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Sprüche, Mädels, Challenges
von Jeannette Petersmann
Warum GNTM diesmal sooo langweilig ist

Die neue Staffel von „Germany´s next Topmodel“ läuft nun in der dritten Woche donnerstags zur Primetime auf Pro7. Heidi Klum (43) sucht mit Jury-Urgestein Thomas Hayo (48) und Designer Michael Michalsky (50) das schönste Mädchen Deutschlands – zum nunmehr 12. Mal! Doch statt des großen Mitfieberns setzt bei uns eher das große Gähnen ein. Warum bloß?

  • GNTM Kandidatinnen

    © ProSieben/Micah Smith

Nach knapp einem Monat im TV dürfen derzeit noch 20 Mädchen den Traum von „Germany's next Topmodel“ weiterräumen, allein vier ließ Topmodel-Mama Heidi Klum auf dem Kreuzfahrtschiff schon ihre Koffer packen. Woran liegt's? STYLEBOOK.de hat 7 Gründe, wieso die neue Staffel von GNTM so laaangweilig ist.

  • Heidi Klum

    Foto: Getty Images

    Heidi Klum ist ein absoluter Profi, wenn es um das TV-Geschäft geht. Trotzdem scheint die neue Staffel mit einigen Tricks die Spannung steigern zu wollen – ein Konzept, das irgendwie nicht so richtig aufgeht

1. Neue Regeln bauen keine Spannung auf

Die Meeedels sollen sich ordentlich in die Haare kriegen – dieser Grund lässt sich zumindest hinter der neuen „Shoot-Out“-Regel vermuten. Zwei Girls werden in jeder Woche bestimmt, die beim darauffolgenden Shooting gegeneinander antreten. Der Schwächste fliegt – ein Konzept, mit dem schon Sonja Zietlow (48) 2002 in der gleichnamigen TV-Show keinen Erfolg hatte. Dass diese Regelung gefühlt für inszenierte Zickenkriege sorgt, finden wir irgendwie sehr absehbar und konstruiert.

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2. Kaum "ECHTES" Konfliktpotenzial

In der 12. Staffel fehlt eindeutig eine echte Quoten-Zicke à la Tessa oder Fiona. Der inszenierte Streit zwischen Neele und Claudia, die im erwähnten „Shoot-Out“ gegeneinander antreten mussten, wurde nicht nur vollkommen überspitzt vor der Werbepause angekündigt, selbst die Kandidatinnen schienen im Streit schon fast vergessen zu haben, worum es eigentlich ging. Das Szenario wirkt aufgebauscht und das anschließende Ausschlachten auf der offiziellen GNTM-Instagram-Seite und Heidi Klums Profil machte es irgendwie nicht gerade glaubwürdiger.


3. Zu Wenig „ECHTE TYPEN“

Aschblond, dürr aber sportlich und einfach froh dabei zu sein: Die Zeit der Polarisierer, wie es einst Sarah Knappik (30) und Gina Lisa Lohfink (30) waren, scheint passé. Die neuen Ladies sind wohlerzogen, sehen auch so aus – und damit aber auch gleich ein klitzekleines bissschen langweilig. Im Anschluss an GNTM Kakerlaken knutschen im Dschungel? Wohl eher nicht ihr Ding. Die Kandidatinnen haben fast alle schon Modelerfahrung bei Shootings gesammelt und selbst die, die laut Michalsky und Hayo nicht laufen können, wirken auf dem Runway seltsam geübt.


4. Trangender-Models für die Quote?

Gleich zwei Transgender-Models hat Heidi in ihre Teams aufgenommen: Giuliana Farfalla spielte von Anfang an mit offenen Karten und sorgte mit ihrer Geschichte für Schlagzeilen. Melina Budde hingegen erzählte den Girls ihre Story erst in der dritten Folge. Fast zeitgleich  meldete sich bei Youtube das Transgender-Model Kim Nala zu Wort – und erhob schwere Vorwürfe gegen Juror Michael Michalsky: Sie sei nur wegen der Quote zum Casting eingeladen worden, behauptete Nala da und äußerte sich empört über Juror Michalsky. Er soll seine Entscheidung mit den Worten: „Wir haben in der Show schon zwei Transsexuelle!“ gerechtfertigt haben. Alles für die Quote?




5. Witze sind immer die gleichen

Irgendwie müsste Heidi definitiv mal an ihrem Repertoire an Sprüchen und Reaktionen arbeite: Das überspitzte „Nachaffen“ der Walks und die frechen Sprüche wie „Du siehst aus wie ein Schluck Wasser in der Kurve“ werden langsam aber sicher absehbar und damit laaaangweilig.

6. Keine neuen Reiseziele

„Warst du schon mal im Ausland?“ – diese obligatorische Frage wird von Topmodel-Anwärterinnen meistens mit „Ich war noch niemals außerhalb von Europa“ beantwortet. Danach wird mit viel Musik und künstlich aufgebauter Spannung von Heidi das nächste Ziel verkündet. Dabei wissen wir ja schon längst, was kommt: „Es geht nach Loooooos Angeleeeeees!!!“ Surprise, surprise! Und auch die Meeeeedels haben natürlich noch niiiieeee eine Staffel im Fernsehen gesehen, sind völlig aus dem Häuschen, weil sie dachten, dass sie eigentlich die gesamte Drehzeit in einem Kaff in Brandenburg verbringen werden. Muaaaah.

7. Gast-Trainer aus den eigenen Reihen

Minimal befremdlich schien schon die Tatsache, dass Michael Michalsky „Got to Dance“-Jurorin und Profi-Tänzerin Nikeata Thompson als Coach für sein Team verpflichtete – nicht nur, dass die gebürtige Engländerin eben Tänzerin und kein Model ist, kommt sie auch noch aus der ProsiebenSat.1 Media-Familie. Doch dann wurde auch noch Mac Folkes mit einer so großen Spannung als Coach für Hayos Mädchen angekündigt, dass wir fast vergessen hätten, dass dieser Name einer „Germany's next Topmodel“-Zuschauerin wohl kaum etwas sagen wird. 

Dennoch: Auf seine Fans kann sich GNTM verlassen, mit einer Quote von 2,63 Millionen startete die 12. Staffel in die erste Folge, wie DWDL berichtete. Der erfolgreichste Start seit dem Jahr 2014! Wir sind uns fast sicher, dass sich Heidi auch ein 13. Mal auf die Suche nach Deutschlands schönstem Mädchen machen wird. Hartnäckigkeit zahlt sich schließlich manchmal auch aus.

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