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Schlank aber schwabbelig
von Laura Pomer
Leiden Sie auch an „Skinny Fat“?

Wer angezogen super-schlank, ohne Kleidung aber überraschend teigig aussieht, ist „skinny fat“. Klingt komisch?! STYLEBOOK.de erklärt, was dahinter steckt und was man dagegen tun könnte.

Frauen, die zur Feiertagssaison auf Plätzchen, Gans und Klöße verzichtet und auch darüber hinaus strikte Diät gehalten haben, um besonders schlank ins neue Jahr zu gehen, wundern sich wohl nicht schlecht, wenn statt straffer Formen ein hängender Po und Schwabbelbauch zurückbleiben. Dabei könnte ausgerechnet die Abnehmkur zum Phänomen „Skinny Fat“ (z.Dt.: „dünnes Fett“) beigetragen haben.

Probleme durch „Skinny Fat“
Menschen, die „skinny fat“ sind, machen optisch einen sehr schlanken Eindruck und wirken auf den ersten Blick fit. „Sie haben aber trotzdem zu viele Fettzellen im Körper“, erklärt Personal Trainerin und Ex-Olympiaschwimmerin Micha Østergaard (29). Im Verhältnis ist der Anteil an Muskeln geringer als der vom Fett, das Bindegewebe ist obendrein relativ schwach. Die Folge: Es wabbelt an Hintern und Bauch sowie an den Beinen und Armen – auch Cellulite lässt hier nicht lange auf sich warten.

  • Kate Moss

    Foto: Splash news

    Man kann sicherlich nicht behaupten, Model Kate Moss (42) sei dick. Wenn der Körper aber mega-schlank ist und trotzdem schwabbelt, nennt man das skinny fat

„Skinny Fat“ ist auch gesundheitlich bedenklich: Schließlich braucht der Mensch Muskeln für eine gute Körperhaltung und um so lange wie möglich schmerzfrei zu leben. Nicht zuletzt beugt eine stabile Rückenmuskulatur Bandscheibenproblemen vor, starke Oberschenkelmuskeln schützen die Knie.

Dicke sind oft gesünder
Das Vorurteil, dass Übergewichtige ungesund leben und sich gehen lassen, trifft längst nicht immer zu. „Viele kräftigere und dickere Menschen tun in Wahrheit einiges für ihre Gesundheit. Sie ernähren sich gut, jagen beim Sport regelmäßig ihren Puls hoch und fordern ihre Muskulatur.“ Entsprechend sind sie oft sind besser trainiert und haben sogar einen gesünderen Körperfettanteil und günstigere Blutwerte, als sehr Schlanke mit ‚Skinny Fat‘. 

Ursachen von „Skinny Fat“
Vor allem können harte Crash-Diäten zu „Skinny Fat“ führen. Wenn der Körper sehr schnell an Gewicht verliert, bauen sich als erstes die Muskeln ab. Selbst beim Sport – laut Østergaard übrigens das A und O für einen gesunden Körper – kann man entsprechend einiges falsch machen. So wird beim Joggen oder Spinning viel Fett verbrannt. „Zu einem umfassenden Trainingsprogramm gehören aber vor allem Muskelaufbauübungen, die oft vernachlässigt werden.“

Unsere 3 Tipps gegen „Skinny Fat“:

1. Fast Food streichen!
Østergaard warnt insbesondere vor Alkohol, stark verarbeiteten Lebensmitteln und Junk Food. Speisen mit „versteckten Zuckern“ (wie Weißbrot oder Fertiggerichte) und Frittiertes fördern Fetteinlagerungen. Die Trainerin rät daher zu „sauberem Essen“, dessen Herstellung Sie idealerweise selbst in Hand hatten. Stark verarbeitete Lebensmitteln mit undurchsichtigen Zusätzen bitte so gut es geht meiden.

2. Satt essen!
Hungern ist keine Lösung: Vor Schock und um Reserven für noch schlechtere Zeiten zu horten, setzt der Körper Fettpölsterchen an. Achten Sie daher auf eine gesunde, idealerweise eiweißreiche Ernährung – Proteine sind von großer Bedeutung, um Muskeln aufzubauen und zu versorgen. Die Fitness-Expertin rät dringend davon ab, das Frühstück auszulassen. „Dadurch laufen Sie Gefahr, am Abend viele und die falschen Kalorien zu sich zu nehmen.“

3. Bewegen Sie sich!
„Jeder Mensch sollte mindestens zweimal pro Woche Sport treiben“, weiß Østergaard. Schwimmen, Kampfsport oder Leichtathletik sind ideal, da dabei verschiedene Muskeln beansprucht werden und die Fettpölsterchen gleichzeitig purzeln. Wer zur Jogger- und Radlerfraktion gehört, sollte nach dem Training noch etwa 10 Minuten Kraftübungen nachlegen; beispielsweise Liegestütze, Kniebeugen und Crunches. 

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