Haartrend Buzzcut: Models tragen Stoppelglatze

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In der Kürze liegt die Würze
von Laura Pomer
Wem steht die „Sinéad O’Connor“-Frise?

Lange galten lange Haare als Sinnbild für Weiblichkeit und Schönheit, heute ist das Gegenteil im Trend: der Buzzcut. Die Models der Stunde machen es vor. Wer es nachmachen sollte, weiß STYLEBOOK.de vom Profi.

Was haben Sängerin Alina Süggeler (30) und Sinéad O’Connor (48) gemeinsam? Sie haben den Begriff „Bad Hair Day“ aus ihrem Wortschatz verbannt – ihre Frisur sitzt nämlich immer. Der Buzzcut, also ultrakurz geschorene Haare, waren schon einmal in den Neunzigern in und feiern nun ein fulminantes Comeback, insbesondere auf den internationalen Laufstegen. Und daran ist wohl nicht zuletzt diese Britin Schuld:

  • Ruth Bell

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    Ruth Bell (19) gilt als DAS Model der Stunde – nicht zuletzt dank ihres Buzzcut‘

Ruth Bell setzte den Trend
Eigentlich als Alleinstellungsmerkmal geplant, entschied sich Ruth Bell für den Buzzcut. Der Look verlieh der Newcomerin das gewisse Etwas und machte sie zu einem der meistgebuchten Laufstegmodels der Saison. Das wollten ihren Kolleginnen auch – also, sowohl den Erfolg als auch den Look. So zogen mehr und mehr von ihnen nach und mit dem Langhaarschneider über ihren Kopf.
 
Auf der Tod’s-Schau in Mailand, bei Louis Vuitton und Versace in Paris – auf den Laufstegen dominierten Models mit Stoppelglatze; darunter die Deutsche Kris Gottschalk (23), Niederländerin Soekie Gravenhorst (19) und die begehrten Zwillingsschwestern Giulia und Camilla Venturini (19).

  • Kris Gottschalk

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    Bei Model Kris Gottschalk fiel die Entscheidung zum Buzzcut nach einem Autounfall. Das habe sie für ein breiteres Kunden-Feld zugänglich gemacht, verrät sie im Interview mit „Styleite“. Hier läuft sie für Versace


Kein Wunder, dass mehr und mehr „normale“ Frauen den Look nachahmen wollen. Dass wir nun aber ALLE zum Rasierer greifen, würde der Berliner Friseur Michael Manthei nicht empfehlen. Im STYLEBOOK-Interview erklärte der Profi, worauf bei dem Trend-Look zu achten ist.

► Der Buzzcut steht nicht allen
Frauen mit eckiger Gesichtsform sollten die Finger vom Langhaarschneider lassen. „Dieser radikale Look lässt die Konturen automatisch härter erscheinen, auch schnell burschikos wirken“, warnt Manthei. „Er eignet sich daher eher für Frauen mit runder Kopfform und extrem femininen, weichen Zügen.“ Bevor Sie den Schritt wagen: unbedingt gründlich den Kopf abtasten! „Ein flacher Hinterkopf wäre ein klares Ausschlusskriterium.“

► Es erfordert Mut
„Wer sich den Kopf rasiert, macht sich nackt“, erklärt Manthei. Heißt: Ohne Haare lassen sich keinerlei kleine Makel mehr kaschieren oder strenge Züge weichzeichnen. Wer ein außergewöhnlich hübsches, ebenmäßiges Gesicht hat, brauche nichts zu befürchten.

► Das Styling wird umso wichtiger
Während andere Frauen mit Lockenfrisuren oder geglätteten Haaren ihren Look definieren oder zumindest beeinflussen, können Buzzcut-Trägerinnen das nur noch mit ihrer Kleidung. Umso mehr sollten sie überlegen, bevor sie in die schweren Stiefel schlupfen oder das rockige Top tragen. Ins Gesicht fallende Strähnchen oder ein Zopf, um das Gesamtbild abzumildern, gibt es jetzt nicht mehr.

► Es ist KEINE Frisur
Den Langhaarschneider auf drei Millimeter einstellen und über den ganzen Kopf ziehen – dafür braucht es keinen Friseur, versichert Manthei. Es handele sich beim Buzzcut weniger um eine Frisur als eine Maßnahme; beispielsweise um schöne, große Augen zu betonen.

► Die Kopfhaut verlangt jetzt Extra-Aufmerksamkeit
Die empfindliche Kopfhaut ist nun umso direkter der Sonnenstrahlung ausgesetzt. Heißt: Ein UV-Schutz ist Pflicht. Speziell im Sommer also eine nicht-fettende Sonnencreme auf den Kopf auftragen. Aber auch die kalten Monate sind nicht zu unterschätzen. „Im Winter wird es ohne Mütze schnell sehr frisch um den Kopf“, weiß Manthei aus eigener Erfahrung. Also: Mütze anziehen!


 

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