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Schmutzig geht auch stilvoll
Die besten Porno-Webseiten für Frauen

Hardcore-Szenen in erbarmungslosen Nahaufnahmen, eingebettet in eine plumpe, vor Klischees triefende „Story“ – kein Wunder, dass normale Pornos die meisten Frauen kalt lassen. Zum Glück gibt es endlich Alternativen auf dem Sex-Film-Markt. STYLEBOOK.de zeigt die besten neuen Portale, die garantiert den weiblichen Geschmack treffen. Wetten, die gefallen Männern auch?

Jährlich setzt die Online-Pornoindustrie etwa 4,4 Milliarden Euro um – ein Mega-Markt, den vor allem männliche Konsumenten unterstützen. So sind einer Umfrage des Erotikportals „Pornhub“ zufolge nicht einmal ein Viertel ihrer weltweiten Nutzer Frauen. Der Grund: Ihnen sind gewöhnliche Sexfilme zu hart, handlungsarm und schmuddelig. Alternativen, die auch ihnen gefallen könnten, gab es kaum. Bis jetzt!

  • Frauenpornos

    Foto: Getty Images

    Sex-Filme, die die weibliche Fantasie anregen, gab es bislang nur wenige. Nun endlich haben sich diejenigen ans Werk gemacht, die etwas davon verstehen: Frauen

Frauen wissen, was Frauen anmacht
Endlich wurden ihre „Schoßgebete“ erhört: von Porno-Filmemachern, die die weiblichen Bedürfnisse verstehen – weil sie ihre eigenen sind. Die neuen heißen Streifen bestechen mit einer Handlung, die die Fantasie anregt, dargestellt von Schauspielern in glaubhaften Rollen und mit einer großen Portion Persönlichkeit. Und, keine Angst: Der nötige Schmutzig-Faktor kommt keineswegs zu kurz.

STYLEBOOK.de stellt die neuen Portale vor, auf denen nicht nur Frauen (auf ihre Kosten) kommen:

XConfessions.com
Erika Lust (38) ist Feministin UND Porno-Regisseurin – was sich in Kombination bislang kategorisch ausgeschlossen hätte. Wie gut beides zusammen geht, beweist die Schwedin mit einer geschmackvollen, intelligenten Darstellung von Bettgeschichten, die sich genau so ereignet haben – im Liebesleben ihrer Zuschauerinnen. Lust bekommt von ihnen hetero-, homo- und bisexuelle „Confessions“, also „Geständnisse“ zugeschickt und lässt die prickelnden Erfahrungen durch Schauspieler unterschiedlicher Herkunft und Figurformen nachspielen. Über 85 Prozent der Mitarbeiter hier sind übrigens Frauen, um sicherzustellen, dass der weiblichen Perspektive und ihrem Geschmack genüge getan wird. Schon der Anblick der Startseite zeigt: Erika Lust gelingt der Spagat zwischen schmuddelig und stilvoll, mega-eindeutig und fantasiebeflügelnd. Dass das Konzept aufgeht, belegen bei Lust Productions nicht zuletzt Einnahmen von über 765.000 Euro – jeden Monat!
Kosten: Die Beiträge variieren, ja nach Dauer der Mitgliedschaft. Wer sich für ein ganzes Jahr anmeldet, zahlt monatlich rund 6,50 Euro. Zum Reinschnuppern gibt‘s zwei Gratis-Filmchen.

  • Frauenpornos

    Foto: XConfessions

    Auf XConfessions.com geht es richtig zur Sache, aber immer mit Niveau. Szenen, in denen Frauen – gegen ihren Willen! – unterdrückt werden, wird man(n) hier vergeblich suchen

