Plus-Size-Barbie sorgt für Diskussion und Wirbel

Foto: bakalia.com

Diese Idee sorgt für Wirbel
von Laura Pomer
Gibt's bald die erste Plus-Size-Barbie?

Im rosa Kleidchen und megadürr – so liegt Barbie in Millionen von Kinderzimmern. Damit ist die Spielzeugpuppe ein schlechtes Vorbild für gesunde Körpermaße, findet das Netzwerk „Plus Size Modeling“ und fordert endlich eine Übergrößen-Barbie. Die Reaktionen? Gemischt und heftig!

  • Plus-Size-Barbie

    1/3

    Foto: bakalia.com

    So kennen wir Barbie! Würde diese Frau im realen Leben existieren, könnte sie nicht überleben so wissenschaftliche Studien. Die belegen, dass ihre Wespentaille nicht genügend Platz für menschliche Organe böte und der Mangel an Fettgewebe würde die Produktion weiblicher Sexualhormone hemmen. Übrigens wäre Barbie zwischen 1,88 nd 2,26 Meter groß. Die Fehlhaltung könnten zu ernsthaften Knorpelschäden führen


Die Betreiber von „Plus Size Modeling“, einem Netzwerk aus den USA für Frauen „jeder Größe und Form“, haben etwas gegen den Magerwahn in der Gesellschaft. In ihren Augen tragen dazu nicht nur extrem schlanke Models auf Magazin-Covern und den Catwalks bei, sondern auch Barbie-Puppen. Die würde mit ihrem spindeldürren Körper und unrealistischen Körperproportionen den Druck zum schlanken Schönheitsideal bereits auf Kinder übertragen. Auf ihrer Facebook-Seite rief „Plus Size Modeling“ deshalb zur Diskussion auf:

Anzeige

„Sollten Spielzeugfirmen anfangen, Plus-Size-Barbies herzustellen?“. Dazu zeigten sie eine stark übergewichtige Version der berühmten Puppe.

Das Ergebnis bis jetzt: eindeutig! Fast 40.000 stimmten für die XXL-Barbie, 4.600 User sprachen sich mit ihren Kommentaren dagegen aus.

Doch die negativen Stimmen hatten es in sich. „Yeah, lasst uns Krankheit und schlechte Essgewohnheiten propagieren: genau, was Amerika braucht“, so ein Kommentar. „Ich hoffe, es gibt ein Blutdruck-Messgerät dazu“, ein weiterer. „Lächerlich“ finden die meisten vor allem das auffällige Doppelkinn.

Der allgemeine Tenor: Normale Körpermaße ja. Aber die Plus-Size-Barbie würde kurvige Frauen falsch darstellen und sei genauso wenig vorbildlich für Kinder und Jugendliche wie die dürre Variante.

Vielleicht ist ja die Barbie von Nickolay Lamm (25) die Lösung. Der Us-Künstler findet, dass das kranke Idealbild, welches Barbie vermittelt, durchaus kritisiert werden darf.  Er hat am Computer eine normal gebaute Version der Spielzeug-Ikone kreiert – ohne Wespentaille und Endlos-Beine, aber auch ohne Übergewicht. Lamm will damit zeigen, dass normal schön ist. „Wenn wir dünne Models kritisieren, sollten wir zumindest die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Barbie junge Mädchen negativ beeinflusst“, erklärte er gegenüber der „Huffington Post“.

Warum die Spielzeug-Industrie sich von seinem Entwurf nicht inspirieren lässt, bleibt ihm (und uns) ein Rätsel.

Wie die Normal- und XXL-Barbies aussehen könnten: in unserer Bildergalerie.



Kommentare


Blogs