In der Regel schön
von Laura Pomer
13 Beauty-Tipps für die Periode

Als wäre die Periode nicht ohnehin lästig genug, macht sie sich auch optisch bemerkbar. STYLEBOOK.de fragte bei Experten nach, was frau gegen allmonatliche Hautunreinheiten, Bad Hair Days und Co. tun kann, um sich an jedem Tag des Monats attraktiv zu fühlen.

Alle drei bis vier Wochen bekommen Frauen Besuch: von Pickeln, fettigen Haaren und einem aufgeblähten Bauch. Und weil an den bestimmten Tagen im Monat sowieso alles total ätzend ist, fühlen sie sich in dieser Zeit gleich umso unattraktiver.

Für dieses Unwohlsein gibt es einen Begriff: „Das prämenstruelles Syndrom, besser bekannt als PMS“, erklärt der Frankfurter Gynäkologe Dr. Werner Göttker-Schnetmann im STYLEBOOK-Interview. Darunter werden die typischen Beschwerden zusammengefasst, die sich mit den hormonellen Veränderungen in der zweiten Zyklushälfte aufbauen.

  • Frau mit Wärmflasche

    Foto: Getty Images

    Bauchschmerzen, miese Laune – und die wird von Pickeln und Co. auch noch verstärkt! Zum Glück wissen wir, was gegen die sichtbaren Begleiterscheinung der Periode hilft

Wir haben die besten Beauty-Tipps, wie Sie in der Regel trotzdem schön bleiben:

1. Pflegen Sie richtig
Dass Frauen meist kurz vor oder während der Periode mit Hautunreinheiten zu kämpfen haben, hängt mit der verstärkten Aktivität der Talgdrüsen in dieser Zyklusphase zusammen. Die Folge: Pickel. Speziell zur akuten Phase rät der Münchner Dermatologe Dr. Timm Golüke daher betroffenen Patientinnen zu antibakteriell wirksamen Cremes. „Sie nehmen die Entzündung aus den Pusteln.“ Informieren Sie sich in der Apotheke über salizylsäurehaltige Lotionen, die es rezeptfrei zu kaufen gibt, oder geeignete Alternativen.

2. Setzen Sie auf Fruchtsäuren
Austrocknende Präparate, wie sogenannte AHA-Cremes mit Fruchtsäure, sorgen dafür, dass die Stellen, an denen Pickel sprießen, schnell wieder makellos aussehen. Dr. Timm Golüke rät zum Wirkstoff Benzoylperoxid, der zusätzlich antiseptisch wirkt.

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3. Vertrauen Sie auf Zauberstifte
Frauen, deren Hautbild grundsätzlich gut ist, die sich aber kurz vor oder während der Menstruation über einzelne, dicke Brummer im Gesicht ärgern, sollten in einen Pickel-Stift investieren, der gezielt nur auf einzelnen Stellen aufgetragen wird. Der Vorteil: Sie wirken hochkonzentriert an der betroffenen Stelle, ohne die gesamte Haut auszutrocknen.

4. Lassen Sie die Finger von Kuhmilch
„Kuhmilch soll den Ausbruch von Pickeln nachweislich begünstigen“, so Dr. Golüke. Das liege aber nicht an ihrem Laktose-Gehalt, sondern an der Aufzucht der Tiere, bei der Hormone zum Einsatz kommen. Golüke rät betroffenen Frauen daher, insbesondere in den zwei Wochen vor der Periode ihren Kuhmilchkonsum stark einzuschränken.

5. Meiden Sie weitgehend Stress
Der Frust über die blöden Tage und auch genereller Stress kann den Zustand der Haut zusätzlich verschlechtern, bestätigt Golüke. Während der Periode sollten Sie also Stressfaktoren bestmöglich vermeiden, auf Zigaretten und Alkohol ganz verzichten und sich gelegentliche, kleine Auszeiten gönnen. 

