Beauty-Tipps mit Biss
von Laura Pomer
Warum Ihre Zähne Anti-Age-Pflege brauchen

Da können Sie noch so jugendlich und faltenfrei sein – vergilbte, ungepflegte Zähne lassen Sie schnell alt aussehen. Wir verraten die besten Anti-Aging-Tipps für strahlende, gesunde Beißerchen.

Bei Anti-Aging-Pflege denken Sie automatisch an hochwertige Faltencremes? Falsch! Neben Ihrer Haut gibt es noch einen anderen Faktor, der Ihr wahres Alter verrät: Ihr Gebiss. Mit der Zeit verlieren die Zähne nämlich an Strahlkraft und etwa ab 40 kommen immer häufiger Zahnfleischprobleme dazu, die das ästhetische Gesamtbild stören. Diese Entwicklungen sind leider ganz natürlich – aber zum Glück nicht unvermeidbar...

  • Sofía Vergara

    Foto: Getty Images

    Sie wollen noch lange so schön lächeln wie Schauspielerin Sofía Vergara (43)? Kein Problem – setzen Sie auf Anti-Age-Pflege für Ihre Zähne!

Hier die wichtigsten Anti-Age-Tipps für ein dauerhaft strahlendes Lächeln:

► Hygiene ganz groß schreiben!
Mit zunehmendem Alter spielt Karies eine weniger große Rolle als die Gefahr von Parodontitis, einer Zahnbettentzündung, die ursächlich durch Bakterien im Mundraum entsteht. Diese siedeln sich als Belag auf den Zähnen an, die dadurch vergilbt aussehen – und können dann an der Zahnwurzel entlang bis in die Tiefe wandern. Optisch macht sich das mit freiliegenden Zahnhälsen und rot bis bläulich angelaufenem Zahnfleisch bemerkbar. Schön ist das wirklich nicht. Und mit der Zeit leider auch recht unangenehm.
Das sollten Sie tun: Morgens und (unbedingt!) abends vor dem Schlafengehen gründlich die Zähne putzen, zwischendurch mit einem antibakteriellen Mundwasser spülen. Gehen Sie regelmäßig zur Kontrolle beim Zahnarzt, da eine Parodontitis schmerzfrei beginnt und sich unbemerkt verschlimmern und ausbreiten kann. Außerdem bitte nicht rauchen: Dadurch kann der Zahnbelag verkalken, was zu Zahnstein führt – einem idealen Tummelplatz für Bakterien.

► Die richtige Zahnputztechnik erlernen!
Je älter wir werden, desto mehr zieht sich das Weichgewebe zurück und legt die empfindlichen Zahnhälse frei. Durch die falsche Putztechnik (Rotationstechnik), die uns früher in Kindheitstagen beigebracht wurde, machen Sie paradontitische Entzündungen umso wahrscheinlicher: Durch die kreisenden Bewegung der Bürste werden Bakterien und Zahnbeläge nicht entfernt, sondern in Richtung Zahnfleischrand geschoben.
Das sollten Sie tun: Ihre zu harte Zahnbürste entsorgen und in eine weichere investieren, zudem unbedingt ohne Druck putzen – idealerweise mit der Fegetechnik. Dazu die Zahnbürste leicht schräg ansetzen, am Übergang vom Zahnfleisch zum Zahn, und die Beläge quasi wegwischen.

► Viel Kaugummi kauen!
In jüngeren Jahren kennt man sie nur vom Hörensagen, bei Stress oder spätestens mit den Wechseljahren tritt sie dann tatsächlich auf: Mundtrockenheit. Wenn weniger Speichel produziert wird, verursacht das nicht nur Sprechbeschwerden, sondern kann langfristig die gesamte Mundflora aus der Balance werfen. So haben es Krankheitserreger leicht, Zahnfleisch und -schmelz anzugreifen.
Das sollten Sie tun: Viel trinken, um den Mund zu befeuchten, und tüchtig Kaugummikauen. Das regt den Speichelfluss an, wodurch Bakterien und Säure aus dem Mund gespült werden, und bewahrt so Zahnweiß und -gesundheit.

► Essen Sie das Richtige!
Ein Mangel an Nährstoffen, insbesondere des Mineralstoffs Calcium, kann zur Folge haben, dass die Zähne spröde und mit der Zeit brüchiger werden.
Das sollten Sie tun: Unbedingt auf eine calciumreiche Ernährung achten, um die Zähne – und übrigens auch die Knochen – zu stärken. Calcium ist vor allem in Käse, aber auch in Sesam, Nüssen und Hefe enthalten. Grundsätzlich ist es gut, möglichst naturbelassene Lebensmittel wie Rohkost, Obst und Vollkornbrot auf den Speiseplan zu setzen: Diese müssen kräftig gekaut werden, was das Gebiss trainiert und den Speichelfluss anregt. Das neutralisiert Säuren und Bakterien im Mundraum.

► Lassen Sie Milde walten!
Gummibärchen, Schoki und Co. schmecken zwar süß, werden nach dem Verzehr aber in Säure umgewandelt, genauso wie übrigens auch Fruchtsäfte, Obstsorten wie Kiwis oder Äpfeln und auch Wein. Die Säuren greifen die Mineralien aus dem Zahnschmelz und können sie schädigen.
Das sollten Sie tun: Lieber weniger Süßigkeiten essen und auch mit säurehaltigen Lebensmitteln sparsam umgehen. Wer nicht anders kann, sollte sogenannte „Tooth-Conditioner“ aus der Apotheke verwenden: Die Produkte enthalten zahnschmelzähnliche, remineralisierende Stoffe und werden mit einem Wattestäbchen auf die Zahnoberfläche gestrichen; so gleitet die Säure einfach ab.

► Bauen Sie auf Fluorid!
Der Zahnschmelz braucht Fluorid, um widerstandsfähig gegenüber Säuren zu sein – kein Wunder also, dass fluoridfreie Zahnpasten bei Stiftung Warentest durchfallen. Ohne intakte Schutzschicht würde sich der Zahnschmelz verfärben und, schlimmer noch, langfristig abbauen. Und ist er erst einmal weg, bleibt das schmerzempfindliche Zahnbein schutzlos zurück – und schimmert außerdem grau durch.
Das sollten Sie tun: Zusätzlich zum Putzen mit fluoridhaltigen Rezepturen sollten Sie einmal pro Woche ein Fluoridgel (z.B. Elmex-Gelée) auf die Zähne geben und ohne ausspülen einwirken lassen, das unterstützt die Substanz des Zahnschmelz nachhaltig. 

► Mogeln Sie sich jünger!
Mit der Zeit werden die Zähne auf ganz natürliche Weise gelblicher. Das liegt daran, dass sich die Zahnmarkhöhle (Pulpa), die von Zahnbein und Zahnschmelz umhüllt wird, verkleinert. Entsprechend wird der Abstand zwischen Pulpa und Zahnoberfläche größer. Und nicht zuletzt führt die jahrelange Abnutzung der Zähne – genauso wie regelmäßiger Genuss von verfärbendem Rotwein oder Kaffee – langfristig zu einer Verfärbung des Zahnschmelz’.
Das sollten Sie tun: Vorbeugen können Sie leider nicht, aber kaschieren. Setzen Sie dabei aber nicht auf Bleaching-Strips oder Whitening-Rezepturen aus dem Drogeriemarkt. Wer vermeiden will, seinem Zahnschmelz fahrlässig zu schaden und grauere Zähne zu haben, sollte das Bleichen seiner Zähne nur von einem Zahnarzt oder einer Zahnhygenikerin durchführen lassen.

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