Kurvig, groß und klein statt mit Wespentaille
Wie es Barbie aufs Cover von „Time“ schaffte

Groß, blond und megadünn war gestern! Jetzt ist Schluss mit dem falschen Frauenbild, das Barbie bisher vermittelte! Zum ersten Mal in der Geschichte von Mattel wird es die Puppen mit einem realistischen Körperbau geben. Und mit diesen Maßen schaffte es Barbie sogar aufs Cover des „Time”-Magazines.

Was wurde die Barbie-Puppe in der Vergangenheit verteufelt! Zu dünn sei sie, mit völlig unrealistischen Maßen! Kein Wunder, dass kleine Mädchen im Teenie-Alter dem Schönheitswahn verfallen – so lautete zumindest das kritische Argument überbesorgter Mütter und Väter. Jetzt können Eltern endlich aufatmen.

Endlich ist Barbie eine von uns
Nachdem 1980 die ersten schwarzen, hispanischen und asiatischen Barbies eingeführt wurden, findet nach über 36 Jahren eine weitere, gewaltige Umwälzung im rosa Barbie-Land statt: Zum ersten Mal wird es vier verschiedene Barbietypen mit unterschiedlichem Körperbau geben. Neben der klassischen Blondine mit großen Brüsten und Wespentaille, gibt es auch eine zierliche Barbie, eine größere Barbie und eine kurvige Barbie.

  • Barbie

    Foto: Barbie® Fashionistas® Line

    Ab März 2016 werden zum ersten Mal in der Barbie-Geschichte die Puppen mit realistischen Maßen erhältlich sein: So wird es eine zierliche, kleine sowie eine hochgewachsene Barbie geben...

Schluss mit der Dauer-Diät!
Mit den neuen Puppen verabschiedet sich Mattel nach über 55 Jahren von dem bisherigen stereotypen Frauenbild der Barbie und zeigt damit endlich ein realistisches Frauenbild. „Wir haben die Verantwortung, Mädchen und Eltern eine breitere Auffassung von Schönheit zu präsentieren“, wie Mattel-Managerin Evelyn Mazzocco in einer Pressemitteilung berichtete. Der wahre Grund sollen aber laut der Zeitung „Welt“ stark sinkende Absatzzahlen sein. Die Puppe Elsa aus dem Disney-Film „Frozen“ ist seit einigen Jahren bei Mädchen beliebter als Barbie.

  • Barbie

    Foto: Barbie® Fashionistas® Line

    ... Und eine kurvige Barbie geben. Die perfekte Barbie mit den unrealistischen Maßen bleibt weiterhin im Programm

Mit neuer Figur auf das „Time“-Cover
Und wie kommen die neuen Barbies an? Während Erwachsene begeistert sind und die neue Barbie es sogar auf das Cover des „Time”-Magazines schaffte, ist die eigentlich Zielgruppe noch skeptisch. Eine Reporterin dvon „Time“ durfte einen heimlich laufenden Test besuchen. Eine Siebenjährige fand dabei die kurvige Puppe ulkig und sogar dick, weigerte sich aber, sie als solche zu beschreiben. „Ich möchte ihre Gefühle nicht verletzen“, antwortete sie der Reporterin schüchtern.

  • Barbie auf dem Time-Cover

    Foto: TIme Magazine

    Die neue Barbie mit Speck auf den Rippen kommt gut an. Dank neuer Figur schaffte sie es sogar auf das Cover des „Time Magazine“

Bleibt nur noch die Frage: Wann wird es Ken mit Bierbauch oder Hühnerbrust geben? Denn die Gleichberechtigung im Kinderzimmer sollte es doch bei beiden Puppen-Geschlechtern geben.

Ab März 2016 wird es mehr als 30 verschiedene Puppenmodelle geben: Die vier Körpermodelle gibt es außerdem in 7 verschiedenen Hauttönen, 22 Augenfarben, 30 Haarfarben, 24 unterschiedlichen Figuren und 14 unterschiedlichen Gesichtsformen.

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