Haute Couture in Paris vs. Fashion Week in Berlin
von Christine Korte
Wer kann besser Front Row?

Während sich Deutschlands Jungschauspieler, Blogger und Chefredakteure vergangene Woche in den ersten Reihen der Berliner It-Labels tummelten, gaben sich auf den Haute-Couture-Schauen in Paris die Hollywood-Stars die Klinke in die Hand. STYLEBOOK hat den Vergleich gewagt: Berlin oder Paris – wer kann besser Front Row?

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    Foto: Getty Images

    PARIS

    Die Couture-Show von Chanel hat mit Abstand die hochkarätigsten Gäste (v.l.n.r.): Hollywood-Star Kristen Stewart (24), Schauspielerin Isabell Huppert (61), Newcomerin Alma Jodorowsky (36), Oscar-Preisträger Jared Leto (42) und It-Girl Alice Dellal (26)

Die Schauspieler
Paris: Auf keiner Modewoche ist die Hollywood-Dichte so hoch wie bei den Haute-Couture-Schauen in Paris. Kristen Stewart, Sean Penn und Charlize Theron saßen dieses Jahr in den ersten Reihen ihrer Lieblings-Labels wie Christian Dior, Chanel und Giorgio Armani. Hier pflücken sich die Super-Stars die Roben für ihre nächsten Red-Carpet-Auftritte vom Laufsteg.

Berlin: Natürlich wird auch zur Berliner Fashion Week der eine oder andere Hollywood-Star eingeflogen: In diesem Jahr durften wir Hilary Swank und Tilda Swinton begrüßen. Sensationell! Das Gros der Promis sind jedoch deutsche Schauspielerinnen: Julia Malik, Friederike Kempter und Bettina Zimmermann sitzen in der Front Row ihrer Lieblings-Designer von Lala Berlin bis Michael Sontag. Diese Frontrows sind vielleicht nicht international berühmt, dafür aber besonders charmant.

Die Blogger
Paris:
Miroslava Duma, Hanneli Mustaparta – die Bloggerinnen, die wir in Paris sehen, sind mittlerweile selbst Stars. Die Fotos der Outfits, die sie in der Front Row tragen, gehen um die Welt und inspirieren Millionen von Menschen.

Berlin:
Sarah Gottschalk und Nike van Dinther von „This is Jane Wayne“ haben diesen Bekanntheitsgrad noch nicht erreicht. Trotzdem überzeugen sie mit ihrer intelligenten Berichterstattung über die Modewoche in Berlin – und mit ihren coolen, oft avantgardistisch angehauchten Looks.

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Die „Vogue“-Chefinnen
Paris:
Natürlich fehlt die mächtigste Frau der Mode auch bei den Haute-Couture-Schauen nicht. Mit Signature-Bob und im Prada-Look thront US-„Vogue“-Chefredakteurin Anna Wintour hier in den ersten Reihen. 

Berlin: Klar, Christiane Arp – Chefin der deutschen „Vogue“ – wird ihre amerikanische Kollegin nicht vom Thron stoßen. Will sie auch gar nicht. Sie zieht die Berliner Modewoche den Couture-Schauen vor. Aus der ersten Reihe und mit ihrem „Vogue Salon“ unterstützt sie hier junge, deutsche Modetalente, saß außerdem in der Jury des Nachwuchs-Wettbewerbs „Designer for Tomorrow“.

Die Promi-Queens
Paris:
Frankreichs Designer haben Reality-TV-Star Kim Kardashian zu ihrer neuen Muse erklärt – in Edel-Klamotte gehüllt sitzt sie hier Seite an Seite neben Designer Valentino und spielt, statt des Trash-Girls aus Los Angeles, die Grand Dame. Wirklich echt wirkt es für uns aber (noch) nicht.

Berlin: Auch Verona Pooths Tage als schrilles Naivchen sind gezählt. Sie ist jetzt eine smarte Business-Frau, die sich vor allem selbst vermarkten kann. Deshalb sitzt sie nicht in Couture, sondern im Etuikleid bei Riani in der ersten Reihe. Klar, damit können sich ihre Fans identifizieren.

FAZIT
Unentschieden! Natürlich können die ersten Reihen in Berlin in Sachen Promi-Faktor nicht gegen Paris gewinnen. Die hiesigen Frowers (Fashionistas in den vorderen Rängen, von Front Row = dt. erste Reihe) haben dafür aber extra viel coolen Charme – und zeigen, dass die deutsche Hauptstadt in Sachen Style immer erwachsener wird. Berlin, wir lieben dich!


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