Skinny Bitch Collective: Das neue Mager-Workout der Stars

Foto: Instagram, Getty Images

Das neue Mager-Workout der Stars
von Stephanie Neubert
Wie gefährlich ist das „Skinny Bitch Collective“?

Zurzeit sorgt ein neues Fitness-Programm für Aufsehen: Das „Skinny Bitch Collective“, ein knallhartes Workout mit prominenten Fans wie Karlie Kloss (21) und Suki Waterhouse (22). Der Name weckt allerdings unschöne Erinnerungen an ein gleichnamiges Buch, das 2005 ein Schlank-Diktat ausrief. STYLEBOOK hat beim Experten nachgefragt: Wie gut oder gefährlich ist das neue Training?

„Skinny Bitch Collective“ – das klingt nach mehr als einem neuen Trend-Training aus London. Nämlich nach einer schonungslosen Fitness-Tortur für zickige Mager-Fanatikerinnen. Denn allein der Name hat einen negativen Beigeschmack: 2005 erschien der gleichnamige, streng vegane Ernährungsguide „Skinny Bitch“, der den übertriebenen Schlankheitswahn in Hollywood zelebriert. Tenor in etwa: Nur eine superdünne Frau ist eine schöne Frau.

Russell Batema, Erfinder des Trainingsprogramms „Skinny Bitch Collectiv“, will davon natürlich nichts wissen. Ihm zufolge habe der Titel rein gar nichts mit dem Buch zu tun – sondern eher mit seinen Kundinnen, zu denen hauptsächlich schlanke Supermodels gehören.

Tatsächlich ist das „Skinny Bitch Collective“ nichts für Weicheier. Bei dem 50-minütigen Turbo-Workout geht man bewusst an seine körperlichen Grenzen – und zwar bis man nass geschwitzt ist und nicht mehr kann.


Eine Einheit besteht aus elementaren Kraftübungen wie Kniebeugen oder Liegestütze, kombiniert mit Gewichtheben und Turn-Elementen. Bestimmte Übungen, wie zum Beispiel Squats,werden insgesamt vier Minuten lang durchgeführt, im Wechsel 20 Sekunden Belastung, zehn Sekunden Pause. Das Intervalltraining soll die maximale Sauerstoffaufnahme erhöhen und die Fettverbrennung ankurbeln. Als Hilfsmittel werden Gymnastikbänder oder Springseile eingesetzt, die die Intensität zusätzlich steigern sollen. 

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Das soll maximal effektiv sein, schon nach ein paar Einheiten sind angeblich erste Erfolge zu sehen. Kein Wunder, dass kurz vor den Fashion Weeks regelmäßig alle Kurse ausgebucht sind. Models wie Suki Waterhouse und Daisy Lowe schwören bereits auf die Methode, genau wie die Victoria's-Secret-Engel Karlie Kloss, Lily Aldrige und Adriana Lima.

STYLEBOOK fragte bei einer renommierten Fitness-Expertin nach: Ist es effektiv – und vor allem unbedenklich! – sich so dermaßen auszupowern? 

Micha Ostergaard (26), ehemalige Olympia-Schwimmerin und Personal Trainerin aus Berlin (sie coacht unter anderem Filmemacherin Minu Barati), sagt: „High Intensity Workouts mit extrem intensiven Belastungsphasen und kurzen Ruhephasen sind für gesunde Menschen mit einer gewissen Grundfitness unbedenklich. Nur Untrainierte sollten sich langsam an das harte Sportprogramm gewöhnen und es nicht übertreiben.“ Laut der Fitness-Expertin ist diese Trainingsmethode zwar hart – aber sie lohnt sich auch. Tatsächlich könne man schon nach kurzer Zeit Verbesserung am Körper wahrnehmen. 

Fazit: gutes Training, doofer Name!

Auch wenn das Training effektiv ist und der Titel „Skinny Bitch Collective“ ein cleveres Marketingkonzept sein mag – man könnte den Ansatz falsch verstehen, nämlich als Befürworter des Magermodel-Trends. Damit könnte er leicht Frauen mit falschen Motiven anlocken.




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