So bereiten Sie Ihre Haut auf die Sonne vor
Darum sollten Sie nicht im Solarium vorbräunen

Wir haben ja schon fast nicht mehr daran geglaubt, aber nun ist der Frühling da und beschert uns endlich Sonnenschein. Der kommt, nach den langen grauen Wintermonaten, auch für die Haut überraschend. Was sie nun braucht, um nicht vor lauter Schock mit Sonnenbrand zu reagieren, und was man gerade jetzt unbedingt vermeiden sollte, lesen Sie hier.

Gehören auch Sie zu den Deutschen, denen der überraschende Sonnenschein der vergangenen Tage ins Gesicht geschrieben war – sprichwörtlich, mit einer stark geröteten Nase und Stirn? Den Schaden hätten Sie Ihrer armen Haut ersparen können...

  • Alessandra Ambrosio

    Foto: Instagram / alessandrambrosio

    Brasilianerin Alessandra Ambrosio (35) ist ganzjährlich tolles Wetter gewöhnt und weiß garantiert, wie sie ihre Haut vor Sonnenstrahlen schützt

Hier die 7 brennendsten Fragen zum Thema Sonnenschutz im Frühling:

1. Warum ist die Sonne gerade jetzt im Frühling so tückisch?
„Weil sie unterschätzt wird,“ so Dr. med. Sabine Zenker, Dermatologin aus München. Die meisten Menschen haben das Thema Hautschutz so früh im Jahr noch kaum auf dem Schirm. Dass der kalendarische Sommerbeginn noch in weiter Ferne liegt, bedeutet aber nicht, dass es im Moment wenig UV-Belastung gibt. „Wir Dermatologen empfehlen daher dringend, das ganze Jahr über eine Creme mit UV-Schutz zu tragen.“

2. Viele bräunen aktuell im Solarium ihre Haut vor. Ist das zu empfehlen?
Aus dermatologischer Sicht auf keinen Fall. Wie Frau Dr. Zenker erklärt, schadet jeder Aufenthalt an der (echten oder künstlichen) Sonne den Hautzellen gleichermaßen, ein schützendes „Vorbereiten“ kann es also nicht geben. „Im Gegenteil. Würde man jetzt ins Solarium gehen, wäre die Menge der Gesamtexposition insgesamt verlängert.“

3. Wie kann ich meine Haut sonst in Sommer-Stimmung bringen?
Verschiedene Hautärzte empfehlen besonders hellhäutigen Menschen und solchen, die sehr lange nicht in der Sonne waren, Astaxanthin- oder Carotinoid-haltige Kapseln einzunehmen. Aufgrund ihrer starken antioxidanten, entzündungshemmenden Wirkung sollen sie einen Sonnenbrand im Vorfeld vermeiden. „Allerdings sind sie kein Ersatz für Sonnencreme,“ warnt Frau Dr. Zenker. Zudem gebe es große Unterschiede in der Qualität. Am besten, Sie informieren sich ausführlich in der Hautarztpraxis Ihres Vertrauens.

4. Muss ich bereits im Frühling anfangen, Sonnenschutz zu verwenden?
„Spätestens jetzt. Vielmehr sollten Sie ab sofort damit anfangen, täglich einen Lichtschutz zu verwenden, und zwar ganzjährlich,“ rät Dermatologin Zenker. Inzwischen gibt es zwar verschiedene Gesichtspflegen, die über einen gewissen Lichtschutzfaktor verfügen, dann aber meist nur LSF 15. Und bei stärkerer UV-Belastung reicht dieser Wert nicht aus. Der traurige Grund für das wachsende Bewusstsein über die Notwendigkeit von Sonnenschutz: Der nachweisliche Zusammenhang zwischen Sonnenexposition und Zellschädigung, die früher oder später zu krankhaften Hautveränderungen wie Hautkrebs und dessen Vorstufen führen können.

5. Wie ist es bei weniger sonnenempfindlichen Hauttypen?
„Nicht anders,“ weiß die Expertin. Auch wenn Sie gefühlt weniger zu Sonnenbrand oder Rötungen neigen, sollte Ihre Haut adäquaten UV-Schutz bekommen. Insbesondere, wer schon viel Zeit an der Sonne verbracht hat, sprich wessen Haut schon eine hohe UV-Dosis abbekommen hat, sollte auf einen konsequenten Sonnenschutz setzen. „Das ‚UV-Konto‘ läuft irgendwann über“, warnt Frau Dr. Zenker. Die Folge: irreversible Hautschäden, schlimmstenfalls Krebs.

6. Ist es egal, welche Sonnencreme ich jetzt benutze?
Nein! Wählen Sie am besten eine, die zum Hauttyp passt, also je nachdem ob Sie zu trockener oder stark fettiger Haut neigen. Selten kann es, wie bei anderer Hautpflege auch, zu Unverträglichkeiten kommen. Probieren Sie also am besten das Produkt eines Herstellers aus, mit dem Sie in der Regel gute Erfahrungen gemacht haben. „Auf jeden Fall nicht die alte, abgelaufene Tube vom letzten Jahr verwenden,“ rät die Expertin, „der Lichtschutzfaktor und damit der UV-Schutz könnten unwirksam sein.“

7. Was sollte ich jetzt vor dem Sommer sonst noch vermeiden?
Beispielsweise die Anwendung Fruchtsäure-haltiger Cremes. Sie eignen sich zwar gut bei Unreinheiten, können aber bei empfindlicher Haut durch eine Wechselwirkung mit den Sonnenstrahlen Flecken auf der Haut hinterlassen. Und: „Sprühen Sie Ihr Parfüm ab jetzt besser auf Ihre Kleidung und nicht auf die Haut“, so die Empfehlung der Ärztin, „bei Kontakt mit der Sonne können unschöne Pigmentstörungen oder sogar Allergien entstehen.“

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