Das hilft gegen schiefe Zehen
Promis und ihre Pfui-Füsse

Oben hui, unten pfui – dieser Redensart verleihen die deformierten Füße von Promi-Damen wie Amy Adams (40) und Victoria Beckham (41) eine völlig neue Bedeutung. STYLEBOOK.de verrät, was der Grund für ihren sogenannten Hallux valgus ist und was frau dagegen tun kann.

Victoria Beckham ist bekannt für ihre Liebe zu extrem hohen Absätzen – und ihre dramatisch-schiefen Zehen. Dabei ist die Designerin längst nicht die einzige Berühmtheit, die auf deformierten Füßen durchs Blitzlichtgewitter schreitet! Mit Schrecken entdeckten wir erst kürzlich die Hammerzehen von US-Schauspielerin Amy Adams (Foto links).

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An den großen Zehen der US-Schauspielerin prangen dicke, unförmige Ballen, auch als Überbeine bekannt. Ein Schicksal, das sie mit Kolleginnen, z. B. Tilda Swinton (43) und Victoria Beckham, teilt.

Woher der sogenannte Hallux valgus kommt? Und warum die Promi-Damen anscheinend nichts dagegen unternehmen wollen? STYLEBOOK.de sprach mit dem Orthopäden Dr. Janusz Pomer, um das Phänomen besser zu verstehen.

Was genau ist ein Hallux valgus?

Der medizinische Fachbegriff steht für den Schiefstand des großen Zehs. Er rührt daher, dass die Sehnen nicht mehr zentral über das Gelenk verlaufen, sondern seitlich. Die Muskeln im Mittelfuß ziehen den Großzeh nach innen und in eine schiefe Position – das ändert die gesamte Biomechanik des Fußes. „Es kommt zu einer Schleimbeutelentzündung, die auf Dauer verknöchert“, so Dr. Pomer. Das Resultat: Eine dicke Beule am großen Zeh. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist obendrein meist entzündet und tut deshalb weh.

Welche Ursachen gibt es?

Dr. Pomer ist davon überzeugt, das sich die Veranlagung zum Hallux valgus in der zweiten Generation vererbt – „wenn Ihre Großmutter einen hatte, wird es Ihnen sehr wahrscheinlich auch so ergehen.“ Daneben soll das Tragen hoher Schuhe die Entstehung eines Hallux valgus begünstigen: Je höher der Absatz, desto stärker der Druck im Vorfußbereich „und umso fester wird die Zehe in die Schuhspitze gepresst“, erklärt Dr. Pomer.

Dass meist Frauen betroffen sind, liege auch an ihrem von Natur aus schwächerem Bindegewebe. Umso stärker könnte sich das falsche Schuhwerk auswirken – und das muss gar nicht unbedingt hochhackig sein. „Auch in flachen, aber zu kurzen oder engen Schuhe werden die Zehen stark eingedrückt.“

Was hilft gegen den Hallux valgus?

„Im Anfangsstadium helfen orthopädische Schuheinlagen, die den Mittelfußknochen anheben, um den Druck zu reduzieren.“ Diese sorgen zwar für eine spürbare Entlastung, können die Entwicklung allerdings nicht ganz aufhalten. Der Orthopäde weiß: „Steht die Zehe erst einmal schief, hilft nur noch eine Operation.“ Im Laufe eines etwa einstündigen Eingriffs wird die Fußstellung damit wieder begradigt.

Schmerzen nach der OP, wochenlange Schonfrist und Orthopädische-Latschen-Pflicht – langsam verstehen wir, warum stilbewusste Promi-Damen trotz ihrer Gruselfüße vor einem Eingriff zurückschrecken. Hätten sie unsere Empfehlungen beherzigt, wäre es vielleicht gar nicht erst so weit gekommen...

Fünf Tipps, damit die füsse schön bleiben:

1. Schuhe wechseln
Keine Angst, Sie dürfen Ihre schönen High Heels weiterhin ausführen. Aber: Stecken Sie vor einem lange Abend ein paar flache Schuhe zum Wechseln ein und schlüpfen Sie nach spätestens fünf Stunden in diese.

2. Ruhephasen einlegen
Mit der Absatzhöhe steigt auch die Belastung auf den Vorder- und Mittelfuß. Orthopäden geben für Schuhe bis zu acht Zentimetern zwar ihr OK – „dann sollte es am nächsten Tag aber zum Ausgleich ein bequemes Modell sein, in dem Sie die Zehen ausstrecken können,“ empfiehlt Dr. Pomer.

3. Die richtigen Einlagen kaufen
Sobald Sie bemerken, dass sich Ihr Großzeh in die Schiefe neigt – ab ins Sanitätshaus. Hier finden Sie sogenannte Pelotten: meist an Einlagen angebrachte, halbkugelige Polster für die Schuhe. „Wenn Sie den Mittelfuß entlasten, können Sie einen anfänglichen Hallux valgus fürs Erste im Zaum halten“, so der Tipp des Orthopäden.

4. Den Zehen Platz geben
Klar: In offenen Schuhen oder Riemchensandalen können Ihre Zehen sich besser entspannen als in geschlossenen High Heels. Wie praktisch, dass es jetzt endlich wärmer wird!

5. Regelmäßiges Zehen-Training
„Heben Sie mit den Zehen etwas vom Boden auf, ein Tuch etwa, und legen es an einer anderen Stelle ab“, rät Dr. Pomer. Diesen Vorgang mit beiden Füßen zehn Mal wiederholen – diese Greif-Übungen stärken die Muskeln um Ihre Mittelfußknochen und Zehen.


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