6. Setzen Sie auf Nahrungsergänzungsmittel
Einige Ärzte, darunter der Frankfurter Dermatologe Dr. med. Adam Pomer, empfehlen während der Periode zinkhaltige Nahrungsergänzungsmittel. Das Spurenelement unterstützt nicht bloß die Abwehrkräfte, sondern soll auch die Heilung von Akne unterstützen. Gibt es als Tabletten in der Apotheke und im Reformhaus.

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7. Lassen Sie sich die Anti-Baby-Pille verschreiben
Sollte Ihr Leidensdruck besonders groß sein, fragen Sie Ihren Dermatologen oder Gynäkologen nach medikamentösen Maßnahmen. So verschreibt Gynäkologe Göttger-Schnetman Patientinnen, die bis ins Erwachsenenalter unter Pickeln leiden, die Anti-Baby-Pille. „Ihre Zusammensetzung verhindert, dass die Hormone Achterbahn fahren“, erklärt er. Hautarzt Golüke verschreibt bei extremen Beschwerden ein leichtes Antibiotikum: „Als Langzeittherapie hat sich die Vergabe von 50 Milligramm Minocyclin bewährt.“

8. Ändern Sie Ihre Haarpflege
Im Verlauf des Zyklus kommt es zu Veränderungen im Stoffwechsel – manche Frauen neigen gerade jetzt dazu, stärker zu schwitzen, teilweise produziert die Kopfhaut mehr Talg. Die Folge: Die Haare liegen platt und fetten schneller nach. Die Lösung: Verzichten Sie auf Pflegeprodukte, die Silikone enthalten, diese würden das Haar jetzt zusätzlich beschweren – und noch platter aussehen lassen. Dasselbe gilt für Haarkuren oder Intensiv-Spülungen.

9. Vertrauen Sie auf Hausmittel
Kamille wirkt bekanntermaßen beruhigend. Verwenden Sie Kamillentee als Haarspülung, um das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut wieder herzustellen, so reguliert sich die Produktion der Talgdrüsen wieder auf ein gesundes Maß.

10. Setzen Sie auf Trockenshampoo
Ideal bei plattem Haar und fettigen Ansätzen: Trockenshampoo. „Wer direkt nach dem Haarewaschen und Föhnen Trockenshampoo auf die Ansätze sprüht, verhindert, dass das Haar schnell nachfettet und sorgt außerdem so für extra Volumen“, so Miriam Jacks, National Make-up Artist bei L'Oréal Paris und Besitzerin des Beauty-Concept-Stores.

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11. Legen Sie Reis-Tage ein
Der Östrogenüberschuss während der Periode kann zu Wassereinlagerungen führen. Die Folge: ein Blähbauch, Verstopfungen und in manchen Fällen Durchfall. Meiden Sie in dieser Zeit daher Koffein, Alkohol, stark kohlensäurehaltige Getränke und sehr salzige Speisen. Sie fördern Wassereinlagerungen und damit Aufgeblähtheit. Setzen Sie lieber auf „Reis-Tage“. Dafür weißen Reis ohne Salz kochen und mit Obst (besonders beliebt: die Kombination mit Apfelmus) essen. Zusätzlich mindestens zwei Liter Wasser oder Kräutertee pro Tag trinken.

12. Sparen Sie beim Fleisch
Besonders eiweißreiche Mahlzeiten binden viel Wasser. Der Grund: Fleisch-, Wurst- und Käsewaren werden schon in der Herstellung mit großen Mengen Salz versehen. In der zweiten Zyklushälfte empfiehlt es sich also, an tierischen Produkten zu sparen und auf vegetarische Alternativen zurückzugreifen. Speziell kaliumhaltige Lebensmittel sind zu empfehlen. Unser Tipp: Quinoa enthält viel Kalium – und schmeckt mit frischen Früchten oder Salat.

13. Setzen Sie auf natürliche Abführmittel
Bei Verstopfungen wirken verschiedene Lebensmittel auf natürliche Weise abführend, ohne – wie Medikamente – zu stark ins Verdauungssystem einzugreifen. Sauerkraut oder Sauerkrautsaft, Flohleinsamen, Trockenobst aber auch Speisen mit rohen Zwiebeln bringen den trägen Darm auf Trab. Bei Verstopfung besonders wichtig: viel trinken!

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