Die häufigsten Fehler beim Make-up-Entfernen
von Stephanie Neubert
Das können Sie sich abschminken!

Dass die Gesichtshaut täglich von Make-up-Resten, Talg und Schweiß befreit werden muss, wissen wir. Doch dass man dabei einiges falsch machen kann, ist vielen nicht bewusst. STYLEBOOK verrät die fünf häufigsten Fehler beim Abschminken – und wie’s richtig geht.

  • Beauty-Tipps Make-up: Die häufigsten Fehler beim abschminken

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    Foto: Getty Images

    Einer der häufigsten Fehler beim Abschminken? Wimperntusche durch Zerren und Rubbeln entfernen! Dadurch kann die empfindliche Augenpartie in Mitleidenschaft gezogen werden, Falten können entstehen und die Wimpern brechen oder ausfallen. Deshalb sollten Wimperntusche so behutsam wie möglich gelöst werden

Eines der wichtigsten Beauty-Rituale für einen schönen, strahlenden Teint ist neben der richtigen Pflege die tägliche Reinigung. Macht man das nicht regelmäßig oder gründlich genug, hinterlässt das entsprechende Spuren auf der Haut. Die Poren verstopfen und die Haut kann sich nicht vollständig regenerieren, neue Zellen können sich über Nacht nur schwer bilden. Im schlimmsten Fall entstehen Unreinheiten, Pickelchen oder Ausschlag. Außerdem wirkt der Teint fahl und die Haut altert schneller. Damit Sie in Zukunft nichts mehr falsch machen, verraten wir Ihnen hier die fünf häufigsten Abschmink-Fehler – und wie Sie sie vermeiden:

1.Täglich Make-up-Entferner-Tüchern benutzen
Abschminktücher sind zwar super praktisch, aber nicht für die tägliche Anwendung geeignet. Denn sie enthalten Tenside, Emulgatoren und – damit sie so lang wie möglich frisch bleiben – chemische Konservierungsstoffe, die zu trockener Haut, Reizungen und sogar zu Ausschlag führen können. Tipp: Wenn Sie zwischendurch oder auf Reisen doch einmal ein Tuch verwenden, waschen Sie danach Ihr Gesicht mit klarem Wasser und cremen Sie sich mit einer Feuchtigkeitspflege ein. Und: Augenkontakt vermeiden!
 
2. Nur scharfe Produkten reinigen gründlich
Falsch! Selbst die mildesten Reinigungsprodukte entfernen nicht nur Schmutz, sondern auch Fette, die zum natürlichen Schutzsystem der Haut gehören. Nach jeder Gesichtsreinigung braucht die Haut einige Stunden, um dieses Schutzschild wieder aufzubauen. Wer empfindliche Haut hat, braucht extra-milde Produkte wie Reinigungsmilch oder ein sanftes Gel. Nach dem Motto „So sauber wie nötig, so sanft wie möglich“ wirken Lotionen mit Mizellen-Technologie. Das Geheimnis der Mizellen sind spezielle Moleküle, die Schmutzpartikel und fettlösliches Make-up in ihrem Kern einschließen. Weil man sie nicht mit Wasser abwaschen muss, sind sie gerade bei empfindlicher und trockener Haut optimal. Für trockene Haut eignen sich außerdem Reinigungsöle und rückfettende Gele, die den Teint mit rückfettenden Lipiden und Feuchtigkeitsbindern pampern. Ob trocken oder sensibel – für beide sind Gesichtswasser mit Alkohol tabu. Wer zu öliger oder unreiner Haut neigt, greift zu seifenfreien, ph-neutralen und nicht komodogenen Produkten, die die Talgproduktion regulieren, Unreinheiten bekämpfen und der Neubildung von Mitessern vorbeugen.


3. Wimperntusche abrubbeln
Viele Frauen haben Probleme, ihre Wimperntusche gründlich zu entfernen. Doch starkes Reiben, Drücken oder Zerren sind ein absolutes No-Go. Die Augenpartie ist nämlich außerordentlich empfindlich, weil sie sehr dünn ist und kein Unterhautfettgewebe besitzt. Wer jeden Abend rubbelt, riskiert Falten und dass die Wimpern brechen und ausfallen. Deshalb: Die Tusche möglichst behutsam lösen. Ein getränktes Wattepad aufs geschlossene Auge legen, sanft andrücken und mit sanftem Druck und leichten Ruckelbewegungen nach unten wischen. Vorsicht: Bei empfindlichen Augen oder Kontaktlinsen keine ölhaltigen Produkte nehmen, die können die Bindehaut reizen.

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4. Mit zu heißem Wasser waschen
Bitte nicht! Vor allem trockene Haut darf höchstens mit lauwarmem Wasser gereinigt werden, da ihr sonst Feuchtigkeit und Lipide entzogen werden. Auch für empfindliche Haut, die schnell zu Rötungen neigt, bedeutet eine hohe Temperatur Stress. Nur bei sehr öliger Haut darf es etwas wärmer sein, weil sich Fett dann besser löst. Bei einem schlecht durchbluteten, großporigen Hautbild regt die abschließende Spülung mit kaltem Wasser die Durchblutung an, die Poren ziehen sich zusammen und wirken kleiner.

5. Viel hilft viel
Das stimmt nicht! Zu häufiges Reinigen schadet dem Lipidmantel, dem natürlichen Schutzschild der Haut. Eine normale, ungeschminkte Haut kommt zumindest morgens mit klarem Wasser gut aus. Nur sehr ölige und zu Unreinheiten neigende Haut sollte zweimal täglich gründlich mit einem Waschgel gereinigt werden. Viele sind auch der Annahme, dass die Haut erst sauber wird, wenn es richtig schäumt. Auch das stimmt nicht. Richtig ist: Weniger Schaum bedeutet mehr Pflege für die Haut. Denn stark schäumende Reinigungsprodukte entziehen der Haut ziemlich viel Feuchtigkeit, deswegen sollten vor allem trockene Hauttypen lieber die Finger davon lassen.


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