Übernahme-Gerüchte
Schluckt Amazon Luxus-Modehändler Net-a-porter?

Amazon bietet längst nicht mehr nur Bücher und CDs, ist mittlerweile das mächtigste Internet-Kaufhaus der Welt. Damit das so bleibt, will der Online-Händler sich jetzt auch mit Luxusmode schmücken.

Amazon auf Shoppingtour. Gerüchten zufolge verhandelt der Online-Riese mit dem Luxusmodehändler Net-A-Porter über eine Übernahme. Das berichtet das stets gut informierte Branchenblatt „Women's Wear Daily“. Demnach will Amazon das Modeportal für zwei Milliarden Euro aufkaufen.

  • Amazon.de, net-a-porter.de

    Foto: Amazon.de, net-a-porter.de

    Sind Net-A-Porter und Amazon bald eins? Gerüchten zufolge könnte das Realität werden

Starke Partner
Auf Nachfrage von „WWD“ wurde das weder von Amazon noch von Net-A-Porter konkret kommentiert. Immerhin äußert man sich außerhalb des Konzerns über den möglichen Deal. So suchen wohl beide aus eigenem Interessen derzeit starke Partner. „Amazon und Net-A-Porter wären ideale Partner“, kommentiert Luca Solca von der Investmentbank Exane BNP Parisbas die Gerüchte gegenüber „WWD“.

Schließlich hätten beide etwas davon: Amazon könnte mit dem Luxus-Modehändler sein Image mächtig aufpolieren, Net-A-Porter könnte seine Reichweite mächtig vergrößern, zudem logistisches Know-how nutzen.

Amazon groß in Mode
Amazon versucht massiv im Modebereich Fuß zu fassen. Mit erstem Erfolg: So sind Amazon Fashion, East Dane und MyHabit, allesamt Fashionseiten des Online-Händlers, Hauptsponsor der neu etablierten Herrenmodewoche New York im Juli sowie der Fashion Week in Neu-Delhi. 

Net-A-Porter wurde im Juni 2000 von der ehemaligen Mode-Journalistin Natalie Massenet gegründet. 2010 verkaufte sie ihren Anteil an den Luxusgüterkonzern Richemont, blieb aber Vorsitzende. Angeblich sollen 70.000 Kunden immer zugleich in jeder Minute des Tages auf Net-A-Porter shoppen.

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