Azealia Banks boykottiert Dolce & Gabbana

Azealia Banks boykottiert Dolce & Gabbana
Diese Kollektion ist rassistisch

Rapperin Azealia Banks (21) provoziert gerne. Doch dieses Mal fühlt sie sich selbst provoziert – durch den Mohrenkopf-Print, den Dolce & Gabbana auf der Fashion Week zeigte. Sie ruft zum Boykott auf.

  • 1/10

    Foto: Getty images

    Die Newcomer-Rapperin Azealia Banks ruft zum Boykott auf, gegen das italienische Modehaus Dolce & Gabbana. Sie fühlt sich von den Mohrenkopf-Prints und Ohrringen beleidigt und bezeichnet die Kollektion als „rassistisch“



Die Frühling/Sommer-Kollektion 2013 von Dolce & Gabbana gab für einige Zuschauer Anlass, die Augenbrauen hochzuziehen. Das italienische Traditionshaus schickte zur Fashion Week in Mailand im vergangenen Monat eine Armee ausschließlich weißer Models über den Catwalk und zeigte kunstvolle Kreationen mit ethnischer Anmut. Unter anderem auch Mohrenkopf-Prints und schwarze Köpfe als Ohrringe.  
 
In der Tat eine streitbare Präsentation, wie das zwiespältige Medienecho zeigte. Nun meldete sich die Newcomer-Rapperin Azealia Banks zu Wort. Jüngst provozierte sie ihre Fans mit einem Magazin-Cover, auf dem sie mit einem aufgepusteten, roten Kondom wie mit einer Zigarre posiert. Titel: „Azealia Banks blows up“. Dieses Mal fühlt sich die New Yorkerin selbst provoziert. Auf ihrem Twitter-Account postete sie eine Reihe übler Beschimpfungen gegen die Designer und fügte hinzu: „Ich hasse es wirklich, wenn Menschen kitschige, rassistische Dinge machen und sie als ‚Kunst’ bezeichnen. Das war wirklich unnötig, die Kleider der Kollektion wären schön ohne die ‚black Mammie’-Bilder“.
 
Domenico Dolce und Stefano Gabbana ließen durch einen Pressesprecher verlauten, sie seien von ihrer Heimat Sizilien und deren Eroberer inspiriert worden, die heute noch in vergleichbaren Figuren auf Kunstwerken wie Vasen und Lampen dargestellt werden. Auf der anderen Seite sei diese Art der „Mohrenkopf“-Darstellung oft ein Tabu, argumentiert die amerikanische „Huffington Post“, da sie unweigerlich an kolonialistische Zeiten, Unterdrückung und Sklaverei erinnert. „Vielleicht waren Domenico Dolce und Stefano Gabbana nur von der Schönheit der Figuren aus Ebenholz gefesselt und hatten nichts Böses im Sinn“, so die „Huffington Post“. „Trotzdem hätten die Designer eine Assoziation mit Sklaverei besser vermieden.“

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