Bluten bis die Brust schwillt
Jetzt gibt’s das Vampir-Lifting auch für den Busen

Wir erinnern uns noch gut an die Gruselbilder von Kim Kardashian (34) und Model Bar Refaeli (30) mit blutigem Gesicht. Nun sollen Eigenblut-Injektionen, bekannt als Vampir-Lifting, auch den Busen verschönern. STYLEBOOK.de fragte beim Experten nach, ob das Treatment zu empfehlen ist.

Vor zweieinhalb Jahren gehörte Reality-Star Kim Kardashian noch zu den ersten, die das Vampir-Lifting ausprobierten. Kurze Zeit später outeten sich auch andere Promi-Damen, darunter Bar Refaeli und Sängerin Kylie Minogue (47), als Fans der Methode, die Falten mittels Eigenblut-Injektionen aufpolstern soll. Und die soll jetzt auch eine Station tiefer funktionieren.

  • Kim Kardashian

    Foto: Twitter / kimkardsahian

    Völlig „schmerzfrei“ twitterte Kim Kardashian schon 2013 Bilder aus dem Behandlungsstuhl. Ihr Gesicht: deutlich gezeichnet vom Vampir-Lifting

Schön mit blutgeschwellter Brust
So führt Dr. Charles Runels, plastischer Chirurg und nach eigenen Angaben Erfinder des Vampir-Lifting, die Behandlung neuerdings auch am Busen durch. Der Ablauf ist ähnlich: Den Patientinnen wird Blut abgenommen, das daraufhin zentrifugiert wird, also aufgespalten in rote Blutkörperchen und Plasma. Im Anschluss wird das aufbereitete Eigenblut zurück in die Haut gespritzt, die dadurch sofort beginnen soll, sich zu regenerieren. Aber damit nicht genug...

„Wahre Wunder“ durch Eigenblut
Runels will nicht bloß Dehnungsstreifen oder eingefallene, müde Haut vergessen machen: Er wirbt damit, hängende Brüste wieder anheben zu können und auch eingedrückte Brustwarzen wieder zum Stehen zu bringen. Und apropos: „Die Methode bewirkt wahre Wunder auch bei Frauen, deren Gefühlsempfindlichkeit im Brustbereich durch Implantate eingebüßt hat“, versichert der Beauty-Doc, der übrigens auch als Sex-Therapeut tätig ist, gegenüber der britischen „Metro“.

Das sagt der Experte
STYLEBOOK.de sprach mit dem Dermatologen Dr. Timm Golüke, der in seiner Münchener Praxis eine Reihe von Schönheitsbehandlungen anbietet, auch das berüchtigte Vampir-Lifting. Er führt es im Gesicht, an den Händen und auch im Dekolleté durch, also an Stellen, an denen seine Patientinnen sich straffere, verjüngte Haut wünschen. „Durch die Reize der Injektionen und die Wachstumsfaktoren aus dem Serum wird die Regeneration tatsächlich angestoßen,“ erklärt Golüke, „insbesondere unter Zugabe von Hyaluronsäure – eine Weiterentwicklung des Vampir-Liftings. Das unterstützt die Kollagenproduktion zusätzlich.“ Einen „Lifting“-Effekt im wörtlichen Sinne jedoch, also ein „Anheben“ des Gewebes, verspricht er (anders als sein amerikanischer Kollege Dr. Runels) nicht.

Dass die Brustwarzen durch die Injektionen angehoben und stimuliert werden können, hält der Experte zwar für denkbar, aber kaum auszuhalten. Zur Erinnerung: Die Nadel bewirkt eine Verschönerung, indem sie die Haut durch kleine Verletzungen zur Regeneration ‚zwingt‘, also zur Neuproduktion von Zellen. „Und im Bereich des empfindlichsten Brustwarzenhofs sind Einstiche natürlich besonders schmerzhaft.“ Dass Runels mit gesteigerter „Gefühlsempfindlichkeit“ in Wahrheit Schmerzen meinte, ist wohl zu bezweifeln.

Fazit:
Golüke ist überzeugt vom Effekt des Vampir-Liftings – jedoch im Rahmen seiner Möglichkeiten. „Prallere, verjüngte Haut: ja,“ so der Experte. „Hängende Brüste wieder zum Stehen bringen: nein.“

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