C'est chic! Das ist der neue Stil von Paris

C'est chic!
von Stephanie Beckmann
Das ist der neue Stil von Paris

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit hat STYLEBOOK ein paar französische Labels zusammengestellt, die für uns den modifizierten Pariser Schick repräsentieren. Ob Mode im coolen Partnerlook von The Kooples, avantgardistische Modelle von Paule Ka oder bezaubernd Puristisches ohne Schnickschnack von Sandro und A.P.C. – viel Spaß!

Es muss nicht immer Chanel, Dior und Yves Saint Laurent sein. Und auch nicht für immer blau-weiß gestreifte Shirts und Tweed-Jäckchen zu Ballerinas. Nur das mit dem roten Lippenstift gilt immer noch!

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Das sagt zumindest die aktuelle Perfektionistin des Pariser Schicks, Model und Designerin Inès de la Fressange (54). In ihrem Buch „Pariser Chic“ gibt sie Styling-Tipps aus der Sicht einer Französin. Zusammenfassend könnte das Geheimnis ihrer Nonchalance „Simplicité“ heißen: Lieber in ein paar Klassiker investieren, nicht zu viele Stoffe und Muster mixen, elegant statt sexy und bitte kein Girlie-Charme! Eine Französin tappt auch nicht in die Trendfalle, sondern guckt sich geschickt ab, was ihr gefällt und kreiert daraus einen neuen Look.

Auch die folgenden französischen Labels interpretieren den unverwechselbaren Stil der Couture-Nation neu:

The Kooples
Der Partner-Look von The Kooples ist subtil: Spielerisch findet sich der Style wieder, doppeln sich einzelne Elemente wie spitze Kragen, wiederholen sich Farben, wie zum Beispiel das Weinrot in der aktuellen Kollektion. Die aus der Froschperspektive fotografierten Paare scheinen mit festem Blick zu sagen: uns bringt nichts auseinander! Die Philosophie der Brüder Alexandre, Laurent und Raphael Elicha, die das Label 2008 gründeten: Echte Pärchen in Klamotten zu stecken, die zu ihnen und auch zueinander passen. Heraus kommt ein stimmiger, aber super cooler Mix: Paris trifft London, Rock-Schick auf Biedermann, und Spießiges wirkt plötzlich edgy.

Paule Ka
Inspiriert von Audrey Hepburn und Jacky Kennedy kombiniert Serge Cajfinger den Pariser Chic gekonnt mit Hollywood-Allüre. Kontraste in Farben und Silhouette, wie Neongelb zu Mausgrau oder voluminöse zu hautengen Teilen, geben der Kollektion einen dramatischen Touch. Fell und Federn, Leder und Leo-Prints sorgen für Glamour. Die Entwürfe spielen ironisch mit traditioneller Spießigkeit und Düsternis à la „Twin Peaks“. Keylook: sehr hohe Taille.

Sandro
Die Kreativ-Direktoren Evelyne und Ilan Chétrite haben den Blick für zeitlose Lieblingsteile. Ultra-gerade Schnitte mit besonderen Details wie Bübchenkragen im Leo-Print machen den Look. Kleider und Tops in strenger 60s-Silhouette und 7/8-Hosen werden mit flachen Herrenschuhen und schmalen Krawatten zum Garconnes-Chic kombiniert. Die Herren-Kollektion skizziert den urbanen Dandy.

A.P.C.
Das Label des tunesischstämmigen Designers Jean Touitou besticht durch cleane Ästhetik und Minimalismus in Farbe und Form: schmale, dunkelblaue Shorts zu tailliertem, rotem Top, Shiftkleid im 60s-Look aus beigefarbener Seide oder hochgeschlossenes Jeanshemd zu kurzem, blauem Lederrock und Loafern. Getreu dem Motto: was kurz ist, muss nicht auch noch eng sitzen, übertönt Eleganz in Top-Qualität die subtile Sexyness.

„Pariser Chic“ von Inès de la Fressange und Sophie Gachet ist im Knesebeck Verlag erschienen und beinhaltet auch einen Style-Guide für Paris.

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