Clariconic „Mia“ & „Visapuree“ von Philips: Elektrische Gesichtsbürsten im Check

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Beauty-Check!
Was können elektronische Gesichtsbürsten?

Sie sind die neuen Wunderwaffen gegen fahlen Teint, unreine Haut und erste Fältchen – versprechen zumindest die Hersteller. Was ist dran am Hype um elektronische Gesichtsbürsten? STYLEBOOK hat bei einer Expertin nachgefragt – und getestet!

Wie funktionieren die neuen, elektronischen Bürsten?
Elektrische Gesichtsbürsten reinigen die Haut mit Ultraschall durch mehrere hundert Schwingungen in der Sekunde porentief – also viel schneller als ihre manuellen Vorgänger. Das Gesicht wird mit Wasser und einem Reinigungsprodukt befeuchtet, dann wird die Bürste behutsam über die Gesichtshaut geführt. Die modernen Versionen sind wasserfest – können also auch unter der Dusche angewendet werden – und geben per Timer Bescheid, wann zur nächsten Gesichtspartie gewechselt werden muss. Je nach Bedarf können verschiedene Effekte erzielt werden: Es gibt weiche Bürstenköpfe zum Reinigen, etwas festere zum Peelen und spezielle Pad-Aufsätze, mit denen anschließend Cremes oder Seren einmassiert werden.

  • Visa Pure von Philips

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    Foto: PR

    „Visa Pure“ von Philips

    Elegantes Design, passt in jeden Badezimmerschrank, 139,99 Euro. Julia Wagner aus der STYLEBOOK-Redaktion findet: „Das Gefühl auf der Haut ist super angenehm, ganz so, als würde eine Kosmetikerin gerade mein Gesicht massieren. Das ist wie Wellness zwischendurch. Nachteil: Neben elektrischer Zahnbürste, Fön, Epiliergerät und Radio sieht mein Badezimmer langsam wie ein Elektro-Fachgeschäft aus...“

Was bewirken sie – und was nicht?
Sie reinigen und massieren die Haut, der Teint wirkt rosiger, die Poren klarer. Falten wegzaubern können sie aber nicht, auch wenn das oft versprochen wird. Auch die Poren werden nicht kleiner, sondern nur sauberer. Dadurch kann sich das Hautbild insgesamt verbessern.

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Wie oft darf man die elektronischen Gesichtsbürsten anwenden?
Auch wenn die Hersteller die tägliche Anwendung am Morgen und Abend empfehlen: „Einmal täglich reicht allemal“, sagt die Kölner Dermatologin Dr. Uta Schlossberger und fügt hinzu: „Leute neigen zum Übertreiben, nutzen Produkte zu exzessiv – zwei bis drei Mal am Tag – und entwickeln so eine gewisse Abhängigkeit. Das kann zu Hautirritationen führen, Rötungen, Ekzeme und Pickel wären die Folge. Wenn man die Bürsten in Maßen nutzt, ist das wiederum gut.“ 

Für welche Hauttypen eignen sie sich?
Grundsätzlich, so Dr. Schlossberger, sind die neuen Bürsten für jeden Hauttypen geeignet. Bei normaler Haut reiche es eigentlich, das Gesicht mit den Händen und klarem Wasser zu waschen. Bei Problemhaut stuft die Dermatologin eine Reinigung mit der Gesichtsbürste jedoch als durchaus empfehlenswert ein. Vorsicht ist nur bei schwerer und entzündeter Akne geboten: Weil die Bürsten die Bakterien aus der Haut verteilen können, sollte man hier lieber auf die Anwendung verzichten.

Was ist beim Kauf zu beachten?
„Grundsätzlich ist von Nachahmerprodukten abzuraten“, sagt Dr. Schlossberger: Damit Geräte nicht mehr Schaden als Nutzen anrichten, sollten sie außerdem mit dem europäischen CE-Zertifikat versehen sein. So kann man schlechte Borsten oder falsche Massage-Einstellungen bei den Gesichtsbürsten umgehen. Außerdem rät die Dermatologin zu einer ausführlichen Beratung beim Kauf oder vor dem Kauf bei einem Hautarzt. Vorsicht bei mitgelieferten Pflegeprodukten, meistens Eigenmarken der Hersteller! Besser auf Altbewährtes zurückgreifen, an das die Haut schon gewöhnt ist. 

STYLEBOOK hat vier Modelle getestet. Die Ergebnisse lesen Sie links.

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