Achtung, gefährlich!
Selfies machen Falten

Ein Tag ohne Handy ist für viele kaum noch vorstellbar. Es wird gewischt, geklickt und Fotos geknipst was das Zeug hält. Doch Smartphones machen uns nicht nur abhänging, sondern auch alt. Wie das und was wir dagegen tun können...

Bei einem Dermatologen-Kongress vergangene Woche in London wurden sicherlich die Handys ganz erschrocken beiseite gelegt als Dr. Simon Zokaie sagte: „Alle, die viele Selfies machen sowie Blogger sollten besorgt sein. Die Strahlung von Handy-Displays kann unsere Haut zerstören.“

  • Petra Nemcova

    Foto: getty images

    Klick und Falten. Ob Model Petra Nemcova schon von der Altersbeschleunigung ihres Handy-Displays weiß?

Laut dem britischen „Telegraph“ beschreibt der Dermatologe der Linia Skin Clinic in London in seinem Vortrag aus seiner täglichen Praxis, wie die Haut extreme Alterserscheinungen zeigt von Patienten, die viele Selfies machen und extrem viel aufs Handy starren. Die Folge: Falten, Pigmentstörungen und Unreinheiten. Dr. Zokaie warnt: „UV-Schutz bringe hier nichts.“

Schlimmer als Sonne?
Grund dafür sei das sogenannte, blaue, hochenergetische HEV-Licht (High Energy Visible), welches von den Displays wie auch von Computerbildschirmen ausgestrahlt wird. Dieses rege die Melaninproduktion an (verantwortlich für Alters- und Pigmentflecken) und zerstöre die Collagen-Struktur der Haut, bestätigt Joshua Zeichner, Juniorprofessor an der Hautklinik des Mount Sinai Medical Centers in New York in „Allure“. Auch für die Augen sei das blaue HEV-Licht schädlich.

Derzeit werde an technischen wie auch kosmetischen Lösungen geforscht so die Mediziner. Auch, ob HEV- oder UV-Strahlung schädlicher ist. Scott Dunbar, Dermatologe in New York, gibt in „Allure“ Entwarnung: „Auch wenn ein Anti-Aging-Effekt von HEV-Licht ausgeht, ultraviolette Sonneneinstrahlung ist viel schädlicher für die Haut und die Entstehung von Hautkrebs...“

Wie kann ich mich schützen?
Natürlich will niemand mehr auf sein Handy verzichten. Aber es gibt ein paar technische Tricks, um die schädliche HEV-Licht-Strahlung zu minimieren:
• Wer über ein iPhone und die neue iOS 9.3-Software verfügt, kann die „Night Shift“-Funktion aktivieren. Diese reduziert die Blautöne im Display.
• Es gibt spezielle Folien für Desktop-Rechner, Tablets und Smartphones, die einfach aufs Display geklebt werden und so das HEV-Licht teilweise herausfiltern.
• Für Android-Geräte gibt es jede Menge Blaulicht-Filter-Apps, die die HEV-Anteile reduzieren können.

Gibt es keine Creme?
Wie bereits Dr. Zokaie bemerkte: Normaler UV-Schutz bleibt gegen HEV-Licht wirkungslos. Antioxidantien oral eingenommen, können geschädigte Haut regenerieren, Produkte gegen Hyperpigmentierung können Altersflecken reduzieren. Derzeit wird noch an wirksamen Produkten, die vor dem blauen HEV-Licht schützen, geforscht. Erster Ansatz: der Wirkstoff Liposhield®, ein Melanin-Derivat, enthalten u. a. in den Produkten „Heliocare 360°“ der deutschen Firma IFC und im „Sunshield Superfluid“ von Soap & Glory.

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