Nägelknabbern und Haarezwirbeln
Was Ihre Ticks zu bedeuten haben

Hektisches Nägelkauen spricht für akute Nervosität? Mag sein! Eine kanadische Studie bringt nun ans Licht, wodurch sie ausgelöst wird.

Wer zum Nägelknabbern neigt, ist irritierte Blicke aus dem Umfeld gewöhnt. Beim nächsten Mal haben Sie eine gute Ausrede parat: Sie sind einfach zu perfektionistisch!

  • Jennifer Aniston

    Foto: Splash News

    Gedankenverlorenes Nägelkauen? Von wegen! Kanadischen Forschern zufolge spricht es für einen äußerst anspruchsvollen, perfektionistischen Geist. Hört, hört, Jennifer Aniston!

Laster für Perfektionisten
Wie Professor Kieron O'Connor aus Montréal gegenüber der „Huffington Post“ erklärt, neigen nur ganz bestimmte Menschen zu nervösen Ticks: diejenigen, die alltägliche Aufgaben überdurchschnittlich schnell und gut erledigen wollen. „Ein Nichterreichen ihrer persönlichen Ziele löst entsprechend Frust, Ungeduld und Unzufriedenheit aus,“ so O’Connor. Und dabei beruft sich sich auf eine wissenschaftliche Studie.

Wer knabbert ist anspruchsvoller?
Das Forscherteam hatte 48 Probandinnen – die eine Hälfte von der Nägelkauer-, die andere von der Haarzwirbel-Fraktion – in vier verschiedenen Situationen beobachtet. Jede von ihnen sollte einen bestimmten Gemütszustand auslösen: Langeweile, Entspannung, Stress und Frustration. Dabei habe sich deutlich gezeigt, dass die Betroffenen vor allem dann zu ihren ungeliebten Angewohnheiten neigten, wenn sie a) gestresst oder b) gefrustet waren.

Für O’Connor ist der Rückschluss eindeutig: „Es handelt sich NICHT bloß um einen nervösen Tick.“ Für den Studienleiter sprechen Nägelknabbern und Haarefummeln für akute Unterforderung, die durch konstruktive Tätigkeiten kompensiert werden könne.
 

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