MakeLoveNotPorn.TV
Sogar noch authentischer geht es hier zu. Sarah Beall, frühere Porno-Drehbuchschreiberin aus Montréal, kuratiert die Seite, auf der ausschließlich echte Sexfilme von Privatleuten gezeigt werden. Ihr Job im Klartext: jeden zugesandten Streifen sichten und gewährleisten, dass er frei von „Porno-Klischees“ ist und der Sex einvernehmlich passierte. Der Reiz für die Hobby-Akteure im Bild: Sie mögen es, sich dabei zu filmen und beobachtet zu werden. Der Zuschauer bekommt dafür – der wackeligen Kameraführung und heimeligen Einrichtung sei dank – das Gefühl, hautnah dabei zu sein, und kann sich mit den „normalen“ Menschen im Bild auch viel besser identifizieren, als mit aalglatten, durchtrainierten Berufsdarstellern. So befriedigt „MakeLoveNotPorn“ nicht nur einen ganz menschlichen Voyeurismus, sondern auch die Lust auf „explizite“ Ansichten und vermittelt gleichzeitig ein glaubhaftes Gefühl von echter Romantik, Nähe und Intimität – einfach, weil die Filme genau das sind: echt.
Kosten: Mitglieder leihen sich einzelne Filme aus, danach kommt eine Rechnung. Preise variieren.  

Hystericalliterature.com
(Scheinbar!) subtiler, aber kein bisschen weniger anregend. Die Handlung der bislang 12 Kurzfilme: Eine Frau liest – gänzlich bekleidet – aus einem Buch ihrer Wahl vor, während sie unterm Tisch von jemandem zum Organismus gebracht wird. Hinweise darauf, wie genau die Person sie stimuliert, geben die immer heftiger werdenden Reaktionen der Protagonistin. Und es ist erstaunlich: Ihr Stöhnen, Lippenbeißen, Augenverdrehen und Schwitzen wirkt auf den Betrachter ungleich viel anregender als eine direkte Ansicht der zu erahnenden Finger- oder Lippenspiele im Intimbereich. Hinter der Seite steckt der Amerikaner Clayton Cubitt (44), Fotograf, Filmemacher und Schriftsteller, der immer wieder für seine Fähigkeit gelobt wird, die Grenzen zwischen Mode, Kunst und Porno aufzuheben. Wer sich mit Filmen auskennt, wird sich bei „Hystericalliterature“ an ein Werk von Andy Warhol aus dem Jahr 1964 erinnert fühlen: „Blow Job“. Auch hier sieht man nur das Gesicht des Protagonisten, in diesem Fall ein Mann, und dessen Mimikveränderungen, während er oral befriedigt wird. Die Message: Der richtige Sex-Appeal liegt im Gesicht. Oder, in unseren Worten: Kunst kann ganz schön Lust machen.
Kosten: keine.

  • Hystericalliterature

    Foto: Hystericalliterature.com

    Erotik in ihrer subtilsten Form: Frauen versuchen sich Literatur zu widmen, während eine Person unterm Tisch sie zum Höhepunkt bringt

SoundOfPleasure.Tumblr
Hier gibt es nichts zu sehen, dafür ordentlich etwas auf die Ohren: Soundaufnahmen von Personen beim Sex mit Partner oder alleine. Heftiges Stöhnen, Sauggeräusche, Keuschen und „Dirty Talk“, der nie zu tief in die Schmuddelecke abdriftet, liefern den Beweis, dass Stimulation längst nicht nur über haptische und visuelle Reize funktioniert. Praktisch: Man kann den „SoundOfPleasure“ (zu Dt.: „Klang des Vergnügens“) überall hören – Zuhause, unterwegs im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln – und sich quasi unbemerkt in Stimmung bringen. Natürlich wäre es möglich, auf Porno-Seiten für die optische Untermalung zu suchen, sollte Ihnen die akustische „Inspiration“ nicht genügen. Aber vertrauen Sie uns: Es geht auch ohne.
Kosten: keine.

LadyCheeky.com
Manchmal muss es einfach ein Quickie sein. Die Lust nach schnellen, kurzen Anregern befriedigt eine gewisse „Lady Cheeky“, die Kuratorin der gleichnamigen Site, mit unzähligen Momentaufnahmen heißer Sex-Szenen. Ein Gif jagt das nächste – bei den vielen wechselnden Eindrücken ist garantiert für jeden Geschmack und jede Lust etwas dabei. Dafür wurde das Porno-Portal bereits mit Awards ausgezeichnet. Unbedingt reingucken!
Kosten: keine.

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