Doppelkinn? Wird weggeschminkt!
So gelingt das perfekte Contouring-Make-up

Dass man sein Make-up heutzutage nicht mehr einfach so aufträgt, dürfte seit Contouring-Queen Kim Kardashian (35) kein Geheimnis mehr sein. Doch wie bekommen auch Nicht-Stars ohne Hilfe von Stylisten ein perfekt modelliertes Gesicht hin? L'Oreal Paris Make-up-Artist Miriam Jacks (32) erklärt STYLEBOOK.de, worauf es dabei ankommt.

Zaghaft taucht endlich die Frühlingssonne auf, da suchen wir auch schon wieder Schatten – und zwar im Gesicht. Dank Kim Kardashian, beziehungsweise ihrem persönlichen Make-up-Artist Mario Dedivanovic, sind Stars und Normalos auch 2016 weiterhin verrückt nach dem weiß-braunen-Strichgesicht. Denn nie war es einfacher, Problemstellen wie ein Doppelkinn oder einen breiten Zinken einfach wegzuschminken!

L'Oreal Make-up-Artist Miriam Jacks erklärt Step by Step, wie Contouring funktioniert:

1. Was bringt eigentlich Contouring?
Miriam Jacks: „Beim klassischen Contouring werden bestimmte Partien im Gesicht durch unterschiedliche Make-up- und Puderfarben hervorgehoben oder eben zurückgedrängt. Kleine Makel lassen sich somit im Nu wegzaubern. Das Gesicht wirkt noch ausdrucksstärker. Je heller die Farbe, umso mehr wird die Stelle betont – und umgekehrt.“

2. Eignet sich Contouring für jede Gesichtsform?
Miriam Jacks: „Auf jeden Fall. Man kann jedes Gesicht mit einem gezielten Contouring perfekt optimieren. Je nach Gesichtsform werden die hellen und dunklen Flächen dementsprechend angepasst. Ein längliches Gesicht zum Beispiel wird optisch verkürzt, indem dunkles Puder entlang des Haaransatz und auf die Kinnpartie aufgetragen wird.“

  • Eckige Gesichtsform

    1/4

    Foto: PR/L'Oreal Paris

    1. Eckiges Gesicht:

    Bei dieser Gesichtsform sind die eher niedrige Stirn und der kantige Kiefer gleich breit. Mit dem passenden Contouring sieht das eckige Gesicht viel weicher aus

3. Was sind die besten Tricks für Anfänger?
Miriam Jacks: „Schmink-Beginner fangen erst einmal damit an, nur die Wangen zu konturieren. Und das geht so: Zunächst wird das Gesicht mit einer Foundation in einem etwas helleren Hautton als dem eigenen grundiert. Anschließend das Jochbein ertasten und mit einem Pinsel einen dunkleren Puderton unterhalb (ganz wichtig!) des Wangenknochen auftragen. Je weiter der dunkle Ton nach vorne hin ausschattiert wird, umso schmaler wirkt das Gesicht. Anschließend wird mit einem Blender oder einem Pinsel alles in die Foundation eingearbeitet. Anfänger verwenden am besten erst einmal einen Bronzer, das wirkt natürlicher.“

4. Was muss man beim Contouring unbedingt beachten?
Miriam Jacks: „Wichtig ist es, mit der Farbe nicht zu weit abzusacken – das wirkt schnell unnatürlich. Und immer von hinten nach vorne ins Gesicht hineinschattieren. Ein Rouge sollte auf jeden Fall anschließend noch über die Wangen verteilt werden, das lässt den Look natürlich und ebenmäßig aussehen“

  • Conturing-Trend

    Foto: Getty Images

    Contouring gelingt sogar Anfängern. Nicht vergessen: Unbedingt die Übergänge verwischen!

5. Wie viel Zeit sollte man für Contouring einplanen?
Miriam Jacks: „Man sollte nicht zu zaghaft an die Sache ran gehen. Lieber erst einmal  grob auftragen und anschließen mit einem Pinsel die Farbe ausschattieren. Ansonsten dauert es zu lange und das Ergebnis ist kaum sichtbar. Wenn man erst einmal den Dreh raus hat, geht es ganz schnell. Es bedarf am Anfang nur ein bisschen Übung.“

6. Welche Produkte benötigt man?
Miriam Jacks: „Ein gutes Contouring- (um Tiefen zu setzen) und Highlighting-Produkt (um Höhen auszuarbeiten) sind unabdingbar. Ob dabei cremige, pudrige oder flüssige Produkte verwendet werden, hängt vom individuellen Hauttyp ab. Auch erforderlich für ein gutes Contouring ist natürlich ein Pinsel. Hier empfiehlt sich am besten ein abgeflachter Make-up-Pinsel oder -Blender. Mit den Fingern das Contourig aufzutragen ist eher schwierig.“

Anzeige

Tolle Contouring-Produkte hier shoppen:


Kommentare


Blogs