Make-up, Sonnenschutz, Anti-Aging in einem
von Susanna Riethmüller
Was können die neuen BB-Cremes?

Unsere Mütter haben sich einfach mit Nivea-Creme eingeschmiert – das funktionierte auch. Aber: Die Ansprüche an Pflege-Produkte sind gestiegen, vor allem an solche, die wir jeden Tag benutzen. Die neuen BB-Produkte versprechen: Wir können alles! STYLEBOOK-Redakteurin Susanna Riethmüller hat probe-gecremt.

  • 1/5

    Foto: Max Funk für STYLEBOOK.de

    Die Perfekte

    „Beauty Benefit Day Wear BB Anti Oxidant“ von Estée Lauder: Mein Favorit! Die Creme ist leicht und zieht schnell ein, deckt ausreichend, aber nicht zu stark. Und: Der mattierende Effekt hält den ganzen Tag – super für ölige Haut. Der Duft ist angenehm dezent. Bei meinem hellen Hauttyp kann ich einen Lichtschutzfaktor 35 auch im Alltag gut gebrauchen. Ca. 30 Euro



Die Haut mattieren und ausgleichen wie ein leichtes Make-up. Mit Antioxidantien vor Hautalterung durch Umwelteinflüsse schützen wie eine Anti-Aging-Pflege. Mit hohem Lichtschutzfaktor wie eine Sonnencreme wirken. Und: die Haut nachhaltig durchfeuchten und so vor dem Austrocknen schützen. Jetzt gibt es Cremes, die angeblich all das gleichzeitig können. Das klingt toll – und dementsprechend sprießen sogenannte „BB-Cremes“ wie Pilze aus dem Boden.

„BB“ – was bedeutet das überhaupt?
„BB“ steht für „Blemish-Balm“. Blemish heißt Makel, was in Sachen Haut meint: Unreinheiten, große Poren, Narben, Altersflecken. Daran lässt sich auch schon die gewünschte Funktion von BB-Cremes erkennen. Sie sollen einen ebenmäßigen Teint zaubern und vor weiteren Unebenheiten schützen. Vor allem in Asien sind die Produkte deshalb schon seit Jahren beliebt; dort enthalten sie oft zusätzlich bleichende Wirkstoffe (die bei den europäischen Pendants in der Regel wegfallen).

Was muss ein guter Blemish-Balm können?

Die erste BB-Creme, also das Original, stammt übrigens aus Deutschland. Die Dermatologin Dr. Schrammek entwickelte sie bereits in den 50er-Jahren für Patienten nach einem starken Peeling, um der Haut bei der Regeneration zu helfen und Irritationen abzudecken. Im Prinzip ist das bis heute der Anspruch an eine BB-Creme – abdecken, trotzdem pflegen. Neu hinzugekommen ist der Anti-Aging-Aspekt, der durch Lichtschutzfaktor und Antioxidantien gewährleistet wird.

Pflege-Multitasking – kann das klappen?
Ich finde: Ja! Da ich schon lange täglich Pflegeprodukte mit Lichtschutzfaktor benutze, kamen die BB-Cremes für mich wie gerufen. Ich verzichte normalerweise auf Make-up – den abdeckenden, mattierenden Effekt finde ich trotzdem gut. Es gibt allerdings Kritiker, die von einem so genannten „Nährstoff-Kannibalismus“ sprechen. Meint: In vielen BB-Produkten seien so viele verschiedene Inhaltsstoffe gegen so viele verschiedene Probleme enthalten, dass sich die Wirkungen gegenseitig aufheben oder in der Masse sogar zu Hautirritationen führen können. Vor dem Kauf also unbedingt checken, ob ein Produkt Inhaltsstoffe enthält, auf die man allergisch ist oder erfahrungsgemäß nicht gut reagiert.

Meine Top-5-BB-Cremes: In der Fotogalerie.

Kommentare


Blogs