Thierry Mugler kehrt als Kreativ-Berater zu Modehaus Mugler zurück

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Das Modecomeback des Jahres
Thierry Mugler kehrt zurück zum Modehaus Mugler

Er war einer der Mode-Stars der „Golden Eighties“ und 1990er-Jahren – Thierry Mugler (64). Nach über zehn Jahren abseits des Modebetriebs kehrt er als Kreativ-Berater zum dem Label zurück, das seinen Namen trägt. Eine kleine Sensation!

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    Thierry Mugler anno 2010 bei der Theater-Premiere im Friedrichstadt-Palast in Berlin. Das Foto schockiert. Mugler hat sich diversen Schönheits-Operationen unterzogen und sich ordentlich Muckis antrainiert


Steckbrief Thierry Mugler:

1948 in Straßburg geboren, kam Mugler als ausgebildeter Tänzer mit 23 Jahren nach Paris, und begann später für eine kleine Boutique namens „Gudule“ Kleidung zu entwerfen. 1973 präsentierte er seine Debüt-Kollektion, fünf Jahre später eröffnete er seinen ersten Laden am Place des Victoires in Paris. Typisch für den Mugler-Stil waren extrem körperbetonte, skulpturale Kreationen: XXL-Schultern, extreme Wespentaillen und endlos lange Bein-Silhouetten als Hommage an den weiblichen Körper. Muglers aggressive, kraftvolle, stark erotische, teils futuristische Entwürfe prägten das Modebild der 80er Jahre. Ende der 1990er Jahre war die Power-Mode Muglers allerdings kaum noch gefragt, 2002 gab er die kreative und kommerzielle Leitung an den Luxusbeauty-Konzern Clarins ab und zog sich zurück.


Es ist einiges los im Hause Mugler. Denn jetzt kehrt der Mann zurück, der das Modehaus gründete: Thierry Mugler ist ab sofort Kreativ-Berater der Marke wie die britische „Vogue“ weiß.

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Wie Muglers Comeback genau aussehen wird, ist noch relativ unkonkret. So viel ist bekannt: Der mittlerweile 64-jährige Designer wird Joël Palix, Direktor des Modehauses und Präsident der Beauty-Marke Clarins, strategisch beraten. Ob Mugler auch wieder designt, weiß niemand, ist aber eher nicht anzunehmen. Als erste Amtshandlung wurden allerdings die bisherigen Chefdesigner Sébastien Peigné and Romain Kremer entlassen.

Die offizielle Rückkehr überrascht. Denn Thierry Mugler hatte vor gut zehn Jahren ziemlich deutlich dem Modebusiness den Rücken gekehrt, nachdem er im Jahr 2002 die kreative und geschäftliche Kontrolle über sein marodes Modehaus an die französische Luxusmarke Clarins übertrug. Fortan hatte das außer dem Namen nicht mehr viel mit dessen Gründer gemein. Da die wichtigen Trends jetzt andere setzten, wurde die irrelevante Mode-Sparte eingestellt. Clarins konzentrierte sich nur noch auf das kommerziell extrem erfolgreiche Parfümgeschäft. Erst im Januar 2011 wurde auf der Pariser Männermodewoche wieder eine Kollektion unter dem Name Mugler präsentiert, für die sich Lady-Gaga-Stylist Nicola Formichetti als neuer Kreativ-Direktor verantwortlich zeichnete. Formichetti hat Anfang April 2013 die Marke verlassen.

Nun läuft alles wieder beim Labelgründer zusammen. „Es ist Zeit, die Mugler-Mode und die Mugler-Düfte wieder unter eine kreative Leitung zu stellen, um eine globale Luxusmarke aufzubauen“, so Brand-Manager Joël Palix zum Comeback von Thierry Mugler. So ganz weg war der allerdings nie. Als Art-Director produzierte Thierry Mugler zum Beispiel den Werbespot zum Mugler-Duft „Womanity“. Ansonsten widmete er sich anderen Projekten, entwarf u. a. Kostüme für „Cirque du Soleil“ sowie Bühnen-Outfits für Beyoncé und verpasste sich selbst ein radikal neues Design.

Mugler zog nach New York, unterzog sich diversen Schönheitsoperationen, legte 100 Kilo an Muskelmasse zu, ließ sich tätowieren und Manfred statt Thierry nennen. Auf aktuellen Fotos ist er kaum wiederzuerkennen, wirkt entstellt – nicht ohne Grund. In einem älteren Interview mit „New York Times“ sagte Mugler dazu, dass er, nachdem er mit der Modewelt fertig war, nichts mehr mit seinem alten Ich zu tun haben wollte und sich deshalb optisch komplett veränderte.

Zeit für ein neues Make-Over, Monsier Mugler!

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