Achtung vor der Winter-Akne
5 Tipps für einen Rücken zum Entzücken

Im Winter blüht die Akne oft erst richtig auf, gerade auch am Rücken. Fiese Pickel können Sie zwar unter dicken Pullis verstecken, aber nicht unter tief ausgeschnittenen Partykleidern. STYLEBOOK kennt die besten Tricks für eine schöne Rückenansicht.

Aktuell lassen sich Hautunreinheiten auf dem Rücken zum Glück unter Kleidern oder dicken Wollpullis verstecken. Trotzdem unangenehm, wenn man mit dem neuen Partner zum ersten Mal auf Tuchfühlung geht oder ein zartes Partydress die Akne für andere sichtbar macht. Klarer Fall: Das möchte niemand haben. Aber wovon hängt überhaupt ab, wen es trifft?

  • Vanessa Hudgens

    Foto: Getty Images

    Nicht jede Frau wagt sich an einen tiefen Rückenausschnitt, wie Schauspielerin Vanessa Hudgens (26) ihn trägt. Aber, keine Angst: Gegen Hautunreinheiten am Rücken gibt es Lösungen!

Das sind die Ursachen
Bei vielen Akne-Patienten werden die Symptome in der kalten Jahrezeit schlimmer. Der Grund: Die Haut wird durch trockene Heizungsluft und Kälte stärker strapaziert, sie kann keinen ausreichenden Schutzmantel bilden, Erreger können so leichter eindringen und Akne verschlimmern. Im STYLEBOOK-Interview erklärt der Münchener Dermatologe Dr. Timm Golüke, dass es sich bei Pickeln am Rücken um durch Talg verstopfte und entzündete Poren handelt, genau wie an anderen Stellen des Körpers, „im Rücken- und Schulterbereich sitzen jedoch mehr Talgdrüsen als im Gesicht.“ Dass vor allem Jugendliche betroffen sind, liegt daran, dass in der Pubertät die Talgdrüsenproduktion stärker ist. Aber auch bei Erwachsenen kann eine sogenannte Spätakne (Akne Tarda) auftreten, in der Regel verursacht durch Hormonschwankungen.

Kein reines Männerproblem!
So sorgt ein Überschuss am männlichen Hormon Testosteron für ein vermehrtes Auftreten der Pickel, indem er die Talgdrüsenaktivität stimuliert. Daher als Männerproblem verrufen leiden aber auch Frauen unter Pickeln am Rücken – meist in einer ganz bestimmten Phase ihres Lebens: mit Absetzen der Pille, etwa weil sie schwanger werden wollen. Dadurch kommt es zu einem plötzlichen Östrogenabfall.

Was Sie vermeiden sollten
Bitte niemals die Pickel selbst ausdrücken! Die Pickel könnten sich entzünden. Lassen Sie höchstens Dermatologen und Kosmetiker ran, die verfügen über das nötige Fachwissen. Dr. Golüke rät Akne-Anfälligen außerdem vom Tragen synthetischer Kleidung ab, da die Haut darunter kaum atmen kann und zu schwitzen beginnt. Kann Schweiß nicht verdunsten, verstopft er die Poren, die Folge: Pickel.

Die Ernährung habe kaum einen Einfluss auf die Entstehung von Akne, weiß Dr. Golüke – einzig Kuhmilch gelte es, in Maßen zu genießen. „Aufgrund der Aufzucht der Tiere, bei der Hormone zum Einsatz kommen, soll Kuhmilch den Ausbruch von Pickeln nachweislich begünstigen.“

Das hilft!
Wenn die Pickel bereits da sind, sollten sie dringend professionel behandelt werden, um die Entstehung von Narben zu vermeiden. Aber, keine Sorge, es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die helfen. Dr. Golüke hat sie uns verraten:

► Fruchtsäure-Peeling
Dabei handelt es sich um eine chemische Tinktur aus konzentrierter Fruchtsäure, die der Dermatologe auf die Haut aufträgt und einwirken lässt. Sie hemmt das Wachstum akneverursachender Bakterien und ätzt die oberste Hautschicht quasi weg. In der Regel sind mehrere Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen nötig, bei der jeweils die Intensität gesteigert wird – entweder durch Verlängern der Einwirkzeit oder Erhöhen der Säurekonzentration.
Kosten pro Sitzung: ab ca. 90 Euro

► Dermabrasion
Hierbei handelt es sich um ein physikalisches Peeling, bei dem ein mit feinsten Kristallen besetztes Gerät über die betroffenen Hautstellen gefahren wird und die oberste Hornschicht mechanisch abträgt, im Anschluss wird die Haut professionell ausgereinigt. Auch diese Behandlung sollte vier- bis sechsmal im Abstand von je etwa einem Monat wiederholt werden.
Kosten pro Sitzung: etwa 90 Euro

Dermatologische Salben
Vitamin-A- oder Azelainsäure-haltige Salben sorgen äußerlich auf die Haut aufgetragen für das Austrocknen der Pickel. Bitte nur nach Anweisung Ihres Hautarztes anwenden! Die Mittel enthalten aggressive Wirkstoffe, die nicht überdosiert und unter gewissen gesundheitlichen Disposition besser gar nicht verwendet werden dürfen.

Tabletten
Wenn alle konventionellen Behandlungen scheitern und die Gefahr dauerhafter Narbenbildung besteht, kann die Vergabe eines Medikaments sinnvoll sein. Hautärzte arbeiten bei Härtefällen mit Vitamin-A-haltigen Tabletten, die über die Blutbahn gezielt an der Ursache ansetzen können und Pickel effektiv von innen austrocknen, allerdings nicht ganz unumstritten sind. Deshalb: Unbedingt und NUR in Absprache mit Ihrem Dermatologen einnehmen.

Antibiotika
Unter Umständen kann auch ein leichtes Antibiotikums nötig sein, erklärt Dr. Golüke, das entzündungshemmend wirkt und so die Akne von innen bekämpft. Das Antibiotikum muss Ihnen natürlich der Facharzt verschreiben und sollte keinesfalls länger eingenommen werden, als wirklich nötig – andernfalls drohen nicht absehbare körperliche Reaktionen und nicht zuletzt Resistenzen gegenüber dem Wirkstoff.

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