Schön, ohne Tierversuche
von Julia Wagner
Was Sie über vegane Kosmetik wissen sollten

Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, auf tierische Produkte komplett zu verzichten, im Essen UND in der Kosmetik. Doch wofür brauche ich vegane Beauty eigentlich? STYLEBOOK.de verklärt Ihnen die wichtigsten Fakten in Sachen Schönheit – ganz ohne Tierversuche.

Stars wie Pamela Anderson (48), Designerin Stella McCartney (44) oder Köchin und Model Ella Woodward (23) machen es längst vor: Wer vegan lebt, ist heute kein seltsamer „Öko“ mehr, sondern liegt voll im Trend. Auch in Deutschland verschreiben sich immer mehr Menschen diesem Lifestyle.

  • Vegane Kosmetik

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    Foto: Getty Images

    Immer mehr Menschen leben vegan – und verzichten auch bei Kosmetik auf tierische Zusätze. Die Auswahl an Produkten wird zusehends größer


Laut Vegetarierbund Deutschland (Vebu) ernähren sich hierzulande 7,8 Millionen Menschen vegetarisch und rund 900.000 Menschen vegan. Täglich kommen laut Schätzungen etwa 2.000 Vegetarier und 200 Veganer hinzu. Auch global ist der vegane Trend zu erkennen. Die Anzahl der weltweit existierenden vegetarisch-vegan lebenden Menschen wird auf eine Milliarde geschätzt. Vielen von ihnen ernähren sich nicht nur vegan – sie achten auch auf Kosmetik ohne tierische Zusätze.

Hier die wichtigsten Fakten für alle, die sich ab jetzt auch vegan pflegen wollen:

1. Was genau ist vegane Kosmetik?
Bei der Herstellung dieser Produkte wird komplett auf Tierversuche und tierische Inhaltsstoffe verzichtet. Wer glaubt, dass Naturkosmetik automatisch vegan ist, irrt aber. Viele Bio-Hersteller setzen auf Extrakte wie Milch, Honig oder Bienenwachs. Kosmetik ohne tierische Zusatzstoffe zu finden, kann sich als durchaus schwierig erweisen. So wissen zum Beispiel nur wenige, dass Keratin für Shampoos und Haarkuren oft aus zermahlenen Hufen, Federn und Hörnern hergestellt wird und Seifen meist als Basis Rindertalg enthalten. Auch Parfüms enthalten oft Ambra- oder Moschusnoten, die vom Pottwal bzw. Moschushirschen stammen.

2. Wie erkenne ich ein veganes Produkt?
Wichtig ist vor allem die richtige Auswahl des Gütesiegels. Denn: Weder die Bezeichnung „Bio“, noch „Fairtrade“ zeichnen vegane Produkte aus. Auch der Begriff Naturkosmetik ist gesetzlich nicht geschützt. Achten Sie dafür auf das Vegan-Siegel. Es wurde bereits 1944 von der Vegan Society ins Leben gerufen und zeichnet Produkte aus, die keine tierischen Zusätze enthalten und nicht an Tieren getestet wurden. Das BDIH-Siegel setzt seit 2001 auf ausschließlich pflanzliche Inhaltsstoffe aus organischem Anbau, Verzicht auf Tierversuche, Parabene und Silikone. Allerdings können hier tierische Produkte wie Milch oder Honig enthalten sein, da nur auf Zusätze von toten Tieren verzichtet wird. Um also ganz sicher zu gehen, dass rein vegane Zusätze in Produkten enthalten sind, empfiehlt es sich, die Hersteller direkt zu kontaktieren. Auch das Internet bietet Hilfe. Auf Seiten wie codecheck oder barcoo werden Zusatzstoffe genau aufgelistet und entschlüsselt. Auch die Tierhilfsorganisation Peta hat auf seiner Seite vegane Kosmetikprodukte aufgelistet. Mittlerweile haben sogar herkömmliche Pflegemarken wie Balea oder CD einzelne Vegan-Produkte in ihrem Sortiment.

3. Sind vegane Produkte automatisch gut hautverträglich?
Bio klingt zwar gut, kann die Haut aber trotzdem stressen. Pflanzen können nämlich Kontaktallergene enthalten, die zu Juckreiz, Bläschen und Pusteln führen. Tückisch: Die Symptome treten meist erst drei Tage nach der ersten Anwendung auf. Das macht es oft schwierig, die Schuldigen zu identifizieren. Pflanzen, die häufig Allergien auslösen, sind etwa Arnika oder die harmlos klingende Kamille. Besser: Produkte vorher auf ihre Hautverträglichkeit testen, am besten in der Armbeuge. Falls Sie auf eine Creme stark reagieren, bleibt Ihnen allerdings nur eines übrig: Finger weg von diesem Produkt. 


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