Autsch, Sonnenbrand!
Die 10 häufigsten Fehler beim Sonnenschutz

Hilfe, Sonnenbrand! Dabei hab ich mich doch mit Lichtschutzfaktor 30 eingecremt. Damit Ihnen das nicht mehr passiert, haben wir die zehn häufigsten Fehler beim Sonnenschutz aufgelistet.

1. Sie tragen zu wenig Sonnencreme auf

Bei Sonnencreme gilt: Zu viel ist besser als zu wenig. Egal ob Sie eine Lotion, ein Spray oder ein Gel verwenden, die Regel bleibt immer die gleiche: Sie müssen Sonnencreme reichlich und oft auftragen. Pro Eincremen von oben bis unten sollten Sie 30 bis 35 Milliliter benutzen. Hilfestellung: Wenn Sie eine 100 ml-Flasche haben, sollte die Menge für dreimal Auftragen für den kompletten Körper reichen. Nützlich ist auch die Zwei-Finger-Regel: Zeige- und Mittelfinger rausstrecken und auf beide Finger jeweils einen Streifen Creme auftragen. Und dann: Zwei Finger für Kopf und Hals, zwei für Brust und Bauch, zwei für jeden Arm, zwei für die Oberschenkel, zwei für die Unterschenkel...

  • Katie Cassidy

    Foto: splash news

    Einen fiesen Sonnenbrand hat man sich schnell eingefangen. Tipp an Schauspielerin Katie Cassidy (28, „Arrow“) beim Baden in Miami: für ein paar Tage die Sonne meiden, damit sich die Haut wieder beruhigen kann

2. Sie cremen zu spät

Wichtig ist auch das Wann. In der Regel sollte Sonnencreme immer eine halbe Stunde bevor Sie in die Sonne gehen, aufgetragen werden. Die Wirkstoffe brauchen Zeit, um vollständig in die Haut einzudringen.

3. Sie cremen nicht nach

Beim Strandtag kann sich der Sonnenschutz durch Faktoren wie Schwitzen, Schwimmen oder Abrieb schneller verringern als Sie denken. Also öfters nachcremen!

4. Sie liegen zu lange in der sonne

Morgens eincremen und bis abends in der Sonne brutzeln – dann sollten Sie sich über Sonnenbrand nicht wundern. Ganz wichtig: Niemals unbegrenzt sonnenbaden, egal, wie hoch der Lichtschutzfaktor (LSF) ihrer Sonnencreme ist. Als Orientierung: Benutzen Sie Lichtschutzfaktor zehn, verzehnfacht sich die Zeit, die Sie in der Sonne bleiben können. Für Hauttyp 1 (sehr hell, Eigenschutz 10 Minuten) bedeutet das etwa 100 Minuten. Sind Sie Typ 2 – wie die meisten Mitteleuropäer – 200 Minuten, und so weiter. ABER: Diese Zeitangaben sind  theoretische Werte und gelten nur, wenn Sie sich optimal eingecremt haben. ACHTUNG: Ihre Sonnenschutzzeit verlängert sich nicht, wenn Sie nachcremen. Sie fangen nicht wieder bei Null an, sondern müssen die Zeit, die Sie schon in der Sonne waren, abziehen. 

5. Sie vergessen bestimmte Körperteile

Sonnenterrassen wie Nase, Ohren, Schultern brauchen besondere Aufmerksamkeit und eine extra Portion Sonnenschutz. Am meisten vergessen wird der Fußrücken! Und auch die Rückenmitte ist oft allein schwierig zu erreichen. Sollten Sie allein am Strand sein, müssen Sie entweder den Mut aufbringen und jemanden darum bitten, diese Stelle einzucremen oder entsprechend bedecken. Und natürlich die Kopfhaut. Es gibt zwar spezielle Sprays und Shampoos, und Sonnencreme will sich niemand auf die Kopfhaut schmieren. Am besten schützt hier eine Kopfbedeckung. Die deckt auch gleich die Haare ab, die zwar keinen Sonnenbrand kriegen, aber austrocknen können. Auch Augen brauchen unbedingt Schutz, also immer eine Sonnenbrille tragen.

6. Sie nehmen das falsche Produkt

Make-up mit LSF ersetzt beim exzessiven Sonnenbaden nicht die Sonnencreme. Make-up- und Tagespflege-Produkte mit eingebautem Sonnenschutz sind ok für den Alltag – bei intensiver Sonneneinstrahlung im Hochsommer, am Strand oder beim Wandern in den Bergen reichen diese nicht. Laut Experten müsste man die siebenfache Menge dessen, was Sie normal an Makeup auftragen, verwenden, um den ganzen LSF des Produkts zu erhalten.

7. Sie benutzen Sonnencreme falsch

Wer außer Sonnenschutz noch eine Tagespflege, ein Serum und Make-up benutzt, muss unbedingt folgende Reihenfolge beachten, damit die Sonnenpflege wirken kann: 1. Tagespflege und/oder Serum!. 2. Sonnenschutz! 3. Make-up!

8. Sie cremen sich nur in der Sonne ein

Nur weil Sie nicht am Strand liegen, müssen sie keinen Sonnenschutz auftragen? Irrtum! Der Sonne ist es egal ob sie am See sonnenbaden oder durch die Stadt laufen. Selbst im Schatten kommen immer noch 50 Prozent der UV-Strahlung an. Was viele nicht wissen: Die UV-Strahlung ist bei bewölktem Himmel oftmals größer als bei strahlendem Sonnenschein, besonders wenn die Sonne an den Wolkenrändern hervorscheint, ist die Wirkung enorm. Experten empfehlen, Gesicht und Hände ab Ende März täglich mit einem Lichtschutzfaktor zu schützen. Ihre Eigenschutzzeit verdoppelt sich im Schatten, ist aber trotzdem begrenzt. Die gute Nachricht ist dafür, dass Sie auf Dauer auch im Schatten braun werden.

9. Sie benutzen keinen UV-Schutz unter der Kleidung

Ein T-Shirt oder eine Bluse schützt nicht vor Sonnenbrand. Textilien bieten ca. einen LSF 7. Man sollte somit auch unter Textilien Sonnencreme auftragen, sobald man sich lange in der Sonne aufhält.

10. Sie nehmen Medikamente

Ein wichtiger Fakt, der kaum beachtet wird. Bestimmte Medikamenten können die Haut sensibler gegenüber Sonne machen. Man spricht dann von Photosensitivität, die Sonnenbrand und/oder eine Sonnenallergie hervorrufen können, auch wenn Sie sich ordentlich eingecremt haben. Dazu zählen z. B. Johanniskraut-Präparate, einige Antibiotika, Anitdepressiva, Schmerzmittel mit Ibuprofen u. v. a. Hier bleibt wohl oder übel nur eine Maßnahme: Raus aus der Sonne, ab in den Schatten. Schließlich wird man das Medikament nicht extra absetzen für den Sonnenteint. Auch kosmetische Produkte mit Retinol und Fruchtsäuren unbedingt jetzt meiden. Ein guter Apotheker und Arzt sollte darauf im Sommer stets hinweisen.

Medizinische Beratung: Dr. Reinhard Mrotzek.

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