Handy, Diät, falsche Pflege...
11 schlechte Angewohnheiten, die Ihre Haut ruinieren

Ihre Haut spielt verrückt und Sie können sich nicht erklären, warum? STYLEBOOK.de verrät die unterschiedlichen (und oftmals ungeahnten!) Ursachen, die Pickel, Schüppchen und Rötungen haben können.

Sie cremen und cremen – wenn es (vermeintlich!) sein muss auch mehrmals am Tag – und leiden trotzdem unter extrem trockenen Stellen im Gesicht? Wir verraten Ihnen etwas: Tatsächlich könnte genau diese Pflegeoffensive an Ihren Problemen Schuld sein.

  • Hautpflegefehler

    Foto: Getty Images

    Manchmal ist weniger Pflege mehr. STYLEBOOK.de verrät, welche ungeahnten Ursachen Hautprobleme haben können

Von heimtückischen Produkten über Gewohnheiten bis hin zu Lebensmittelvorlieben – STYLEBOOK.de deckt elf Dinge auf, die Ihrer Haut ungeahnt zu schaffen machen:

1. Überpflegung
Wer plötzlich rote ausschlagartige Bläschen unterhalb der Nase entdeckt, kämpft womöglich mit einer Perioalen Dermatitis, besser bekannt als „Stewardessenkrankheit“. Dabei bildet die Haut „perioral“, also „um den Mund herum“, Pickel, wird trockener, schuppt und spannt. Für Betroffene erscheint es logisch, noch mehr zu cremen – doch dadurch verschlimmern sie das Problem. Bei der Perioralen Dermatitis handelt es sich nämlich um eine (allergische) Abwehrreaktion der Haut gegen Überpflegung, die sich in manchen Fällen auch plötzlich gegen ein bestimmtes Produkt richten kann, das man über Jahre gut vertragen hat.
Das hilft: Setzen Sie Ihre Gesichtspflege ab und suchen Sie schnellstmöglich einen Dermatologen auf. Er kennt dermatologisch wirksame Medikamenten, die Ihre Beschwerden lindern und eine schnelle Heilung fördern.

2. Das falsche Produkt
Von der „falschen“ Pflege kann auch eine normale Menge schädlich sein. Wenn Sie beispielsweise zu öliger Haut neigen, wird die „supertolle, herrlich reichhaltige“ Gesichtscreme bei Ihnen womöglich Unreinheiten und Pickel verursachen. Umgekehrt sind bei eher trockener Haut leichte Gel-Texturen absolut ungeeignet, da sie aufgrund ihres hohen Wasseranteils zusätzlich austrocknen würden. Das führt schlimmstenfalls zu Ekzemen. Langfristig begünstigt der Feuchtigkeits- und Lipidmangel die Entstehung von Falten.
Das hilft: Sollten Sie sich mal verpflegt haben: Bitte schnell zur Kosmetikerin gehen und eine Hautbildanalyse machen. Sie empfiehlt Ihnen eine geeignete Pflege.

3. Minderwertige Produkte
Die Qualität von Pflege oder Make-up lässt sich nicht immer am Preis erkennen. So können Kunden bei teuren UND preiswerten Produkten Gefahr laufen, dass verstärkt mit Parfüm- oder Farbstoffen gearbeitet wurde. Oft kommen fragwürdige Konservierungsstoffe zum Einsatz, um die Produkthaltbarkeit zu verlängern. Sind besagte Zusätze von minderwertiger, synthetischer Qualität, kann das beim Anwender zu allergischen Hautreaktionen führen, also unansehnlichen und brennenden Ausschlägen.
Das hilft: Schnell die mangelhafte Pflege absetzen und, je nach Schwere Ihrer Beschwerden, zum Dermatologen gehen. Woran Sie fragwürdige Zusätze erkennen und worauf sonst beim Produktkauf zu achten ist, verraten wir Ihnen hier!

4. Rumfummeln im Gesicht
Schonmal darüber nachgedacht, was Sie täglich so in die Finger bekommen? Die Tastatur bei der Arbeit, Türklinken, Geld, Ihr Handy... – kein Wunder, dass es auf unseren Händen nur so von Bakterien wimmelt, die sich in unseren Gesichtsporen ruckzuck in Pickel verwandeln wollen. Und apropos: Sollten Sie sich so bereits einen herangezüchtet haben, riskieren Sie durch unprofessionelles Herumfummeln schwerwiegendere Entzündungen.
Das hilft
: NIEMALS mit den Finger ins Gesicht langen! Wer sich das nicht bombenfest eintrichtert, tut es immer wieder unbewusst und sieht entsprechend aus wie mitten in der Pubertät. Ebenso ist es sinnvoll, das Handy, mit dem Ihre Haut schließlich unweigerlich in Berührung kommt, ab und an mit einer desinfizierenden Tinktur abzuwischen. 

5. Schlechte Reinigungsroutine
Wenn Sie müde sind, nehmen Sie das mit der Gesichtsreinigung vor dem Schlafengehen nicht immer so genau? Grober Fehler! Schließlich gilt es gerade abends, die Verschmutzungen des Tages – Make-up, Umweltsmog und Schweißrückstände – abzuwaschen, bevor Sie zur Nachtpflege greifen. Auf unreine, verstopfte Poren aufgetragen, würde sie zu Unreinheiten und schlimmstenfalls Pickeln führen. Umgekehrt ist aber auch eine zu aggressive Reinigung schädlich für die Haut, speziell morgens, wenn ein kurzes Abspülen mit Wasser eigentlich genügen würde. Ganz wichtig: Finger weg bzw. Gesicht weg von Seife! Die handelsüblichen enthalten Tenside, die den natürlichen Säureschutzmantel der Haut angreifen. Das macht sie empfindlicher gegenüber Umwelteinflüssen und beschleunigt so ihren Alterungs-Prozess.
Das hilft: Unsere ausführlichen Tipps für eine ideale Gesichtsreinigung – hier nachzulesen!

