Teff: Gesund kochen mit glutenfreiem Teffmehl

Der neue Food-Hype aus Hollywood
von Thomas Helbing
Kochen Sie auch schon mit „Teff“?

Schlank hungern war gestern! Jetzt wird gegessen – aber natürlich das Richtige. Der neueste Schrei in Sachen gesunder Ernährung heißt Teff und ist ein Getreide. STYLEBOOK erklärt, was das Wunderkorn so besonders macht, dass selbst Promis beherzt zugreifen.

  • Rotes Teff

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    Foto: getty images

    Rotes Teff wird in Äthiopien schon seit Tausenden von Jahren angebaut. Jetzt schafft es das gesunde Korn auch auf die Speisezettel im Westen

Gerade erst haben wir unsere Speisezettel an Paleo (Steinzeit-Diät) oder das Unterbrochene Fasten (Intermittent Fasting) gewöhnt, da gibt es schon den nächsten Ernährungstrend: Teff, ein äthiopisches Getreide, ist jetzt in aller Munde.

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Was ist Teff?
Bei Teff handelt es sich um das kleinste Getreide der Welt. Es wird seit über 5.000 Jahren in Nordafrika, hauptsächlich in Äthiopien, kultiviert. Seine Besonderheit: Das Getreide ist extrem anspruchslos. Es wächst sowohl auf sehr trockenem wie auch sehr nassem Boden und sogar dort, wo sonst nichts gedeiht. Man unterscheidet zwischen rotem, braunem und weißem Teff. Wobei die weiße Variante im Anbau am teuersten ist. Aus Teff wird Injera hergestellt, ein Fladenbrot, das traditionell in Äthiopien zu jeder Mahlzeit gegessen wird.

Was kann Teff?
Das Teffkorn ist glutenfrei und beinhaltet mehr Mineralien als irgendein anderes Getreidekorn. Teff hat zwei entscheidende Vorteile:
1. Teff hat einen geringen glykämischen Wert*. Das heißt: Es stellt die für den Körper wichtige Energie in Form von Glukose für viele Stunden zur Verfügung. Hungerattacken bleiben aus, da der Blutzuckerspiegel nicht so schnell abfällt wie beispielsweise bei Weizen.
2. Teffmehl ist reich an Eisen. Der hohe Gehalt kurbelt die Anzahl der roten Blutkörperchen an, somit kann Sauerstoff schneller gebunden werden. Das verbessert die Ausdauer.

Für wen ist Teff geeignet?
Praktisch für alle. Besonders ideal für Ausdauerathleten, Zöliakie-Patienten, die unter Glutenunverträglichkeit leiden und allen, die Gewicht verlieren möchten. Kein Wunder also, dass Stars wie Victoria Beckham (39) und Ernährungs-Queen Gwyneth Paltrow (41) Teff schon lange auf ihrem Speiseplan haben.

Wie schmeckt Teff?
Teff hat ein nussiges Aroma und schmeckt leicht süß. Es kann wie normales Weizenmehl für Brot, Nudel- und Pizzateig, Kekse und Kuchen verwendet werden. Teffmehl ist recht teuer, ein Kilo kostet rund 15 Euro. Wissen sollte man auch, dass Teig aus Teff nicht knetbar ist, weil der Weizenkleber Gluten fehlt. Im Internet lassen sich zahlreiche Rezepte finden. Am einfachsten gelingen mit Teff ganz normale Pfannkuchen.

*Der glykämische Index ist ein Maß für die Blutzuckerwirksamkeit von kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln. Er wird in Prozent dargestellt und gibt an, wie stark der Blutzucker nach dem Essen ansteigt. Beispielsweise führen Weizenmehl, Zucker und Limonade zu einem hohen Blutzuckeranstieg und haben somit einen hohen glykämischen Index. Die Folge: Der Blutzucker fällt bei diesen Lebensmitteln rasch wieder ab, was wiederum zu verstärktem Hunger führt. Vermeidet man Lebensmittel mit hohem glykämischen Index, bleiben Heißhungerattacken aus.




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