Robyn Lawley will keine Plus-Size-Ikone sein
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Model Robyn Lawley will keine Plus-Size-Ikone sein
von Thomas Helbing
Die Geister, die sie rief

Das Model Robyn Lawley (24) ist das derzeit berühmteste XL-Model der Welt und eine Plus-Size-Ikone. Dabei will sie diesen Stempel gar nicht aufgedrückt bekommen, wie sie jetzt in einem Interview verriet. Demnach haben nicht die Frauen ein Figurproblem, sondern die Mode.

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    Foto: PR

    Sie hat ein wenig „Schuld“ daran, dass der Plus-Size-Hype ausgebrochen ist. Robyn Lawleys Kurven sind gut gebucht, wie aktuell für das britische Dessous-Label Boux Avenue

Robyn Lawley ist stolze 1,88 Meter groß und trägt Kleidergröße 40. Das ist in der Modebranche üblicherweise ein Ausschlusskriterium – bei ihr ist es ein dickes Plus. Mit ihrem berühmten Körper hat sie es zum Werbevertrag mit Ralph Lauren, aufs Cover von „Marie Claire“ und „Vogue Italia“ sowie zur Plus-Size-Ikone geschafft. Dank ihr ist die ganze Modewelt verrückt nach Kurven.

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Doch so richtig gut findet Lawley das nicht!

Im Interview mit dem „Guardian“ sagte sie jetzt, dass der aktuelle Plus-Size-Hype auch nicht besser sei als der frühere Magerwahn. „Es gibt keinen Unterschied, ob du nun sagst, du bist zu dick oder zu dünn. Frauen sollten nicht nach ihrem Gewicht beurteilt werden“, sagt Lawley.

Ihrer Meinung nach sei es gefährlich, dem weiblichen Körper Labels wie „mager“, „üppig“, „kurvig“ usw. zu verpassen. Oder noch schlimmer: Ein bestimmtes Maß zur Mode zu machen. Deshalb lehne sie es ab, Vorbild für einen bestimmten Typ zu sein.

Außerdem fordert sie im Interview die Modewelt und Designer auf, zu zeigen, dass Körper in allen Formen existieren und schön sind. Lawley: „Alles, was man auf dem Laufsteg sieht, sind magere, weiße, 16-jährige Mädchen. Das muss aufhören.“ Andernfalls, so Lawley, wird es bei uns auch künftig in Sachen Körperwahrnehmung gehörig schief laufen.


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