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Wer morgens viel isst, bleibt schlanker?
Die Frühstückslüge

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages – so ein weit verbreiteter Glaube, der Menschen mit morgendlichem Appetitmangel von jeher schwer im Magen liegt. Doch genau die dürfen sich jetzt freuen: Einer US-Studie zufolge haben ausgerechnet Frühstücksverweigerer weniger Gewichtsprobleme.

„Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann“ – so sagt es der Volksmund. Und auch moderne Diät-Experten raten entschieden davon ab, das Frühstück auszulassen: Wer morgens tüchtig zulange, habe mehr Energie zur Verfügung und entsprechend später und weniger Hunger. Das soll beim Abnehmen helfen. Oder vielleicht doch nicht?

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  • Chrissy Teigen

    Foto: Action Press

    Model Chrissy Teigen (30) beim gesunden Frühstück mit Toastbrot und frischen Früchten. Ob sie sich das jeden Tag gönnt?

Abnehmen durch Mahlzeitenzwang?
Wissenschaftler der New Yorker Columbia University hinterfragten die offiziellen Ernährungsrichtlinien ihres Landes, die „US Dietary Guidelines“, die Amerikanern ein „nährstoffreiches Frühstück“ dringend nahelegen. Immerhin stehe das Auslassen „im engen Zusammenhang mit Übergewicht“, steht es dort, während Frühstücker leichter abnehmen und die schlanke Linie halten könnten. 

Ob das wirklich stimmt, überprüften die Uni-Forscher in einer Studie mit 36 bereits übergewichtigen, in Gruppen aufgeteilten Probanden. Gruppe eins bekam einen Monat lang jeden Morgen um 8.30 Uhr Haferflocken zu Essen, Gruppe zwei Cornflakes, die dritte Gruppe kein Frühstück.

Das Ergebnis: wie die Untersuchungsleiter im Fachblatt „Journal of Nutritional Science“ dokumentierten. Bei Gruppe eins und zwei hingegen habe es keine körperliche Veränderung gegeben.

Kalorien fallen ins Gewicht, nicht Tageszeiten
Dass tägliches Frühstücken nicht notwendig ist, weiß auch Ernährungswissenschaftler und Buchautor Sven-David Müller ( „Die dicksten Diätlügen“, Schlütersche Verlag). „Der Mensch braucht keine spezielle Anzahl an täglichen Mahlzeiten,“ erklärt er im STYLEBOOK-Interview, „er hat lediglich einen konkreten Energiebedarf.“ Der beliefe sich in der Regel auf 2000 Kalorien täglich, die man theoretisch auf einen Schlag oder über mehrere Stunden verteilt zu sich nehmen könne. Generell gelte: Wer eine Mahlzeit auslässt, also beispielsweise die erste des Tages, hat im Zweifelsfall Kalorien eingespart.

Fazit: Wer nach dem Aufstehen keinen Appetit hat, kann sich das Müsli getrost schenken. Die Frühstücksfraktion macht deswegen aber auch längst keinen Fehler. Falsch wäre höchstens die Hoffnung, durch Pfannkuchen oder Speckrühreier am Morgen auch noch abzunehmen.

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