Sexuelle Belästigung? American-Apparel Chef tritt zurück!

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Neue Vorwürfe wegen sexueller Belästigung
Rauswurf von American-Apparel-Gründer

Dov Charney (45), der umstrittene Gründer und CEO des US-Retailers American Apparel wurde von seiner eigenen Firma entlassen. Schon mehrfach wurde er wegen sexueller Belästigung verklagt. Nun zog das Unternehmen die Reissleine.

  • American Apparel Gründer Dov Charney

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    Foto: Getty Images

    1997 gründete der Kanadier Dov Charney als Student das Label American Apparel. Jetzt muss der Gründer seine eigene Firma verlassen. Es waren immer wieder…

Dov Charney muss als Boss seiner eigenen Firma American Apparel zurücktreten – das beschloss der Vorstand bei seiner jährlichen Aufsichtsratssitzung am Mittwoch. Laut einem offiziellen Statement der Firma sei die Entscheidung gefallen, da aktuell gegen Charney wegen Fehlverhaltens innerhalb der Firma ermittelt wird.

Bereits 2011 verklagten vier Ex-Angestellte der Firma Charney wegen sexueller Belästigung. 2012 tauchten Vorwürfe auf, er hätte einen Angestellten in Malibu tätlich angegriffen und beschimpft. Darüber hinaus sorgten die sexuell provokativen Werbekampagnen, die Charney teilweise selbst fotografierte, oft für Kontroversen.

American Apparel stand immer hinter Charney – bis jetzt. „Es ist nicht leicht für uns, aber es war notwendig für die Firma“, so Allen Mayer, neuer Vize-Vorstandschef im Interview mit der „Los Angeles Times“. Mayer bestätigt, dass der Aufsichtsrat vor kurzem eine Untersuchung ansetzte als „neue Informationen ans Licht kamen“. Charney selbst soll von seinem Rausschmiss total überrascht gewesen sein. „Er wird wie ein verrückter kämpfen, seine eigene Firma zurückzubekommen, aber er wird es nicht schaffen“, so ein Insider zur „Los Angeles Times“.

Mit den zuletzt rückläufigen Verkaufszahlen und Schulden der Firma (2013 betrug der Nettoverlust knapp 78 Millionen Euro) soll der Rausschmiss nichts zu tun haben. „Unsere Entscheidung ist unabhängig von den Geschäften der Firma“, so Mayer.

Charney war übrigens bisher zu keiner Stellungnahme bereit. Als ihn ein Reporter der „Los Angeles Times“ am Telefon erreichte, hängte er einfach auf.


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