Es macht schlank, schön, schlau...
7 Gründe, mehr zu schlafen

Am Sonntag werden die Uhren auf Sommerzeit vorgestellt. Das bedeutet: Uns wird eine Stunde Schönheitsschlaf gemopst – und die sollten wir uns unbedingt zurückholen. STYLEBOOK.de verrät, warum viel Schlaf schöner und klüger macht.

Wer eine große Mütze Schlaf getankt hat, fühlt sich am nächsten Tag wie ein neuer Mensch – und sieht auch so aus. Umgekehrt macht auch eine kurze Nacht sich optisch mit Augenringen und fahlem Teint bemerkbar.

Dummerweise könnte auch heute die Schlafenszeit kürzer ausfallen, schließlich werden die Uhren – Sommerzeit sei dank – in der Nacht von Samstag auf Sonntag von zwei auf drei Uhr vorgestellt. Eine Stunde Nachtruhe geht damit flöten. Was aber nicht heißt, dass Sie jetzt weniger schlafen sollten.

  • Schlafen

    Foto: Getty Images

    Äuglein zu! Wir verraten Ihnen, wieso ausreichend Schlaf – gerade für Frauen – so wichtig ist

Diese sieben Gründen sprechen für MEHR Schlaf:

1. Schlafen macht schlank
Im Schlaf ist das Abnehmhormon Somatropin, das den Fettzellen an den Kragen geht, besonders aktiv. Und, logisch: Je länger die Hirnanhangsdrüse Zeit hat, Somatropin ins Blut zu pumpen, desto besser. Umgekehrt ist zu wenig Schlaf ein heimlicher Dickmacher – und das nicht nur, weil Nachtaktive dazu neigen, den Kühlschrank zu plündern. Wissenschaftler vermuten, dass sich durch Schlafmangel der gesamte Stoffwechsel umstellt und damit der tägliche Energiebedarf sinkt. Heißt: Was bei wenig Nachtruhe „einschläft“, ist die Verdauung, ebenso wie wichtige Zellerneuerungs- und Wundheilungsprozesse, die normalerweise im Schlaf stattfinden. Kurz gesagt: Auch wenn Langschläfer die gleiche Kalorienzufuhr bekommen, bleiben sie schlanker.

2. Schlafen macht schön
Dass unsere Haut von der Nachtruhe profitiert, liegt auf der Hand. Schließlich haben ihre Zellen jetzt Zeit, sich zu regenerieren, Pflegeprodukte können intensiv einwirken. Dass Menschen, die länger schlafen, aber auch als attraktiver wahrgenommen werden, belegten schwedische Forscher des „Karolinska Institutet“ in einer Mini-Studie. 23 Männer und Frauen zwischen 18 und 31 Jahren wurden dafür in unterschiedlichen Zuständen fotografiert: Einmal nach einer siebenstündigen und einmal nach einer fünfstündigen Nachtruhe. Für beide Aufnahmen waren sie von Kopf bis Fuß gleich zurechtgemacht und setzten den gleichen Gesichtsausdruck auf. Beide Fotos zeigten die Forscher anschließend 65 Testpersonen für jeweils sechs Sekunden. Das Ergebnis: Die ausgeschlafenen Bilder wurden durchwegs als schöner bewertet.

3. Schlafen macht schlau
Im Interview mit „Planet Wissen“ erklärt der Tübinger Neurowissenschaftler Prof. Jan Born, wie wichtig Schlaf für unsere Gehirnfunktion ist. „Ohne Schlaf würden wir dumm bleiben!“ Ihm zufolge trainieren wir unser Gehirn im Alltag kaum noch, verlassen uns viel zu sehr auf Computer und andere technische Helfer, um uns an Ereignisse und Erlerntes zu erinnern. Umso wichtiger sei die Zeit im Tiefschlaf, da nun das Gedächtnis ausgebildet wird, „insbesondere das Langzeitgedächtnis,“ weiß Prof. Born. Und das ist nicht alles! Anscheinend finden wir im Schlaf sogar Lösungen für ungeklärte Probleme, von privaten Konflikten bishin zu Matheaufgaben. Vor Prüfungen und Co. schlafen wir ab sofort viiieeel besser!

4. Schlafen hält gesund
Ausreichend Schlaf ist auch für das Immunsystem von enormer Wichtigkeit – das hat Prof. Born ebenfalls in einer Studie beweisen können. Dabei wurden alle Probanden mit demselben Stoff geimpft, durften in der darauffolgenden Nacht aber unterschiedlich lange schlafen. Danach hat das Team bei allen Probanden die Stärke der Immunantwort im Körper gemessen. Das Ergebnis: „Wer nach der Impfung länger schlief, hatte einen deutlich höheren Impfschutz“, berichtete Prof. Born gegenüber der „Welt“. Dieser Vorteil ließ sich sogar noch 12 Monate nach der Impfung nachweisen.

5. Schlafen hilft gegen Depressionen
Angstzustände, Einsamkeitsgefühle, Depressionen und Wut – alles seelische und psychische Störungen, die bei Frauen im engen Zusammenhang mit Schlafmangel stehen. Diese Erkenntnis aus einer Studie mit 210 weiblichen und männlichen Probanden erklärt Professor Jim Horne, Leiter des Schlaflabors an der Universität Loughborough, gegenüber der britischen „Metro“: Im Schlaf regeneriert sich unser Gehirn von den Strapazen des Tages – laut Horne vor allem für Frauen eine wichtige Erholungsphase, da sie durch häufiges Multitasking ihre grauen Zellen im Alltag intensiver belasten. Des Weiteren weiß er, „dass die Gehirne von Frauen etwas anders aufgebaut sind, was zusätzlich ein höheres Schlafbedürfnis hervorruft.“ Im Durchschnitt betrage die Differenz etwa 20 Minuten.

6. Schlafen macht gute Laune
Klar sind Sie besser drauf, wenn Sie sich nicht übermüdet durch den Tag quälen müssen. Wenn die Nacht dann doch mal etwas kürzer war, können aber auch kleinere Nickerchen im Laufe des Tages Ihre Laune im Nu aufpeppeln. So besagt eine Studie, erschienen im „Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism“ (JCEM), dass auch kürzere Schlafeinheiten das Gemüt besser stimmen – und zwar sofort. Grund ist die Ausschüttung des Glückhormons Serotonin, die bald nach dem Einschlummern beginnt.

7. Schlafen macht verliebt!
Wer nackt schläft tut einiges für eine funktionierende Partnerschaft. Wie Dr. Wendy M. Troxel von der Universität in Pittsburgh in einer Studie herausfand, schütten Paare, die Haut an Haut schlafen, mehr vom „Kuschelhormon“ Oxytocin aus. Dieses wirkt auf den Menschen nicht bloß angsthemmend und beruhigend, sondern stärkt die körperliche und emotionale Nähe zwischen Partnern, sprich: das Gefühl, verliebt zu sein.
 
 
 

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