Hüftgold, dicke Schenkel, Winke-Fleisch
Was die Pfunde verraten – und wie wir sie loswerden

Hand aufs Herz: Wir alle haben unsere kleinen Problemzonen und HASSEN SIE! Beinahe täglich sagen wir ihnen den Kampf an. Doch Crash-Diäten und versprochene Wundermittel aus der Werbung wirken nicht nachhaltig und frustrieren allenfalls. Was funktioniert wirklich? STYLEBOOK erklärt das vielschichtige Problem.

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    Finden wir uns damit ab: Alle haben Problemzonen. Die Ursachen sind oft triefgründiger als wir glauben. Beruhigend: Gegen jedes Problemzönchen gibt es auch ein Mittel

„Nicht nur die falschen Lebensmittel, sondern auch hormonelle Störungen, Stress und Gifte sind dafür verantwortlich, wo der Körper Fett einlagert“, verrät der Autor und Fitness-Coach James Duigan in „Daily Mail“.

Der Personaltrainer von Supermodels wie Elle Macpherson und Rosie Huntington-Whiteley räumt in seinem Ratgeber „Clean & Lean Diet“ mit einigen Mythen zum Thema Übergewicht auf. Zum Beispiel, dass es keine Pauschallösung beim Abnehmen gibt, da die verschiedenen Makel verschiedene Ursachen haben und somit auch unterschiedlich angepackt werden müssen. Sogar Diät oder Sport könnte kontraproduktiv wirken. Die gute Nachricht: „Mit der richtigen Ernährung und gezielten Übungen lässt sich der Körper überlisten, damit sich an den persönlichen Schwachstellen kein Fett mehr einlagert“, schreibt Duigan. Was wogegen hilft...

Rettungsringe

Ursache: Fett am Bauch ist fast immer stressbedingt. Forscher der renommierten Yale-Universität haben herausgefunden, dass bei Stress vermehrt Cortisol im Körper ausgeschüttet wird. Das regt den Appetit an. Das Gehirn signalisiert dem Körper: Essen, um die Nerven zu beruhigen. Doppelt negativ: Cortisol sorgt außerdem dafür, dass Fett besonders leicht an den „Problemzonen“ anlagern kann. Menschen, die demnach permanent unter Stress stehen, können daher sogar zunehmen, ohne zu essen.
So bekommen Sie's in den Griff: Für Power-Sportmuffel die gute Nachricht: Ausdauersportarten wie Laufen oder Radfahren sind eher ungünstig, da sie ebenfalls die Cortisol-Produktion anregen. Besser: Yoga oder Pilates. Ein dicker Bauch hat viel mit einer schlechten Darmflora zu tun, oft auch mit Lebensmittelunverträglichkeiten wie einer Gluten-Unverträglichkeit oder Laktose-Intoleranz. Kaffee, Alkohol, zu viel Salz und Junk-Food stressen den Körper zusätzlich, sollten also möglichst vermieden werden. Folgende Nahrungsmittel wirken positiv auf den Cortisol-Haushalt: Tierisches Protein aus Huhn und Fisch, rote Beete, Oliven, Avocados, Süßkartoffeln.


Dicke Oberschenkel (Reiterhosen)

Ursache: Hauptsächlich genetisch bedingt.
So bekommen Sie's in den Griff: Die schlechte Nachricht: „Crash-Diäten bringen leider nichts“, stellt James Duigan fest. Die gute Nachricht: Studien haben herausgefunden, dass Fett an den Oberschenkeln nicht so gefährlich ist wie an Bauch und Hüften – da weiter vom Herz entfernt. Kniebeugen und Übungen mit Ausfallschritten wirken positiv und straffend. Ernährungsberater raten dazu, Soja-Produkte zu vermeiden, da diese aufschwemmen und die Produktion des weiblichen Sexualhormons Östrogen anregen. Besser: Alle Arten von Kohl wie Brokkoli, Blumenkohl, Pak Choi, Rosenkohl, Weiß- und Rotkohl. Der darin enthaltene Pflanzenstoff Diindolylmethan soll nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen das Verhältnis von gutem und schlechtem Östrogen besser regulieren und somit den Fetteinlagerungen zu Leibe rücken und sogar vor Krebs schützen.

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Winkefleisch

Ursache: Schlaffes Bindegewebe an den Oberarmen. Leider kann das jede Frau treffen, da die Elastizität bekanntlich mit zunehmendem Alter abnimmt. Umweltgifte begünstigen diesen Prozess ebenfalls.
So bekommen Sie's in den Griff: Sie wollen Oberarme wie Michelle Obama? Dann kommen Sie an Trizeps-Übungen nicht vorbei. Wichtig: Den Gegenpart, also Bizeps, beim Workout nicht vergessen. Bikram-Yoga (Yoga bei 40 Grad Raumtemperatur) fördert das Ausschwitzen von Toxinen und wird deshalb ebenfalls empfohlen. Außerdem helfen Bürstenmassagen, z. B. beim Duschen, um die Durchblutung des Gewebes zu unterstützen.

Love Handles

Ursache: Fettansammlungen an der Hüfte, obwohl man sonst schlank ist, kann ein Hinweis darauf sein, dass der Körper den Blutzuckerspiegel nicht richtig regulieren kann. Stress ist auch hier eine Ursache.
So bekommen Sie's in den Griff: Zuckerkonsum so gut es geht vermeiden, rät James Duigan. Einige Lebensmittel wie Beerenobst, gelbes und rotes Gemüse und grüner Tee stabilisieren zusätzlich den Blutzuckerspiegel. Auch einige Nahrungsergänzungsmittel wie Chrom-Präparate (Gwyneth Paltrow schwört drauf) und Zink (z. B. reichlich in Kürbis enthalten) begünstigen die Insulinrezeptoren. Unterstützend hilft auch hier Bikram-Yoga.

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