Beautyproblem Milien
von Laura Pomer
Was hilft wirklich gegen die hartnäckigen Grießkörnchen?

Von Milien haben Sie noch nie gehört? Dabei haben Sie womöglich selbst welche. Es sind kleine weiße Knötchen, meist unterhalb der Augen, auf den Wangen oder Schläfen, die gerne mit Pickeln verwechselt werden. STYLEBOOK.de fragte einen Experten, woher Milien kommen und wie man sie endlich loswird.

Haben Sie auch schon mal ein kleines, weißes Pünktchen im Gesicht fälschlich als Pickel identifiziert und erfolglos daran herumgedrückt? Dabei handelte es sich vermutlich um eine Milie – ein ziemlich hartnäckiges Biest!

  • Frau untersucht ihr Gesicht

    Foto: Getty Images

    So klein und unauffällig sie sind – auf die Dauer stören Milien im Gesicht. STYLEBOOK.de erklärt, was es mit den vermeintlichen „Pickelchen“ auf sich hat

Was sind Milien?
. Es handelt sich dabei um Verhornungen, die in den Talgdrüsenausgängen entstehen. Dass sich dort auch Pickel bilden können, ist richtig, hat aber eine andere Ursache: Unreinheiten. Milien hingegen, auch bekannt als Grieskörnchen, bestehen aus Talg und Keratin, einer hauteigenen Hornsubstanz.

  • Grießkörnchen

    Foto: Wikimedia

    Hat man die Veranlagung, kommen die unschönen weißen Knötchen immer wieder

Warum bekommt man Milien?
 Zwei Gründen begünstigen die Entstehung: Veranlagung und/oder zu reichhaltige Pflegeprodukte. Werden abgestorbene Hautzellen in den Poren eingeschlossen und von schweren Cremes „eingekleistert“, verhornen sie und werden zu Mini-Zysten. Klingt dramatischer, als es ist: Milien sind lediglich ein völlig harmloses Beautyproblem. Betroffene könnten wohl dennoch gerne darauf verzichten – vor allem dann, wenn die Grießkörnchen veranlagt sind und immer wieder an den selben Stellen auftauchen. Immerhin machen sie sich optisch ähnlich wie Pickel bemerkbar, stören das ebenmäßige Hautbild und lassen sich leider nicht selbst beseitigen.

  • Grießkörnchen

    Foto: Getty Images

    Selbst Ausdrücken sollte man Milien auf keinen Fall! Ein Gang zur Kosmetikerin bringt Abhilfe

Wie wird man Milien los?
Beim Experten – wie dem Münchener Hautarzt Dr. med. Timm Golüke. „Die Milie wird durch den Dermatologen oder eine gut ausgebildete Kosmetikerin mit einer Lanzette angeritzt“, erklärt er im STYLEBOOK-Interview, „dadurch kommt sie an die Oberfläche und lässt sich entfernen.“ Klingt einfach, geht auch schnell, sollte aber definitiv nicht selbst ausprobiert werden. Unprofessionelles Herumdrücken ohne entsprechendes Besteck bringt nichts – höchstens Narben.

Lassen sich Milien vermeiden?
Extreme Reinigungsoffensiven oder tägliche Peelings können Sie sich sparen, Milien haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Menschen mit einer Veranlagung wissen, dass sie immer wiederkehren. Um ihr Ausmaß in überschaubarem Rahmen zu halten, empfiehlt es sich, Pflegeprodukte mit einer leichten Textur zu verwenden. Auch sollten Sie etwa alle zwei Monate zur Kosmetik gehen, um die Milien behandeln zu lassen. Das funktioniert am besten, so lange sie noch klein sind – „umso leichter kommen sie heraus“, weiß Dr. Golüke.
 
 

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