Angelina Jolie: „Ich liebe die Menopause“
von Laura Pomer
7 Tipps, wie Sie in den Wechseljahren schön bleiben

Die Menopause kann ganz unerwartet auftreten, in manchen Fällen schon mit 30. Für Frauen bedeutet das nicht zuletzt das Ende der Fruchtbarkeit, aber auch Veränderungen ihres Äußeren. Alles gar nicht schlimm, findet Hollywoodstar Angelina Jolie (40).

„Ich liebe die Menopause“, gesteht Angelina Jolie in einem Interview mit dem „Daily Telegraph“ und macht Millionen von Frauen Mut, die sich vor den Wechseljahren ängstigen. Bei ihr haben diese noch keine großen Auswirkungen und negativen körperlichen Reaktionen hervorgerufen.

  • Angelina Jolie

    Foto: Getty Images

    Haben Sie keine Angst vor den Wechseljahren! – so die Botschaft von Angelina Jolie

Angelina Jolie in den Wechseljahren? Mit 40?

Aufgrund ihres erhöhten Krebsrisikos ließ sich die Schauspielerin im März diesen Jahres die Eierstöcke entfernen. Das Fehlen der weiblichen Geschlechtsorgane bedeutet für Jolie auch den vorzeitigen Eintritt in die Wechseljahre – ein Phänomen, das aber auch bei Frauen ohne OP nicht ausgeschlossen ist.

Dr. med. Christian Albring, Facharzt für Frauenheilkunde aus Hannover, beantwortete unsere brennendsten Fragen:

Verfrühte Menopause – wie kommt es dazu?
Genetische Veranlagung, Erkrankungen der Eierstöcke (zum Beispiel Endometriose), aber auch unerwartete Operationsfolgen können die Ursache sein. Dabei ist es für Betroffene gar nicht so leicht, die Anzeichen zu deuten. „Bei Unregelmäßigkeiten oder dem Ausbleiben der Regel, wiederholten depressiven Verstimmungen und Reizbarkeit am besten einen Arzt aufsuchen“, rät Albring.

Was passiert da im Körper?
Hitzewallungen, Schlafstörungen und Gereiztheit setzten früh ein, später folgen trockene Schleimhäute, Haut- und Haarveränderungen. Langfristig werden die Knochen brüchig, die Blutgefäße instabil – alles Effekte, die mit dem Fehlen des weiblichen Hormons Östrogenen einhergehen. „Hormone sind wichtige Botenstoffe, ohne deren Auftrag Zellen nicht arbeiten,“ weiß Dr. Albring. Die einzige Lösung: eine Hormonersatztherapie.

Sehe ich ohne Hormonersatz bald deutlich älter aus?
Unter Umständen schon. „Damit ist insbesondere zu rechnen, wenn die Betroffene extrem unsportlich ist oder sehr viel raucht. Aber auch schwere körperliche Arbeit kann die Folgen eines frühzeitigen Hormonmangels verstärken.“ Haut- und Haarveränderungen lassen sich nicht ganz aufhalten, zumindest aber stark verlangsamen – vorausgesetzt, Sie passen Ihre Pflege-Routine an die neuen Gegebenheiten an.

Hier sind unsere sieben Beauty-Tipps für schöne Wechseljahre:

1. Lassen Sie Milde walten!
Der Vorteil „reifer“ Haut: Sie haben weniger mit Unreinheiten zu kämpfen, dafür wird die Haut trockener. Aggressive Waschlotionen sind daher nicht nur unnötig, sie trocknen die Gesichtshaut zusätzlich aus. Besser ist eine milde, rückfettende Reinigungsmilch. Auch beim Shampoo auf ein schonendes Produkt setzen.

2. Setzen Sie auf andere Pflegewirkstoffe
Antioxydantien spenden Feuchtigkeit, schützen die Haut vor Zellschädigungen und sorgen so für eine dauerhaft verbesserte Spannkraft. Darunter fallen eine Reihe von Vitaminen (die wichtigsten: A, C und E) und das körpereigene Coenzym Q10, das im Alter immer weniger produziert wird.
Hyaluronsäure ist ebenfalls ein im menschlichen Bindegewebe gebildetes Produkt, bindet Wasser in der Haut und lässt sie praller und frischer aussehen.

3. Setzen Sie auf Regelmäßigkeit
Noch entscheidender als das Produkt an sich ist die Art der Anwendung. Frauen in den Wechseljahren müssen noch konsequenter daran denken, Ihre Gesichtshaut regelmäßig einzucremen: morgens, um sie den ganzen Tag vor äußeren Einflüssen zu schützen, und abends, um sie am Abend zu beruhigen und mit Nährstoffen zu versorgen.

4. Gönnen Sie sich eine Extra-Portion Pflege
Ab sofort sollten Sie regelmäßig Seren anwenden (die empfohlene Häufigkeit variiert je nach Produkt). Seren enthalten dreimal so viele Wirkstoffe von Cremes und können, dank besonders kleiner Moleküle, besser in die Haut eindringen. Handcremes auch gerne mal dick auftragen und über Nacht einwirken lassen. Auch das brüchiger werdende Haar braucht jetzt zweimal pro Woche eine Pflegekur.

5. Setzen Sie auf Zaubermittel!
Ihr Dermatologe weiß bestens, was Ihrem Haar jetzt fehlt. Er verschreibt Ihnen gerne eine hormonhaltige Tinktur, die Sie wie eine Pflegekur in die Haare einmassieren können. Außerdem gibt es pflanzliche Arzneimittel in Form von Dragees, die B-Vitamine, Proteine und Aminosäure enthalten und so die Struktur der Haare und Fingernägel verbessern. Fragen Sie in der Apotheke nach!

6. Ändern Sie Ihren Look!
Eine neue Frisur wäre angebracht – vorausgesetzt, Sie haben bisher Dauerwelle getragen oder täglich ein Glätteisen verwendet. Derartige Maßnahmen sind jetzt einfach zu strapaziös, ebenso wie häufiges Färben. Aber keine Angst, Sie müssen nicht grau werden. Fragen Sie Ihren Friseur einfach nach guten Pflanzenfarben, diese kann man notfalls auch mit einer geringen Menge Wasserstoff mischen damit sich die Farbe nicht so schnell rauswäscht.

7. Achten Sie auf Ihre Ernährung!
Omega-3-Fettsäuren ist das Zauberwort. Die in Lachs, Avocado oder Walnüssen enthaltenen Verbindungen unterstützen den gesamten Stoffwechsel, optisch machen sie sich vor allem in geschmeidigerem Haar und einer besseren Hautspannkraft bemerkbar. Auch sollten Sie Antioxidantien in Form von Granatäpfeln, Pekannüssen oder Himbeeren auf Ihren Speiseplan setzen, ebenso wie auch Kalzium (z.B. in Käse und Grünkohl enthalten). Zwei Liter stilles Mineralwasser täglich sorgen für Feuchtigkeit von innen.

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