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Couture-Haus nimmt Schmuck aus dem Verkauf
Hat Chanel abgekupfert?

Nach öffentlichen Vorwürfen, das Couture-Haus habe sich zu deutlich von Schmuckdesignerin Pamela Love inspirieren lassen, werden Armreifen mit Kristallen aus dem Verkauf der Herbst/Winter Kollektion 2012 genommen.

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    Die Chanel-Pret-a-Porter-Show in Paris letzte Woche stand ganz im Zeichen von violett und blau schimmernden Bergkristallen

Karl Lagerfeld, Meister der Inszenierungen, verzauberte letzte Woche die Modewelt mit seiner Chanel-Pret-a-Porter Show in Paris. In einer traumwelthaften Kulisse aus riesigen Bergkristallen in kühlen Violett- und Blau-Tönen präsentierte er die Herbst/Winter-Kollektion 2012/13.

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Beinahe untergegangen bei dem Pomp sind die prächtigen Armreifen an den Handgelenken der Models: breite Metallspangen mit großen Kristallen, die das Kulissen-Motiv der leuchtenden Stalagmiten herrlich wiederaufnahmen.

Doch genau diese schönen Schmuckstücke kommen nun nicht in den Handel. Der Grund:

Die New Yorker Schmuckdesignerin Pamela Love (in diesem Jahr für den rennomierten CFDA nominiert, in der Kategorie „Swarovski-Award für Accessories-Design“) präsentierte bereits in ihrer Herbst/Winter-Kollektion 2011 ähnliche Armreifen.

Aufmerksam darauf wurde das amerikanische Online-Portal „Fashionista“ und spekulierte öffentlich über zu viel Ähnlichkeit zwischen den Schmuckstücken. Während sich Pamela Love nicht zu den Vorwürfen gegen das Couture-Haus äußerte, reagierte Chanel sofort.

Wie das Label gegenüber STYLEBOOK bestätigte, werden die entsprechenden Accessoires nicht zum Verkauf stehen. Ein Pressesprecher von Chanel:

„Es wurde uns angetragen, dass einige unserer Armreifen, die in der Show gezeigt wurden, denen eines anderen Designers ähneln könnten. Aufgrund unseres Respekts für die aufgetretenen Bedenken und das Kunsthandwerk im Allgemeinen hat sich das Haus [Chanel, Anm. d. Red.] dazu entschlossen, die Armreifen aus dem Verkauf der Herbst/Winter Kollektion 2012 zu nehmen.“

Der Grad der Ähnlichkeit liegt wahrscheinlich im Auge des Betrachters. Ob Chanel diese drastische Offensive nötig hatte, bleibt fraglich. Schließlich beeinflussen sich die Designer oft gegenseitig, manchmal sogar ohne es bewusst wahrzunehmen. Umso großzügiger, dass sich das Couture-Haus zu diesem Exempel entschließt.

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