6. Zu viel Sonne
Ein „sonnengeküsster Teint“ ist, klar, etwas Hübsches. Aber Achtung: Sich ungeschützt UV-Strahlen auszusetzen, führt bekanntlich zu unschönen Pigmentstörungen und im schlimmsten Fall sogar zu Hautkrebs. Eine weniger schwerwiegende , aber bald sichtbare
Folge: Falten. Übrigens: Das Wiener Boltzmann Institut für urbane Ökologie hat bereits 2006 herausgefunden, dass Frauen, die aufgrund zahlreicher Sonnenschäden einen unregelmäßigen Teint haben, rund zehn bis zwölf Jahre älter wahrgenommen werden, als sie tatsächlich sind...
Das hilft: Grundsätzlich – ja, auch im Alltag UND im Winter! – eine Gesichtspflege mit Lichtschutzfaktor verwenden. Vor längeren Aufenthalten im Freien (Urlaub am Strand oder in den Bergen) unbedingt eine klassische Sonnencreme oder -milch mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen.

7. Zu fettfreie Ernährung
Ständig auf Diät zu sein, ist sowieso keine gute Idee – führt ja schon alleine aus Frust zu Falten. Insbesondere jedoch, wer vermeintlich böses Fett vom Ernährungsplan streicht, züchtet sich fahle, schlaffe und knitterige Haut heran. Immerhin sind gerade Omega-3-Fettsäuren (enthalten in Forelle oder Lachs, verschiedenen Nüssen, Avocado) wichtig, da sie als Bausteine unserer Zellmembran das Gewebe festigen. Außerdem unterstützen „gute“ Fette die Aufnahme von Antioxidantien, die gegen Hautalterung wirksam sind.
Das hilft: Eine ausgewogener Ernährung, bestehend aus Kohlenhydraten, Eiweiss UND Fett. Versuchen Sie, ein Fünftel Ihrer täglichen Kalorien aus Fett zu beziehen!

8. Zu viel Fastfood
Neben guten gibt es aber auch schlechte Fette, genauer gesagt Transfettsäuren, die das Hautbild von innen ruinieren können. Wer ständig frittierte Pommes Frites oder Croissants isst, erkennt das bald im Spiegel: an müde aussehender Haut, Pickeln und Falten. Grundsätzlich enthalten Vertreter der Kategorie Fastfood und Fertiggerichte klassischerweise viel Zucker, der zur Neubildung von Falten und Cellulite führen kann, statt wertvoller Vitamine, Mineralstoffe, Zink oder Folsäure. Diese wären jedoch wichtig für die Zellneubildung und ein entsprechend schönes Hautgewebe.
Besser: Setzen Sie auf Clean-Eating, also natürliche statt industriell manipulierter Lebensmittel, idealerweise selbst zubereitet. Natürlich darf es auch mal ein Burger sein. Aber bitte nicht zu regelmäßig und zwischendurch gerne mal in einem Vollkornbrötchen serviert.

9. Alkohol
Keine Sorge: Niemand muss im Sinne schöner Haut abstinent leben. Im Übermaß jedoch entzieht Wein, wie auch anderer Alkohol, der Haut Feuchtigkeit, dadurch werden Fältchen tiefer und sichtbarer. Zudem greift der enthaltene Zucker den körpereigenen Eiweissbaustein Kollagen an, der normalerweise für eine gute Hautelastizität sorgt.
Besser: Grundsätzlich gilt: Alkohol in Maßen genießen. Richtig gut ist es, zu jedem Gläschen Wein oder Bier eine mindestens ebensogroße Menge Wasser zu trinken. So werden die Giftstoffe bestmöglich ausgeschwemmt und zudem der Feuchtigkeitshaushalt im Körper aufgestockt – bekanntermaßen unerlässlich im Sinne eines frischen Teints.

10. (Falsche) Peelings
Die Quittung für das babyweiche Gefühl nach einem Peeling, weil Hautschüppchen und Talkrückstände weggeschrubbelt werden, kann schlimmstenfalls vorzeitige Hautalterung sein. Insbesondere minderwertige Peelings mit groben Schleifmitteln können feine Mikro-Risse auf der Haut verursachen, die sie auf die Dauer anfällig machen für schädliche Umwelteinflüsse und Sonnenstrahlen.
Besser: Statt mechanischer besser Enzym-Peelings verwenden (und auch das bitte höchstens einmal in zwei Wochen). Diese enthalten Fruchtsäuren, Enzyme oder Glycol, auch bekannt als Salicylsäure, statt kratzender Mikropartikel. Diese Produkte können zwar teurer sein als die klassischen Schrubber, sind aber nicht zuletzt auch besser für die Umwelt. Warum, erfahren Sie hier

11. Schlafmangel
Dass viel Schlafen schön macht, wissen wir nicht zuletzt von Dornröschen. Und dass uns ein zu kurz geratener Schlaf nicht gerade blendend aussehen lässt, ist der logische Umkehrschluss. Neben Knitterfältchen (vom unruhigen Herumwälzen) und dunkle Augenringe mogelt sich in solchen Fällen gerne der eine oder andere Pickel – immerhin auch ein Symptom für Stress, der sich bekanntermaßen auf die Schlafqualität auswirkt.
Das hilft: Versuchen Sie doch mal, pro Nacht auf acht Stunden Schlaf zu kommen, am besten schon ab heute. Wer morgens im Spiegel einem frischen, rosigen Teint begegnet, steht doch gleich viel lieber auf! 

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