Kosmetikriese kooperiert mit Start-up
Kommt jetzt die Haut aus dem 3D-Drucker?

Gemeinsam mit einer 3D-Bioprinting-Firma arbeitet der Kosmetikriese L’Oréal an einer Methode, selbst menschliche Haut anzufertigen – per Druckverfahren.

  • L‘Oréal plant 3D-Drucker für menschliche Haut

    Foto: Getty Images

    Revolution in der Kosmetikforschung? L‘Oréal will künftig per 3D-Drucker Haut herstellen können, um daran neue Beauty-Produkte zu testen

Was klingt wie die Story aus einem Science-Fiction-Film, könnte die reale Kosmetikindustrie revolutionieren – in naher Zukunft. Der Kosmetikkonzern L‘Oréal arbeitet mit Organovo – einem Unternehmen, das auf den 3D-Druck lebender Zellen spezialisiert ist – an einem Gerät, das menschliche Haut drucken kann.

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3D-Drucker soll bald Realität werden
Wie das Modeportal „BusinessOfFashion“ schreibt, bedient sich der Beauty-Konzern seit vielen Jahren technisch-fortschrittlicher Mittel, um in der Forschung auf Tierversuche verzichten zu können. So werde bei L‘Oréal bereits seit den 1980er-Jahren Gewebe „gezüchtet“, auf Basis zur Verfügung gestellter Haut von Kliniken und Praxen, die bei plastischen Eingriffen übrig geblieben sei. Doch bald sind derartige Hautspenden angeblich gar nicht mehr nötig.

3-D Drucker stellt Haut her
In etwa fünf Jahren soll der 3D-Drucker fertiggestellt sein und selbsttätig Haut herstellen können. Diese will L’Oréal zum Erproben von Kosmetika nutzen. Organovo behalte sich die Rechte vor, Proben für medizinische Produkte zu testen oder als Hauttransplantationen zu verkaufen.

Wie vielversprechend die Zusammenarbeit mit Organovo ist, beweist eine Erfolgsmeldung von Januar: Da hatte das Unternehmen bekannt gegeben hatte, erste menschliche Leberzellen per 3D-Druckverfahren hergestellt zu haben.

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