Tierisch schön
von Thomas Helbing
Diesen Anti-Falten-Trick gucken wir uns von Flamingos ab

Ob Sie's glauben oder nicht: Flamingos kennen die beste Methode gegens Altern und Falten. Nein, nicht auf einem Bein stehen. Dafür hängt ihre Nahrung damit zusammen.

Wissen Sie warum das Gefieder von Flamingos pink ist? Die Lösung ist fast logisch: Die pinke Farbe kommt daher, weil sich Flamingos ausschließlich von Shrimps ernähren. Und Shrimps wiederum sind ebenfalls pink, weil sie den Farbstoff Astaxanthin enthalten. Und der ist eine richtige Wirkstoffbombe.

  • Flamingos

    Foto: getty images

    Kennen Flamingos das Geheimnis zu einem faltenfreien Gesicht?

Jungbrunnen Astaxanthin
Genau genommen handelt es sich bei Astaxanthin um einen roten Farbstoff aus der Gruppe der Carotinoide. Er kommt eigentlich in grünen Algen vor, die diesen Farbstoff als Stressreaktion bilden wenn Nahrung oder Wasser fehlen bzw. die Sonnenstrahlung zu hoch ist. So findet Astaxanthin auch seinen Weg in die Lieblingsspeise der Flamingos: Shrimps und Garnelen ernähren sich hauptsächlich von Algen, auch das Fleisch von Wildlachs hat daher seine rötliche Farbe. 

  • Lachs

    Foto: getty images

    Wildlachs ist reich am Antioxidant Astaxanthin. Allerdings nur im rohen Fleisch

Astaxanthin gilt als Super-Antioxidant, soll ein viel besserer Radikalfänger sein, als Vitamin C, Beta-Karotin oder Vitamin E. Astaxanthin gilt unter Wissenschaftlern als einer der stärksten Radikalfänger und Entzündungshemmer der Natur, soll sogar besser vor gefährlicher UV-Strahlung schützen als Sonnenmilch.

Freie Radikale sind die Ursache vieler Gesundheitsbeschwerden. Sie machen die Zellen im Körper funktionsuntüchtig und können sogar Tumore auslösen. Um den schlimmsten Fall zu verhindern, schwören Ernährungswissenschaftler auf Antioxidantien wie Astaxanthin: Diese neutralisieren freie Radikale, beugen Entzündungen und dem Alterungsprozess (somit auch Falten) vor.

Thomas Helbing Stylebook,
Redaktion

Finger weg von Nahrungsergänzung
Die Industrie hat vom Super-Wirkstoff bereits Wind bekommen, bietet reichlich Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln mit Astaxanthin. Doch dieses synthetisch hergestellte Astaxanthin hat erstens lange nicht die Wirkung wie das aus der Natur und ist außerdem gefährlich. Ernährungs-Experten warnen schon seit längerem vor der Einnahme isolierter Antioxidantien und Vitamine, da diese im Körper schlimmeres anrichten als das sie nützen.

Die besten Astaxanthin-Quellen
Lieber sollte man auf die natürliche Aufnahme von Antioxidantien setzen, da diese bioaktiver sind und in Kombination mit anderen Nährstoffen besser verwertbar. Problem: Astaxanthin ist nicht hitzestabil, wird also beim Braten zerstört. Hier kommt also das gute alte Sushi und Sashimi mit rohem Fisch ins Spiel, auf dessen lebensverlängernde und verjüngende Wirkung längst nicht mehr nur Japaner schwören. Auch das beliebte Ceviche oder hawaiianische Poke, bei dem Fisch roh mariniert wird, sowie roher Algensalat sind gute Astaxanthin-Quellen. Wichtig: Bei Lachs, Lachsforelle, Shrimps und Garnelen unbedingt auf Wildfang-Ware achten. Bei Zuchtware aus Fischfarmen wird dem Futter Astaxanthin zugegeben, damit das Fischfleisch seine rötliche Farbe bekommt. Die antioxidative Wirkung ist allerdings entsprechend mager.

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  • Diane Kruger

    Foto: instagram/dianekruger

    Lachen und gute Laune soll ja auch schön machen. Diane Kruger weiß das sowieso

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