Achtung, sie verraten Ihr wahres Alter!
von Laura Pomer
10 Anti-Aging-Tipps für Ihre Hände

Sarah Jessica Parker (49) sieht toll aus. Ihr wahres Alter erkennt man allerdings an ihren Händen – genau wie übrigens bei allen anderen Frauen. Der Grund: Hier ist die Haut besonders empfindlich und altert schneller. STYLEBOOK.de hat sich die besten Anti-Aging-Tipps von Experten geholt.

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum Madonna (56) oder Karl Lagerfeld (81) bei öffentlichen Auftritten stets Handschuhe tragen? Richtig, an ihnen würde man erkennen, dass die beiden eben nicht mehr ganz jung sind. Tatsache ist: Während viele von uns Gesicht und Körper, dank hochwertiger Produkte oder kleiner Eingriffe, mittlerweile „verjüngen”, altern unsere Hände meist ungeschützt vor sich hin. Und das sieht man dann auch bei sonst top gepflegten Stars.

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Die gute Nachricht: „Wie alt wir tatsächlich aussehen, haben wir zu 75 Prozent selbst in der Hand“, sagt Dr. Sabine Zenker, Dermatologin und Anti-Aging-Expertin aus München. Mit anderen Worten: Vorbeugende Maßnahmen können Hautalterung zu großen Teilen bändigen – auch an den Händen.

Die 10 besten Anti-Aging-Tipps im Überblick:

1. Sonnenschutz
Auch Ihre Hände nehmen Ihnen exzessive Sonnenbäder übel. Die Strahlen führen in der Haut zur Bildung von freien Radikalen, welche die Bildung von Collagen beeinträchtigen. Die Folge: „Falten und die gefürchteten Altersflecken“, warnt Dr. Timm Golüke, Facharzt für Dermatologie aus München. Bei jedem Sonnenbad also auch die Hände gut einreiben – gerne mit einem hohen Lichtschutzfaktor. Im Alltag täglich morgens Handcreme mit Lichtschutzfaktor auftragen.

2. Wenig Seife
An den Händen hat der Mensch wenig Talgdrüsen und kaum Fettgewebe. Die Konsequenz: Die Haut trocknet schnell aus und bildet frühzeitig unansehnliche Furchen – ein Effekt, der durch häufiges Händewaschen zusätzlich verstärkt wird. Dermatologin Sabine Zenker rät zum sparsamen Umgang mit Reinigungsprodukten und empfiehlt milde Waschlotionen mit rückfettenden Zusätzen.

3. Handschuhe tragen!
Spül- und Reinigungsmittel enthalten Fettlöser, welche die Haut angreifen. Tragen Sie beim Abwasch und Hausputz also stets Handschuhe! Und cremen Sie Ihre Hände nach jedem Kontakt mit Wasser ordentlich ein.

4. Richtig pflegen
Jeden Abend vor dem Schlafengehen die Hände eincremen ist ein Muss. Tragen Sie darunter ein Handserum auf. Sie enthalten eine noch konzentriertere Ladung an Wirkstoffen. Setzen Sie gegebenenfalls auf Produkte, die Pigmentflecken aufhellen. Übrigens, jede noch so billige Handcreme tut mehr für eine verbesserte Elastizität, als Sie vielleicht meinen. „Auch wenn die Creme vermeintlich schnell einzieht, gibt sie weiterhin pflegende Wirkstoffe an die Haut ab“, bestätigt Golüke. Speziell im Winter – stickige Heizungsluft drinnen, kalte Temperaturen draußen – machen nämlich unsere Hände einiges mit.

5. Regelmäßig peelen
Nicht nur im Gesicht sollten Sie regelmäßig ein Peeling anwenden. Setzen Sie auf spezielle Produkte für die Hände mit Meersalz und Traubenkernöl. Einfach damit die Hände waschen. Reinigt, peelt und pflegt in einem. Und: Denken Sie auch im Beauty-Salon an Ihre Hände. Golükes Tipp: „Bitten Sie die Kosmetikerin, auch diese mitzubehandeln!“

6. Kartoffeln schälen!
Reiben Sie ihre Hände regelmäßig mit rohen Kartoffeln (übrig gebliebenen Scheiben oder Schalen) ein. Sie versorgen optimal mit Feuchtigkeit und glätten Knitterfältchen. „Das liegt an der Stärke in der Kartoffel. Außerdem enthält sie Mineralien und Vitamine, die ebenso pflegen”, bestätigt Golüke. Tipp: Gekochte und gepellte Kartoffeln zerstampfen und mit etwas Olivenöl zu einem Brei verrühren. Die noch warme Masse großzügig auf die Hände auftragen und Einweg- oder Baumwollhandschuhe überziehen. Die DYI-Maske nach etwa 20 Minuten kalt abspülen.

7. Keine Extremdiäten
Dünn sein macht nicht unbedingt schönere Hände. Wer – wie übrigens viele Stars – kein Gramm Fett mehr am Körper hat, hat auch keine natürlichen Fettpolster, die Altersfalten verbergen können. Hände können auch schneller alt und knochig wirken bei Fitnessfreaks, die exzessiv Gewichte stemmen. Wenn dann keine kleine Fettschicht mehr vorhanden ist, die die Adern sanft einbettet, dann treten diese stark hervor und sorgen dafür, dass die Hände einer Mittdreißigerin bereits aussehen wie die einer wesentlich älteren Frau.

8. Hyaluronsäure
Auch der Beauty-Doc kann mit kleinen Eingriffen Hände tatsächlich ein wenig verjüngen – dafür muss man auch nicht unters Messer. „Feine Fältchen werden wieder befeuchtet, in dem sie mit Hyaluronsäure unterspritzt werden“, erklärt Golüke. Zuvor wird die Haut mit einer Betäubungscreme vorbereitet. An den Einstichstellen sind nach dem Eingriff kleine Quaddeln sichtbar, optisch vergleichbar mit Mückenstichen, „diese verschwinden aber nach ein paar Tagen“, verspricht der Dermatologe. Zurück bleibt optisch prallere Haut. Eine Sitzung für beide Hände kostet etwa 200 Euro, das Ergebnis hält etwa ein halbes Jahr.

9. Cellular-Mix
Gegen schlaffe Haut am Handrücken hilft ein Mini-Treatment beim Hautarzt. Dabei werden 20 Milliliter Eigenblut abgenommen und zentrifugiert: Das so gewonnene Plasma wird in einem Röhrchen mit Hyaluronsäure vermischt. Die Lösung bringt der Dermatologe mit einer sogenannten „Mesopistole“ in die Haut ein. „Durch die Reize der Pistole und die Wachstumsfaktoren aus dem Serum beginnt die Haut sofort, sich zu regenerieren“, erklärt Golüke. Eine Sitzung kostet 300 Euro. Nach zwei Wochen muss sie wiederholt werden und dann nochmals nach etwa sechs Monaten. Das Ergebnis soll dann immerhin zwei Jahre halten.

10. Laser
Die Arbeit mit einem sogenannten Ruby-Laser ist die einfachste Methode gegen Altersflecken und hat sich bisher am besten bewährt. Einzelne Flecken werden sozusagen weggebrannt – dank lokaler Betäubung bleibt die Prozedur aber schmerzfrei. „An den entsprechenden Stellen verbleiben dunkle Krusten, die nach etwa zwei Wochen abfallen, die Flecken sind dann komplett weg“, so Golüke. In den ersten Wochen sollten Patienten noch die Sonne meiden, da die junge Hautschicht noch sehr empfindlich ist.  Kosten: Ab ca. 80 Euro, je nach Umfang der zu behandelnden Fläche.

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