Sonnenbrand: Tipps & erste Hilfe gegen den Sonnenbrand

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Kälte, Wasser, Aspirin…
von Julia Wagner
Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Hand aufs Herz, ein Sonnenbrand passiert jedem mal – auch Stars wie Heidi Klum, Kelly Osbourne oder Kim Kardashian. Wetten, dass die eigentlich wissen, wie man sich richtig schützt? Doch wer endlich Urlaub und Sommer satt genießt, übertreibt es eben gerne mal. Und jetzt? STYLEBOOK hat die besten SOS-Tipps bei Sonnenbrand für Sie parat.

Wenn wir an Sommer denken, fällt uns Urlaub, Meer, Strand und Faulenzen ein – aber leider auch Sonnenbrand. Immerhin hatte wohl jeder von uns im Laufe seines Lebens mindestens einen. Doch was genau ist das eigentlich? Ist jeder Sonnenbrand gleich gefährlich? Und kann man noch was retten, wenn es dann doch passiert ist? Wir haben bei der Münchner Dermatologin Juliane Habig nachgefragt.

„Die sogenannte ,Dermatitis solaris‘ entsteht, wenn UV-Strahlen auf die oberste Hautschicht treffen und diese schädigen. Dabei werden körpereigene Botenstoffe aktiviert, die eine Entzündung hervorrufen. An der Haut äußert sich diese je nach Schweregrad mit Rötung bis hin zu Blasen, Schwellungen, Schmerzen und – in sehr schlimmen Fällen – auch Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufbeschwerden bis hin zum Kollaps“, sagt die Ärztin.

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    Foto: Twitter

    Ein seltener Anblick von Topmodel Bar Refaeli (28): Ungeschminkt und mit Sonnenbrand im Gesicht. Trotzdem twitterte sie fröhlich dieses Bild mit den Worten „Good morning people! Bright and early ;)“. Der Visagist dürfte an diesem Tag einiges zu tun gehabt haben

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Warum diese sonnenbedingten Hautrötungen später sogar zu Krebs führen können? „Die UV-Strahlung schädigt die DNA. Das kann die Zelle zwar mit speziellen Reparaturmechanismen auffangen, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Häufen sich diese Schäden, kann es zu Veränderungen der Zellbiologie und zum Wachstum von Tumoren kommen“, erklärt Juliane Habig.

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Deswegen gilt es, Sonnenbrände unbedingt zu vermeiden. Sollten Sie es mit dem Brutzeln am Strand trotzdem übertrieben haben, haben wir für Sie ein paar heilende Tipps parat.

1. Kühlen
Kälte lindert den Schmerz und hemmt die Entzündung. Eis oder ein Coolpack aus dem Tiefkühlschrank ist aber zu frostig und schädigt die Haut zusätzlich. Besser: kühl duschen oder kalte Umschläge auflegen. Das entzieht der Haut die übermäßige Hitze. Auch Quark und Joghurt aus dem Kühlschrank haben eine erfrischende Wirkung und spenden obendrein Feuchtigkeit. Sie können entweder direkt auf die Haut aufgetragen werden oder Sie tränken ein Geschirrtuch in Buttermilch, Milch oder Joghurt und legen es für zehn bis 20 Minuten auf.
 
2. Pflegen
Die Haut braucht jetzt dringend Feuchtigkeit. Zarte After-Sun-Lotionen mit Zusätzen wie Aloe Vera, Panthenol, Hamamelis oder Thermalwasser beruhigen die Haut. Sie sollten aber keinesfalls fetthaltige Öle oder Cremes verwenden, da diese einen Film auf der Haut bilden, der die Heilung einschränken kann. Sie reizen die verbrannte Haut noch mehr und können zum Hitzestau führen. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Produkte möglichst wenig Duft- und Konservierungsstoffe und keine Emulgatoren enthalten, um weitere Reizung oder allergische Reaktionen zu vermeiden.
 
3. Trinken
Die Haut verliert aufgrund eines Sonnenbrands viel Flüssigkeit und der Kreislauf wird stark belastet. Deshalb sollte man genug trinken, vor allem Wasser.
 
4. Symptome bekämpfen
Im Akutfall hilft Aspririn. Acetylsalicylsäure wirkt nämlich entzündungshemmend und schmerzlindernd. Das hilft jedoch nur gegen die Symptome, denn das Medikament heilt weder den Sonnenbrand noch mildert es die entstandenen Schäden.
 
5. Arzt aufsuchen
Ist die Rötung sehr ausgeprägt und schmerzt die Haut stark, treten Bläschen und/oder Fieber auf, sollten Sie schleunigst einen Arzt aufsuchen und nicht selbst Doktor spielen.
 
6. Sonne meiden
In der Regel ist ein Sonnenbrand nach einer Woche abgeklungen. In dieser Zeit ist es besser, die Sonne zu meiden und sich mit richtiger Kleidung (Sonnenhut, langärmeliges T-Shirt) und hohem Lichtschutzfaktor zu schützen. Die pralle Mittagssonne sollte sowieso stets gemieden werden, ob mit oder ohne Rötungen.


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