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Sonntags lieber oben ohne
von Laura Pomer
Wie funktioniert die Make-up-Diät?

Frauen, die zwei Tage pro Woche auf jegliches Make-up verzichten, dürfen die restliche Zeit dick auftragen – und sich bald über einen strahlenden Teint freuen. Ob an der 5:2-Theorie, die sogar Hautproblemen ein Ende machen soll, etwas dran ist? STYLEBOOK.de fragte eine Expertin.

Fünf zu zwei – die Experten-Formel für so einiges. So war es im vergangenen Jahr eine entsprechende Diät, die vor allem in Amerika und England die Pfunde purzeln ließ. Dafür durfte fünf Tage pro Woche beliebig viel gegessen werden, an den restlichen beiden Tagen waren 500 Kalorien absolute Obergrenze. Jetzt schwören auch Hautpflege-Experten auf das 5:2-Prinzip. Und zwar nicht zum Abnehmen!

  • Rosie Huntington-Whitely

    Foto: Instagram / rosiehw

    Rosie Huntington-Whitely (28) zeigt sich auf Instagram öfter mal gänzlich ungeschminkt. Vielleicht ist die Make-up-Diät ja ihr Schönheitsgeheimnis...?

Zweimal pro Woche oben ohne
Doch auch hier ist von einer Art Diät die Rede: einer Make-up-Diät. Mehr und mehr britische Dermatologen empfehlen ihren Patientinnen – insbesondere denjenigen, die normalerweise zu Hautunreinheiten neigen – eine zweitägige Schmink-Abstinenz pro Woche. An diesen beiden (wahlweise aufeinanderfolgen oder unabhängigen) Tagen ist der Griff ins Make-up-Täschchen komplett tabu, dafür an den anderen ohne Einschränkung erlaubt.

Warum überhaupt eine Make-up-Pause einlegen?
Die meisten Make-ups enthalten Parabene, die in der Kosmetik-Industrie gerne als Haltbarmacher eingesetzt werden. Diese können sich auf die Dauer in den Poren anlagern, die oberste Hautschicht abdichten und Talgdrüsen verstopfen, was Pickel verursache. Zudem führe der ständige Sauerstoffmangel langfristig zum Abbau von Kollagen – also jenen Bestandteil der Haut, der für ihre Elastizität zuständig ist – und entsprechend zu vorzeitiger Hautalterung und Fältchen. Noch ein Problem: Die künstlichen Duftstoffe im Make-up können Hautirritationen und schlimmstenfalls Allergien auslösen. Auch Zusätze wie Silikon (z.B. in Primern enthalten) belasten empfindliche Haut.

Sichtbare Verschönerung dank Make-up-Diät
Wer sich an die empfohlene zweitägige Make-up-Pause halte, gebe der Haut genügend Zeit zur Zellerneuerung. Das solle nicht nur die vermeintlichen Schädigungen durch chemische Haltbarmacher und Co. wieder gutmachen, sondern innerhalb eines Monats für einen jugendlich-frischen, prallen Teint sorgen. Sogar Pickel und Unreinheiten – für viele immerhin der Hauptgrund, die Haut unter Make-up verstecken zu wollen – verschwinden dank der 5:2-Diät angeblich ganz.

Funktioniert die 5:2 Make-up-Diät?
STYLEBOOK.de fragte bei der Münchener Hautärztin Dr. med. Sabine Zenker nach, die für sinnvoll hält, der Haut zwischendurch etwas Pause zu gönnen – „genauso, wie man auch nicht täglich auf High Heels laufen oder Alkohol trinken sollte.“ Dabei brauche man sich jedoch nicht an einer bestimmten Zahlenformel festzuklammern: Dass ausgerechnet ZWEI Make-up-freie Tage pro Woche empfohlen werden, habe keine wissenschaftlich fundierte Grundlage.

Make-up ist nicht gleich Make-up
Patientinnen mit Problemhaut rät die Expertin von cremigen Texturen ab und zu Mineral-Make-up, das sich nur auf die Haut legt und sie besser atmen lässt. Auch seien Apothekenprodukte zu empfehlen, da hier Haltbarmacher und Duftstoffe meist sparsamer eingesetzt würden. Dass durch die Make-up-Diät bestehende Hautprobleme effektiv gelöst werden können, hält sie jedoch nicht für möglich. „Wer mit Unreinheiten oder allergisch auf bestimmte Zusätze reagiert, tut das auch weiterhin. Da helfen zwei Tage Pause auch nichts.“

Fazit: Eine Make-up-Diät ist gut und trotzdem kein Allerheilmittel. Aber auch diejenigen, die sich ohne Abdeckmaßnahmen nicht unter die Leute trauen, kann Zenker beruhigen: „Ein geeignetes Make-up macht eine sichtbare Akne nicht grundsätzlich schlimmer.“ Tragen Sie lieber also Ihr „Schutzschild“, bevor Sie sich ungeschminkt allzu unwohl fühlen – und lassen Sie Ihre Hauterkrankung unbedingt vom Facharzt behandeln!

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