, darunter das Modell „Himalayan“ aus Krokoleder und Diamanten  im Wert von über 90.000 Euro. All diese Taschen erbt eines Tages Töchterchen Harper Seven!
 
Benannt wurde die Birkin Bag nach der britischen Schauspielerin Jane Birkin, die Anfang der Achtziger Jahre auf einem Flug von London nach Paris den damaligen Hermès-Chef Jean-Louis Dumas traf und sich darüber beklagte, dass sie keinen vernünftigen Weekender aus Leder finden könne. Kurzerhand entwarf Dumas für sie eine Tasche, wobei er sich von einer Zeichnung inspirieren ließ, die angeblich bereits 1892 angefertigt wurde.

Auch Männer tragen die Birkin Bag, zum Beispiel Marc Jacobs oder Michael Michalsky. „Darin bewahre ich mein ganzes Leben auf und sie ist auch gleichzeitig mein tragbares Büro“, so der Berliner Designer in einem Interview.

Alternativen zur Birkin: Neben der „Constance“ (trägt Diane Kruger) und der Jagdtasche „Jypsière“ ist die "Bolide" nicht zu vergessen. Sie war die erste modische Handtasche von Hermès und bereits seit 1926 auf dem Markt.

Aufsehen erregte das Newcomer-Label Thursday Friday, das ein Bild der Birkin auf einen Jute-Beutel druckte. Die Trompe l’oeil-Tasche kostete 135 Dollar. Hermès klagte. Die Birkin Bag und ihr Preis sollen ein Mythos bleiben.

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