Welche verklumpt? Welche verleiht lange Wimpern?
von Stephanie Beckmann
STYLEBOOK testet die aktuellen Mascaras

Gab es in der letzten Saison sogar Diskussionen, ob getuschte Wimpern nicht antiquiert sind oder alt machen und Puppengesichter zaubern, will jetzt schon keiner mehr was davon wissen. Zu Recht! Den romantischen bis dramatischen Augenaufschlag vermag kein Lidschatten alleine zu erzeugen – deshalb hat STYLEBOOK die aktuellen Mascaras mal getestet!

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    Foto: PR

    „Volume Mascara“ von Dr. Hauschka, ca. 17,50 Euro

    Favorit von Karen Gottschild. DER ERSTE EINDRUCK: Riecht angenehm „bio“ nach Rosen. Die Konsistenz ist perfekt: nicht zu flüssig, nicht zu fest, keine Klumpen. Der Stift hat eine gerade Form, praktisch für jedes Schminktäschchen. DER TEST: Da es sich um eine echte Bürste handelt, ohne Schwingung und Biegung, lässt es sich leicht auftragen. DER EFFEKT: Die Wimpern werden leicht verlängert und wirken natürlich. FAZIT: Mein Favorit, weil sie einen eleganten Effekt erzielt, leicht auf- und abzutragen ist und sehr hautverträglich ist. Tolles Produkt! NOTE: 2+

Mascara... alleine der Name klingt betörend! Aus dem Italienischen stammend, bedeutet das schöne Wort für Wimperntusche soviel wie „maskiert“. Keine ganz weit her geholte Ableitung, es soll Menschen geben, die sich „oben ohne“ nicht aus dem Haus trauen.

Denn nur die wenigsten sind mit vollen, langen, schwungvollen und vor allem schwarzen Wimpern gesegnet. Im Gegenteil: Sogar Dunkelhaarige weisen meist einen hellen Wimpernkranz auf, was die kleinen Härchen optisch verkürzt. 

Dagegen hilft nur eins: tuschen! Das „Kosmektikprodukt zum Färben, Verlängern und Betonen der Wimpern“ – so die treffende Beschreibung bei Wikipedia – kommt in immer variantenreicheren Ausführungen daher. Sowohl Textur als auch Bürstchen und die Aufmachung des Stifts werden immer ausgeklügelter und hören auf so kreative Namen wie „Big and Beautiful Boom Mascara“ von Astor oder „Eyes to Kill“ von Armani.

Bestanden die ersten Prototypen aus einem Kohlenstaub-Vaseline-Mix, sind heute Ingredienzien wie Öle, Wachse und Pigmentierungen, Nylon und Seide, Duft- und Konservierungsstoffe gängig. Die Bürstchen sind dick, dünn, fein- oder grobborstig, asymmetrisch oder gebogen und der Applikator glänzt in Schwarz, Silber, Gold oder ist bunt.

Doch worauf kommt es wirklich an bei der Mascara, und wie trägt man sie auf? Stylist Patrick Mai aus Hamburg hat bereits für Marken wie Herr von Eden und Künstler wie Deichkind gearbeitet. Er sagt:

„Die Konsistenz darf nicht klumpen, das führt zu den unschönen, sogenannten Fliegenbeinen. Am besten setzt man das Bürstchen ganz nah am Lid an und führt es in leichten Zick-Zack-Bewegungen nach oben. Zwei Mal auftragen sollte genügen. Um die Haltbarkeit der Tusche zu bewahren, bitte den Applikator nicht mehrfach in den Stift pumpen, das gibt Luftblasen und die Mascara trocknet aus. Tolle Effekte für mehr Abwechslung: Auch mal dunkelblaue oder purpurne Töne ausprobieren!“

12 Mascaras wurden von STYLEBOOK getestet und bewertet. Unsere ganz eigenen Erfahrungen mit der Tusche vor dem Spiegel haben wir jeweils in einem Steckbrief festgehalten – in der Bildergalerie!

Fazit: Ob Bio oder High-Class-Label – man darf schon etwas mehr ausgeben für den optimalen Augenaufschlag. Aber es gibt auch tolle Produkte in der Mittelklasse.

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